Logbuch 3.39
Zack! Ist’s schon wieder Freitag.
Hat euch die Woche auch so geschlaucht? Diese Hitze! Ächz! Und dann war Martin noch im Schwarzwald, da war ich am Abend einfach nur noch fix und alle und hatte nix mehr am Hut mit diesem in-die-Tasten-hauen.
Nun also die Woche im Schnelldurchlauf… und die fing ja eigentlich schon am Sonntag an, an dem Martin noch da war. Denn da purzelte Gizmo in diese Welt. Hachzi. Was für ein süßer Fratz!
Wer uns im Fediverse folgt, hatte ganz spontan einen Geburtenliveticker in seiner Timeline. (Hier kann man den gerne nachlesen. Ich weiß nur nicht, wie lange es ihn geben wird.)
Nach einigem Hin- und Herüberlegen und -abwägen, war’s am Montag beschlossen. Die Heuwiesen werden ein zweites Mal gemäht und das Grummet (der zweite Schnitt) wird in Angriff genommen. Damit begann ein wahrer Wetterkrimi… denn irgendwann in der Woche sollte es regnen… und die Wetterberichte waren sich nicht einig wann. Und japp, Martin war im Schwarzwald und ich weigere mich ja doch recht beharrlich mich mit den Feinheiten des Radladerfahrens auseinander zu setzen. Vermutlich würde ich das schon auch irgendwie hinbekommen. Aber irgendwie muss ich doch auch nicht alles können. Bloß gut, dass es da draußen liebe Menschen gibt, die unfassbar viel Freude am Fahren solcher Maschinen haben und so konnte Martin noch einen Fahrer fürs Reinfahren der fertigen Ballen organisieren, dass – sollte es vor seiner Rückfahrt regnen – das Grummet trocken unter Dach kommt.
Ab Dienstag war ich dann also allein mit dem ganzen Alpakaalltag und auch mit unseren kranken Flauschs. Jaaa… Mehrzahl… denn am Samstag durften wir noch feststellen, dass Angel beschlossen hatte Kiefer zu haben (so wie Ringo… nicht ganz so ausgeprägt, aber doch schon schön mit Schmadder). Die andere war nach wie vor Amparo, der es zwar mittlerweile besser geht, aber trotzdem Medikamente braucht, die ich nicht alleine verabreichen konnte. Deswegen war mit dem Tierarzt ausgemacht: Er kommt tagtäglich vorbei, schaut sich Angels Kiefer an und verabreicht Amparo ihre Spritze. Und weil Tierärzte ja so richtig toll ihren Alltag planen können (nicht), hieß das auch für mich, fröhliches Jonglieren mit allem, was eben so anstand.
Mittwoch war klar, heute muss das Grummet rein. Spätestens am Abend würde der Regen auch über Ottweiler runterkommen. Am Dienstag hatten wir tatsächlich wahnsinniges Glück, dass die Gewitterzelle sich nicht über uns ergoss. Puh! Dank der wahnsinnigen Hitze war das Gras auch wunderbar trocken geworden und so war’s am Nachmittag soweit, dass die Ballen gepresst wurden und sich der Ersatzradladerfahrer hinters Steuer setzen konnte. Es war ein wenig (nein so richtig dolle!) deprimierend! Der fehlende Regen der vergangenen Wochen sorgte dafür, dass das Gras nicht wirklich wachsen konnte. Ganze 10 Ballen gab’s von 5 Hektar Grünland. (Letztes Jahr hat die gleiche Fläche 29 Ballen zweiten Schnitt gegeben…) Da sind wir nun wahnsinnig erleichtert, dass wir noch Ballen vom letztjährigen ersten Schnitt übrig haben. Aber ganz bis zum kommenden Sommer kommen wir trotzdem noch nicht… Eieieiei…
Jetzt könnten wir ganz positiv-optimistisch in die Zukunft schauen und denken… is ja noch ausreichend Zeit, dass Gras für einen dritten Schnitt wächst, um den im August oder September zu mähen… aber dafür müsste es ein total verregneter Sommer werden und ich glaube, das wird er eben nicht. Gnarf!
Nachdem dann die Ballen im Trockenen waren (und wirklich wundervoll toll geworden sind), zog auch schon der Wind für den bevorstehenden Regen auf… und schwups war schon wieder das Bangen da, hoffentlich wird’s kein ganz zu arges Unwetter und alles bleibt heil. Es kam aber auch das Hoffen auf, dass wir auch wirklich Regen abbekommen würden, weil jetzt war ja alles im Trockenen und die frisch gemähte Wiese brauchte unbedingt Wasser. Als es dann viel später als angekündigt, endlich wunderbar sanft und gleichmäßig losregnete, war die Freude groß!
Bis zum nächsten Vormittag… denn da durfte ich feststellen… der Wind war scheinbar doch doller als gedacht. Er hatte einen großen Ast vom Akazienbaum bei den Damen auf der Talwiese runter geholt. Und Akazien können grandiose große Dornen haben. Deswegen war klar: Auf diese Wiese würden die Damen an diesem Tag nicht gehen… weil an dem Akazienast waren furchtbar viele leckere grüne Blätter und das erste was die Flauschs tun würden, wenn sie ins Tal kommen, wäre sich auf den Ast zu stürtzen und sich durch das Blätterwerk zu wühlen und zu schnurpseln. Ich sah die aufgepieksten Augen schon vor mir. Aaaargs. Also bedeutete das: Einmal alles umsortieren. Aber wie… die Ministuten wurden um die Halle gelassen und die große Stutherde konnte dann über einen Teilstück der Ministutenwiese auf ihre zweite Talwiese umgeleitet werden. Schon waren alle Tore und Schleusen umgestellt, bis mir einfiel… moment… wenn die Ministuten mit Dunja und Badina um die Halle unterwegs sind, dann gibt’s Stress zwischen Badina und Ronda (wir erinnern uns). Doch wohin mit Dunja und Badina, die aktuell wegen der bevorstehenden Geburten nicht dauerhaft bei den Damen unterwegs sind? Letzlich haben die zwei dann für den Rest des Tages dem Akazienast Gesellschaft geleistet.
Und wie die Damen sich auf den Akazienast gestürzt hätten, haben sie sich dann auf die tiefhängenden Kirschen in der zweiten Talwiese gestürtzt. Ächz! Also war auch noch spontanes Kirschenernten angesagt… weil die Alpakas vertragen ja keinen Fruchtzucker in den Mengen aus der Kalten.
Nach etwa einer Stunde, vielleicht waren’s auch anderthalb, durfte ich dann wieder zum ganz normalen Alltag zurückkehren. Uffz.
Joar, und heute war dann schließlich auch wieder Martin da, der seinen Alpakaalltag dann ersteinmal damit begann, herabgestürzte Äste von der Wiese der Alpakadamen zu bergen. Ach so… und bei aller der Hitze und dem Wind hat sich unser kleiner Gizmo dann auch gleich mal noch eine Lungenentzündung eingefangen. Er ist da aber nicht allein… ich habe mir bei dem ganzen Rumgeschwitze auch noch eine Sommererkältung eingefangen. Ich schniefe anständig, er hechelt ganz schön. Geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid. Außerdem: Nicht, dass uns hier langweilig wird.
Es gäbe ja noch sehr viel mehr zu berichten, aber das war ja jetzt auch schon wieder ausreichend.
Hier noch zwei Veranstaltungstipps fürs Wochenende!
Wer am Samstag noch nichts vorhat: In Kusel ist wieder Kein-Bock-auf-Nazis-Festival. Auch wenn wir ganz schön im Eimer sind, wollen wir uns doch am Samstag auf den Weg machen und einfach mit dabei sein!
Am Sonntag findet von 14 bis 19 Uhr der Achtsamkeitsworkshop mit Denise „Im Hier und Jetzt: Achtsamkeit für innere Stärke“ statt. Juhuu! Es gibt noch freie Plätze. Wer noch dabei sein mag, meldet sich. Für uns passt das wie die Faust aufs Auge. Denn es geht um Achtsamkeit als Methode zur Stressbewältigung im Alltag… Hallooooo?!
Logbuch 3.28
Es hat geregnet… ja, okay… nicht viel. Aber es hat geregnet. Und wir freuen uns… und das Gras vermutlich auch und die Flauschs auch… wobei die das wahrscheinlich so gar nicht wissen, aber wer weiß… vielleicht können sie von ihrem Paddock aus beobachten, wie das Gras jetzt vielleicht lossprießt und man dann endlich, endlich auf die Wiese kann. Ja, wir sind grad verhalten optimistisch, dass wir am Sonntag zur Oster-Hofzeit tatsächlich raus aus dem Stall rauf auf die Wiese mit unseren Gästen und Gästinnen und im Grünen die Flauschs besuchen können. Juhuuu. Wer also noch mit dabei sein mag… hier geht’s direkt in die Flauschbox zum Plätze sichern.
Und wir sind unendlich dankbar für die paar Tropfen Wasser, weil wir von meiner Familie aus Brandenburg, von der uns gerade ein Teil besucht, wissen: da kommt nix runter. Da ist viel zu warm und noch mehr trocken und für alles doof, was gedeihen soll. Da hat man dann doch glatt gleich ein schlechtes Gewissen, weil’s hier ein klitzekleines bisschen geregnet hat und es davor zwar schon auch trocken, aber nie so trocken war, wie es bei der Family auf dem Ziegenhof ist.
Na, schauen wir mal, was das Wetter in diesem Jahr noch so mit uns anstellt. Bis es rausgeht… kuschelt man eben noch ein bisschen im Stall… hier Elli mit Mama Ciara. Die zwei haben eine echt sehr enge Bindung. Es ist sooooo schön zu beobachten.

Und sonst so? Bevor es am Sonntag losregnen sollte, hat Martin mal noch ganz fix Mulchi, die Mulchraupe rausgeholt und den Brombeeren hinterm Weiher etwas Einhalt geboten. Jetzt sieht’s da fast nach Parkanlage aus.

Seit gestern haben wir eine Männer-WG… wir mussten die Herdenschützer läufigkeitsbedingt etwas umsortieren, damit gar nicht erst Unruhe entsteht. Nun wohnen Robbi & Ekko zusammen, während Nisha bei der bald läufig werdenden Ronda in die Lehre gehen darf. Ekko war ja erst einmal gaaaar nicht happy von Nisha getrennt zu werden (das hatten wir eigentlich anders herum erwartet), hat sich aber jetzt doch ganz gut damit arrangiert.

Logbuch 3.2

Oh man. Dieses Wetter. Das macht vielleicht kirre.
Der gestrige Schnee und Regen und Frost sorgten dafür, dass Angel und Franzi plötzlich ein Loch im Dach hatten, weil sich ein Ast vom Baum löste. Gnarf.
Das war dann wohl der Auftakt zu den diesjährigen Wetterschäden. Schauen wir mal, wie es weitergeht… der aktuelle „Wind“ hat ja Potential das ein oder andere zu lösen.
Hoffen wir mal, dass sich alles in Grenzen hält.
Entspannt durch den Tag kommen, geht aber definitv anders. Vor allem, wenn man dann mitbekommt, was im Norden des Landes so abgeht. Man. Man. Man.
Nachdem das Dach des Unterstandes heute Vormittag dann aber doch noch kurz die Gelegenheit hatte zu trocknen, haben Angel und Franzi ihr Dach natürlich gleich noch geflickt bekommen. So können Flauschs und Futter für die Flauschs weiterhin im Trockenen stehen… auch wenn man sich nicht unbedingt im Trockenen aufhalten muss, wenn es regnet… aber man könnte es!
Logbuch 2.87
Juhuu, wenn auf den verregnetsten Tag des Monats die große Tierarztaktion mit Kastrieren, Blutabnehmen und Hunde impfen fällt. Mit nassen Alpakis hantieren… da kommt große Freude auf. Die Flauschs sind selbst zwar von innen komplett trocken, aber man selbst ist einfach mal nach dem ersten Handlingkontakt bis auf die Schlüpper nass. Naja… und von nassen Hunden fangen wir gar nicht erst an. Eieieiei.

Aber das gehört dann eben auch dazu und nun sind wir auch wieder aufgetaut, eingemummelt und gut gewärmt. Dante, Duncton (und auch Deanston) sind kastriert. Dante, Duncton, Caruso, Osmo, Delayla und Cleo sind gepiekst und um ein wenig Blut leichter. Da wird nun geschaut, ob bei allen alles in Ordnung ist und wir mit ihrer Versorgung richtig unterwegs sind. Diese Untersuchung machen wir routinemäßig in regelmäßigen Abständen bei einigen Tieren – und natürlich sonst auch, wenn jemand auffällig ist. Die vier Hundeflauschs haben heute ihre Routineimpfungen bekommen, damit die auch schön fit bleiben.
Und sonst? Sonst hat’s unser Ekko gerade gaaaar nicht leicht. Der pubertierende Junghund „leidet“. Badina ist gerade läufig und in nicht erreichbarer Nähe für ihn. Nun schmachtet er aus der Ferne. Es ist schon ein wenig lustig anzuschauen, wie Hirn und Hormone miteinander kämpfen und der arme Kerl nix mehr auf die Reihe bekommt. Da ist’s dann auch gar nicht schlimm, dass es regnet. Wenn man dafür die hübscheste aller Hundedamen sehen kann, dann sitzt man eben im Regen auf der Wiese. Hundemänner!
Logbuch 2.75
Na, huch! Da kam jetzt aber eine ganz schön große Menge an Wasser bei uns runter. Der Regenmesser zählte von Mittwochabend bis Donnerstagabend „nur“ 60 Liter. Wuaaaah! Wir sind mehr als happy, dass alle Bäume, Bäche und Unterkünfte der Flauschs dem Regen standgehalten haben. Es ist echt immer ein Krimi mit diesem Wetter. Vor allem für mich, die sich ein Horrorszenario nach dem anderen ausmalen kann. Gepaart mit Wind… einfach schön. Nicht!
Aber: Es ist alles gut gegangen. Einzig die Mädels waren etwas knatschig. Die mussten nämlich den Donnerstag im Stall verbringen, damit die kleinen Fellknäul sich nicht erkälten. Denn egal, wie das Wetter ist: auf der Wiese schnurpseln geht immer.
Rika hat die Gelegenheit beim Schopf gepackt und den Tag einfach zum ausführlichen Dösen genutzt.

Und sonst? Wir haben heute auch die herbstlich-winterliche Oberthaler-Wochenmarkt-Saison eingeläutet. Nach einer etwas längeren Sommerpause, packten wir heute den ein oder anderen Flausch ein, so dass sich die Oberthalerinnen und Oberthaler heute ordentlich mit Flausch für kalte Tage eindecken konnten. Am 25. Oktober, 15. November und 13. Dezember sind wir in diesem Jahr noch mit unserem kleinen Marktstand in Oberthal zu finden und freuen uns natürlich über lieben Besuch. Alternativ kann man sich natürlich jederzeit über unsere Online-Flauschbox mit Flausch versorgen. Hatten wir’s schon erwähnt?
Am Samstag öffnen wir wieder die Offline-Flauschbox von 9 bis 12 Uhr und am Sonntag sind wir ab 11 Uhr in Schwarzenholz zu finden.
Logbuch 2.42
Mittwoch. Regen. Es ist duster als hätten wir Winter. Und wer beschließt im Stall mit den Geburtsvorbreitungen zu beginnen? Maluni!
Während ich also die kleinen Miniflauschs zur allmorgendlichen Gewichtskontrolle auf die Waage hebe, sehe ich so aus den Augenwinkeln, Maluni geht aber komisch aufs Klo. Nur, dass Maluni halt gar nicht aufs Klo ging. Sie dachte das zwar auch… aber neee… da platzte gerade die Fruchtblase. Da war klar, heute gibt’s ein Stallbaby. Ich mag Stallgeburten nicht. Draußen auf der Wiese ist’s schon sehr viel schöner. Immerhin konnten wir aber an diesem Morgen noch darauf achten, wo das kleine Alpaka auf die Welt plumpsen würde. Bis dahin sorgten wir mal fürs Frühstück und dafür, dass Maluni und ihr kleiner Nachwuchs einen sauberen Stall haben würden.
Gegen 9.30 Uhr war ein kleines dunkles, sehr agiles Kerlchen auf der Welt. Sobald klar war, dass mit Maluni und dem jungen Mann alles in Ordnung ist und auch die Nachgeburt auf dem Weg war, kümmerte Martin sich dann um den ganzen Rest und ich machte mich mit entsprechender Verspätung auf den Weg zu meinem Dienst bei Bücher König, wo die ganze Zeit fleißig mitgefiebert wurde, dass das Kind heil auf die Welt kommen würde. Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle fürs Verständnis und auch fürs mit dabei sein.
Nachdem die Damen und ihre kleine Rasselbande dann den gestrigen Tag bei Regen im Stall verbracht hatten, ging’s heute bloß gut wieder auf die Wiese. Maluni haute ordentlich rein beim grünen Gras und ihr kleiner Hengst nutzte die Zeit zum Süß im Gras sitzen.

Logbuch #2.2
Wasser! Wasser! Wasser! Wasser! Es fehlt nicht mehr viel bis zu den Schwimmhäuten. Bei uns Menschen. Die Alpakas stehen bloß gut alle (noch) trocken. Die Mädels haben mit ihrem Stall quasi Luxus pur. Die Jungs sind mit dem Umzug in den alten Mädelsstall auch sicher vorm Nass von oben und können trockenen Fußes futtern. Einzig bei den Minis wird’s jetzt so langsam aber sicher brenzlig. Viel mehr kann der Boden langsam nicht mehr aufnehmen und dann könnte es nass werden unter dem Hintern. Gnarf. Was schon vor einer Woche passierte, war, dass die Minis beschlossen haben, die Außentoilette nicht mehr zu nutzen und eine im Unterstand zu eröffnen. Es war nur noch eine Frage der Zeit. Dabei haben sie echt lange ausgehalten und sind ganz schön lange immer brav raus in den Regen und vor allem in den Matsch. Schauen wir mal, wie lange die Sache mit dem Nass noch so weitergeht. Die Wege stehen voller Wasser und gut tut ihnen das nicht. Über die Wiesen läuft’s und die Bachläufe kämpfen. Auch unser Weiher kämpft mittlerweile. Starkregen sollte jetzt die kommenden Wochen nicht mehr kommen. Gnarf. Gnarf. Gnarf. An die Wanderwege denken wir im Moment gar nicht. Hoffen wir bloß, dass die Pferdeleute nicht nach zwei Tagen ohne Regen auf die Idee man könnte ja einen Ausritt wagen. Das würde ihnen vermutlich den Rest geben.
Und sonst? Bilden wir uns weiter. Am Dienstag gab’s die erste Fallbesprechung online mit Henrik Wagner und das Thema war ein sehr aufwühlendes, weil es uns von jeher umtreibt: Die Außenwirkung von Neuweltkameliden… und da war Henrik doch extrem überrascht, wie verkuschelt, verspuckt und pflegeleicht die Alpakas und Lamas von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Und ich war so null überrascht, weil wir uns seit Jahren den Mund fusselig reden, dass Alpakas (und auch Lamas) keine Kuscheltiere sind. Dass sie sensible Tiere sind. Dass sie, sofern sie sich eine Krankheit einfangen, dass mit einer Ausführlichkeit und Ausdauer tun. Und dann diskutieren wir immer wieder mit Gästen, dass man doch auf Hof xy die Tiere streicheln kann und liest auf dem Instagramaccount yz wie unkompliziert und anspruchslos Alpakas in der Haltung sind. Und dann sind das oftmals keine kleinen Höfe und keine keinen Accounts. Im März wird es noch einen zweiten Teil zum Thema geben. Da bin ich mal sehr gespannt.
Gestern war’s dann etwas angenehmer… wir hatten nach langer Zeit mal wieder ein Trainingsgespräch mit Andrea – unserer Herdenschutzhundeberaterin. Mit Ekkos Zaunexperimenten hatten wir da ja gleich einen tollen Einstieg. Martin hatte da übrigens den Sieg davon getragen und die Herausforderung von Ekko gemeistert. So plauschten wir über verschiedene Alltagssituationen und vor allem ich bekam noch mal den ein oder anderen Kniff an die Hand, um besser mit den eigenständigen Hunden umgehen zu können bzw. sie besser zu verstehen und entsprechend mit ihnen umzugehen. So als Katzenmensch ist das echt nicht einfach. Joar und so wie es aussieht, werden wir dieses Jahr wohl noch Trainingszentrum für angehende Herdenschutzhunde. Na, da bin ich ja mal gespannt.
Und so rast die Zeit schon wieder dahin und die Tage sind mit Wetter und allem anderen eigentlich schon wieder viel zu voll und dann hängen wir auch noch mitten in einem nachweihnachtlichen Post Covid Schub von Martin drin. Dass sich scheinbar die ganze Welt um uns herum Corona eingefangen hat, macht’s da auch nicht entspannter. Noch mehr gnarf.
So im gesamten ist’s grad also sehr gnarfig, aber wir geben unser bestes und hoffen, dass wir euch hier demnächst die ein oder andere Neuigkeit präsentieren können…
Logbuch #1.115
Herje, dieses Wasser von da oben. Es nervt einfach nur noch. Diese Woche hatten wir dann doch mal kurz Bammel, ob uns nicht gleich der Hof unter Wasser steht, weil unser Weiher einfach kein Wasser mehr aufnehmen kann und bei all dem Laub uns der Ablauf verstopft. Wir hatten Glück! Die Füße der Damen blieben trocken. Aber die Nerven, die sind arg strapaziert. So ein paar Tage Regenpause… das wäre doch schön. Da bringt’s mittlerweile auch nix mehr uns gut zuzureden, dass wir im Sommer den Regen wieder vermissen werden. Werden wir und dann wird auch das Wasser für die Böden fehlen. Jetzt sind sie aber ganz ganz sicher satt, die Böden, die Alpakis und wir Menschen (und die Hunde und Katzen ganz sicher auch)!
Dann haben wir diese Woche uns auch Gedanken über die Preise für unsere Begegnungen und Patenschaften fürs neue Jahr gemacht und aktualisiert. Will heißen, wenn ihr jetzt Gutscheine für das bevorstehende Weihnachtsfest kauft, dann gibt es keine bösen Überraschungen im kommenden Jahr, weil sich plötzlich noch mal die Preise geändert haben.
Und unser „kleiner“ Kalender ist gestern Nachmittag aus der Druckerei bei uns eingetrudelt. Juhuuu! Jetzt stehen 12 Monate Flausch nix mehr im Wege. Wobei! In diesem Jahr haben wir es endlich, endlich geschafft auch eine größere Version in DIN A4 zu erstellen. Mit 12 weiteren Fotos von 12 unserer Patentiere. Und so wird’s auch einen Hunde- und einen Katzenmonat geben. Während der „kleine“ Kalender bereits lieferbar ist, kann der A4-Kalender immerhin schon vorbestellt werden. Sofern alles gut geht, wird er dann in der kommenden Woche bei uns eintreffen.
Und dann hatte ich am Montag eine Verabredung zum Probearbeiten bei Bücher König in Neunkirchen. Ganz genau, der Buchhandlung, die unser Partner bei unserer Lesung mit Jasmin Lörchner war und zu der es immer noch keinen kleinen Veranstaltungsrückblick gibt. (Schande! Und Asche auf mein Haupt!) Warum ich das hier erzähle? Es kann sein, dass es demnächst dann den ein oder anderen Buchtipp mit Flausch geben wird. Aber keine Angst, ich werde nicht wieder komplett in den Buchhandel wechseln, freue mich aber auf einen Tag Mithelfen während des Weihnachtsgeschäft im Buchhandel. Wie sehr mir das gefehlt hat, weiß ich auch erst, seit ich mich wieder drauf freue. Nach fünf Jahren Ladenpause, geht’s also wieder für ein paar Stunden zurück – und so wie ich die ein oder andere Bücherkönigin mittlerweile schon kennengelernt habe, werden wir uns vielleicht das ein oder andere Flausch-Lese-Bonbon ausdenken. Mal schauen, was da für euch im kommenden Jahr noch so auf euch zu kommt.
Logbuch #1.112
Ach herje und schon wieder raste die Zeit dahin und das Logbuch wurde ganz schön vernachlässigt. In der vergangenen Woche verriet tatsächlich unser Alpaki-Espresso sehr viel mehr als der Blog. [Hier kann man sich übrigens den Alpaki-Espresso abonnieren.]
Was hatten wir?
Den Wolf zum Beispiel. Nein, natürlich nicht bei uns, aber nun doch auch endlich offiziell im Saarland angekommen (wobei sich das „endlich“ auf das „offiziell“ bezieht und nicht auf den Wolf an sich. Denn der war ganz sicher schon sehr viel eher im Saarland unterwegs und unsere Gefühle gegenüber seines Erscheinens halten sich eher in Grenzen. Wir sind für Leben und Leben lassen… wobei das Leben lassen sich eben auch auf unsere Flauschies bezieht und wir sehr genervt sind, was da so politisch, behördlich und gesellschaftlich abgeht. Dem uns Weidetierhaltenden rechtlich vorgeschriebenen Schutz unserer Tiere kann man im Dschungel der ganzen Bestimmungen und Gesetze im Grunde genommen nicht nachkommen.
Dann war (und ist) da noch der Regen. Der nervt auch. Das Wasser läuft quasi über die Wiesen. Für die Flauschs heißt das: Stallzeit. Denn wenn sie jetzt noch draußen unterwegs wären, würden sie die Grasnarben schädigen und sie hätten im kommenden Jahr kein Futter. Hinzu kommt auch noch, dass das viele laufende Wasser das Zeltquartier der Jungs unter Wasser gesetzt hat und sie nun wieder in den festen Unterstand umziehen durften… für manche Herren heißt es aber eher „mussten“. Don Silver z.B. mag die regenbedingte Unterkunft nicht. Es hilft aber alles nix. Das geht jetzt die nächsten Monate noch so. Wobei es in diesem Jahr schon echt viel, viel, viel Wasser ist.
Und wir waren zum zweiten Mal auf dem Oberthaler Wochenmarkt. Dieses Mal zum ersten Mal mit einer neuen Standlösung, die dann auch gleich noch ihre Regentaufe zu bestehen hatte und bestanden hat. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Termin am 17. November.
Unser Herkules hatte leider schon wieder einen Rückschlag in Sachen Hautveränderungen. Der Tierarzt vermutet nun, dass er sich vielleicht eine Autoimmunerkrankung eingefangen hat. Nun versuchen wir es mit einer Antibiotikakur inkl. Cortisonsalbe. Die Hoffnung ist, dass das schon hilft und wir nicht noch mit schweren Cortisongeschützen aufwarten müssen. Nun heißt’s wieder behandeln, abwarten und hoffen.
Nicht ganz so dramatisch ging’s bei Maluni zu. Die begrüßte uns in der vergangenen Woche mit einer dicken Beule am Maul. Da gingen aber die Alarmleuchten erst einmal bei uns los. Immer wieder bekommt man von Zahnproblemen mit, die genau so losgehen. War aber scheinbar nur ein sehr ausgewachsener Pickel. Mit Zugsalbe bekamen wir die Beule gegriffen und nun verheilt alles ganz wunderflauschig. Dennoch kommt Maluni nun nicht drum herum, dass wir immer mal wieder schauen, ob sich nicht doch noch mal was zeigt. Sicher ist sicher.
Und juhuuuu… wir waren im Fernsehen. Am 31. Oktober zeigte der Aktuelle Bericht dann doch noch den Beitrag zur Lesung mit Jasmin von HerStory. Damit hat es der SR dennoch vor mir geschafft. Ich hänge diesbezüglich ja auch immer noch zurück. Hier geht’s zur Sendung… ab ca. Minute 24 geht’s los mit dem Flausch. Ein schöner Beitrag ist es geworden. Ach… und wer nach dem Schauen noch Lust bekommen hat, sich das Buch „Nicht nur Heldinnen“ von Jasmin zuzulegen, dem sei ein Klick zu Bücher König ans Herz gelegt. Sie haben nämlich damals unseren Büchertisch begleitet und können das Buch ganz fix besorgen bzw. liefern.
Dann haben wir noch an unseren Begegnungen gefeilt und nun neben unserer Hofführung, die wir in Hofzeit umbenannt haben, noch eine individuelle Stallzeit im Angebot. Denn die Sache mit dem Spazieren wird wohl regenbedingt jetzt eher schwierig. Ein Besuch bei den Flauschs ist aber trotzdem möglich und mit der Stallzeit (und natürlich auch Hofzeit) kann man eine ganz besondere Zeit mit den Alpakas verbringen. Die Termine findet ihr hinter den entsprechenden Links.
Und wo wir dann gerade bei den Terminen waren, haben wir auch gleich mal schon überlegt, wie ihr uns während der Adventszeit besuchen könnt, um vielleicht das ein oder andere flauschig-warme-schöne Weihnachtsgeschenk zu erstehen. Bis zum Jahresende gibt’s also schon alle Öffnungszeiten veröffentlicht.
Fürs kommende Jahr haben wir auch schon vorgesorgt… nicht mehr lange und es wird endlich unseren Kalender für 2024 geben. In den nächsten Tagen wird man ihn dann auch hier vorbestellen können. Juhuuu!
Logbuch #1.108
Jaja, dieses Wetter. Das ist in großen Teilen schon ganz nett, aber an manchen Tagen auch ein echtes Ar***loch. Gestern hat’s uns dann doch die geplante Feiertagstour aka Sonntagsspaziergang verregnet. Schön, dass wir aber schon alle Teilnehmenden verarzten konnten und jetzt keiner noch einmal ganz lange auf einen neuen Termin warten muss.
A propos neue Termine… sie werden kommen, aber noch nicht ganz gleich. Wir kämpfen uns hier gerade noch durch das allquartärliche Steuergedöns und dann geht’s wieder an die schönen Dinge. Gnarf.
Trotzdem schön gestern war eine sehr tolle Online-Veranstaltung vom NWK-Verein mit Henrik Wagner. Und da dachte ich erst noch, dass wir die jetzt voll verpasst haben, weil tagsüber gar nicht auf dem Schirm und dann waren wir pünktlich zum Start doch noch mit dabei. Jaja, der volle Kopf. Wir haben noch mal das ein oder andere Wissenswerte übers Thema Tuberkulosetestung bei Alpakas erfahren und echt verrückte Krankheitsfälle bei den Flauschs erfahren. Nun sind wir schon mächtig gespannt, was es im nächsten Monat zu erfahren gibt.