Logbuch 4.23
Und dann ging sie endlich los: Die Schersaison 2026.
So richtig enthusiastisch nicht, denn wir blickten immernoch mit Sorge auf die Hand, die eben noch nicht so richtig ganz ist. So fingen wir am Samstag ganz langsam an und ganz vorsichtig und vor allem ohne großes Getöse. Hätte ja sein können, dass wir nach einem Alpaka hätten sagen müsse, neeee, das wird noch nix.
Es wurde. Eben ganz langsam und nach vier Stunden hat die Hand dann auch gesagt, danke, ist gut jetzt. Nun wird sie geschont und sie fordert das auch ein. Es geht also wirklich sehr behutsam in diesem Jahr von statten und lieber mit ein paar Tagen mehr geplant, so dass wir denn auch hoffentlich sicher durch alle Flauschs auf unserem Hof und vor allem nach hinten auch noch auf den anderen Höfen, die wir so besuchen, kommen. Wer den ein oder anderen Daumen übrig hat, darf den gerne drücken, dass das alles klappt!

Emerick darf sich auf jeden Fall schon mal über seine Sommerfrisur freuen… wobei der sich gerade wohl eher denkt, warum? Jetzt wird’s doch noch mal kalt. Das Wollmonster hat mit dem Temperatursturz dann doch etwas zu kämpfen. Und weil’s heute Nacht tatsächlich noch mal richtig kalt werden soll, hat er vorsorglich mal noch einen Mantel angezogen bekommen. Von dickem Wintermantel auf fesche Badehosenfrisur ist dann eben doch ein ganz schön krasser Schritt. ’ne Übergangsjacke wäre ihm wahrscheinlich lieber gewesen.
Logbuch 4.22
Huch! Was für eine Woche. Mit einem gut gefüllten Terminkalender sind wir in den Mai gestartet. Unsere ersten Gäste der Erlebnistour mit dem Oldtimer waren da, eine weitere Runde Indian Balance fand statt, ein tolles Firmenteam hat die Wanderbande genossen und eine Gruppe sozial engagierter Teens und Twens haben bei einer speziell für sie ausgearbeiteten Hofzeit inkl. Achtsamkeitselemente die Flauschs hautnah kennenlernen können. Und bevor das alles losging, hatten wir ja am Samstag vergangene Woche auch noch unsere Silent Book Club Premiere, die übrigens ganz grandios schön war – auch wenn es Beschwerden gab, dass man sich gar nicht richtig aufs Buch konzentrieren konnte. Das ist aber vermutlich auch nur ein Trainingsding. Sicher ist: Es wird Gelegenheit zum Trainieren geben. Nur wann, das können wir aktuell noch nicht absehen. Jetzt müssen wir erst einmal schauen, wie und wann wir die Flauschs mit Martins Hand geschoren bekommen.

Neben all den Terminen basteln wir gerade wieder viel an vielem. Zum Beispiel an unseren Patenschaften. Das hatten wir hier ja schon mal angekündigt. Nun haben wir’s geschafft und unsere neuen Patenschaften – die Förderpatenschaften – sind beschrieben und zur Buchung bereit. Wer mag, darf sich da nun also nach Herzenslust melden und uns in unserem täglichen Tun unterstützen. Die Tage (oder Wochen – es passiert ja immer so viel nebenher) wird’s noch die Vorstellung von zwei aktuellen Projekten geben, bei denen wir finanzielle Unterstützung gut gebrauchen könnten. Aber immer schön eins nach dem anderen. Andere Punkte auf der ToDo-Liste wollen auch bedacht werden.
Es bleibt also auf jeden Fall spannend und es ist so wunderbar entspannend, dass die Flauschs derzeit ihr Leben auf den Wiesen genießen können – auch wenn wir Menschen schon wieder am Bangen sind, was das Wasser von oben betrifft. Gnarf. Es ist schon wieder viel zu trocken.

Folge dem Flausch… am Sonntag ist wieder Di.Day

Im Januar haben wir ja schon mal drauf hingewiesen… und ob der Weltgeschehnisse halten wir es ja für immer wichtiger, dass wir uns digital unabhängig von (alten) weißen Männern machen… deswegen heute mal wieder der Hinweis: am Sonntag ist wieder Di.Day!
Immer am ersten Sonntag im Monat kann man sich so einen kleinen Schubs geben und mal kieken, wo noch was geht. Und wir bemühen uns ja schon länger auch auf unabhängigen Plattformen unterwegs zu sein.
Wie hier im Blog, der ganz uns gehört (und „nur“ den ein oder anderen Hackangriff überstehen muss – ein dickes Dankeschön geht an dieser Stelle mal wieder an Johannes raus, der tagtäglich überwacht, dass seine Server und somit unsere Seite gut geschützt durch die Zeit kommen).
Wer keinen Blogbeitrag verpassen möchte, kann sich gerne zu unserem Alpaki-Espresso anmelden, der sonntäglich ins Postfach flattert und Bescheid gibt, wenn es hier was neues gibt. Selbstredend haben wir geschaut, dass wir da einen unabhängigen in Deutschland ansässigen Anbieter an der Seite haben.
Und wer uns hier schon länger folgt, weiß, dass wir im Fediverse bei Mastodon zu finden sind. Seit 2022 übrigens schon. Wie die Zeit vergeht, verflixt. Da gibt’s immer mal wieder Bilder und Gedanken direkt aus dem Stall oder Büro und die ein oder andere Hibbeligkeit, die vorab schon mal schnell aus meinem Kopf muss.
Außerdem gibt’s da viele liebe Menschen und entsprechend eine hilfsbereite tolle Gemeinschaft. Ja, es ist etwas gewöhnungsbedürftig da, wenn man Facebook & Co. gewohnt ist, aber es lohnt sich und hilft ggf. das Machtgefüge der Big Techs wieder etwas ins Gleichgewicht zu bringen.
Nicht zu vergessen unsere Signal-Gruppe… die gibt’s auch schon seit Januar 2025 und bringt euch die ein oder andere Infos etwas früher näher als auf anderen Kanälen und den ein oder anderen Einblick in die Flauschwelt. Hier könnt ihr eintreten und mit dabei sein.
So… und wer noch ein paar mehr Ideen braucht, kiekt einfach mal auf der Di.Day-Seite vorbei. Wer aus dem Saarland ist, kann sich auch hier umschauen… Es gibt jeden ersten Sonntag Treffen mit Gleichgesinnten und Menschen, die sich auskennen und beim Wechsel helfen. – Das gibt’s natürlich auch in allen anderen Bundesländern. Geht mal schauen – auf der Di.Day-Seite zum Beispiel.
Wer noch ein wirklich unterhaltsames Nachrichtenportal sucht… wird vielleicht mit funfact.de glücklich. Das ist mittlerweile eine echt große Bande mit einer großen Bandbreite an Themen, die von CORRECTIV begleitet viele Hintergrundfakten zum aktuellen Geschehen bereit hält.
Logbuch 4.21
Die Schwalben sind da und scheinen sich eine Bleibe zu suchen. Am Wochenende zeigten sie sich kurz. Jetzt sind sie täglich zu sehen und sie inspizieren die Ställe und Unterstände der Flauschs. Leider auch die Halle, aber wer weiß, vielleicht nehmen sie ja doch eine der ihnen vorinstallierten Rohbauten und gehen in eine der Ställe oder Unterstände der Flauschs.
Nachdem das ja mit dem Nachwuchs im vergangenen Mai nicht geklappt hat, haben wir bzw. Martin alles noch mal etwas optimiert und hat noch ein paar zusätzliche Nisthilfen angebracht, so dass sie vielleicht in diesem Jahr nicht so sehr von der Hitze betroffen sind.
Jetzt sind wir aber erst einmal megahappy, dass sie wiedergekommen sind und rege ein- und ausfliegen und sich mitunter auch mal setzen. So wie auf dem Foto in unserer Halle:

Und dann haben wir ganz spontan ein Silent Book Club Event ausgerufen. Ich versuche ja seit Anfang des Jahres jeden ersten Montag zum Silent Book Club nach Saarbrücken in die Bibliothek zu fahren, aber es kollidiert dann doch immer mit Alpakaterminen. Zwei Mal hatte ich es immerhin schon geschafft und es war immer schön und es keimte so die Idee… wenn ich nicht hin kann, muss es zu mir kommen. Deswegen nun also am 2. Mai die Premiere bei den Flauschs. Ob die mit dabei sind, schauen wir… wie immer dürfen die selber entscheiden, wo sie sich aufhalten. Alle Infos und die Möglichkeiten zur Anmeldungen gibt’s hier zu entdecken.
An alle, die denken, och schön, aber ich kann da nicht… Ich bin mir relativ sicher, es wird nicht bei der Premiere bleiben.
Wie alles anfing… 10 Jahre später
Uffz! 10 Jahre! 10 Jahre Alpaka-Blog. Von der (fast) ersten Minute unseres Projekts bis heute.
Mal mehr und mal weniger ausführlich haben wir euch hier jetzt schon seit 10 Jahren mitgenommen. Zwischenzeitlich hat der Alpaki-Espresso mehr Infos verbreitet als der Blog, aber im großen und ganzen konnte und kann man sich hier doch einen ganz guten Eindruck davon machen, was uns so ausmacht. Und man kann kieken, wie wir uns entwickelten und auch ob wir uns treu geblieben sind.
Der Alpaki-Espresso schickt mittlerweile allwöchentlich eine Zusammenfassung, was hier der Blog verbreitet und ist nicht mehr ganz so exklusiv. Aber ich denke, das ist okay und er erinnert die ein oder den anderen dran, mal wieder hier vorbei zu schauen und zu lesen.
Und wer jetzt ganz vom Anfang anfangen mag, klickt oben oder HIER einfach auf den Link und versinkt in 10 Jahren Webertal-Alpakas-Blog. Viel Spaß dabei.
Allen, die hier schon länger mitlesen und uns wohlwissentlich schon seit 10 Jahren (oder eben auch kürzer) ganz treu die Treue halten: Ein ganz dickes Dankeschön! Ich denk an euch, wenn ich hier tippe und es ist schön euch da draußen (und mitunter auch ganz nah bei den Flauschs) zu wissen.
Schauen wir mal, was die Zeit noch alles für uns und somit auch für euch bereit hält!
Wir schicken mal eine ganz dicke Umarmung raus!
Logbuch 4.20
Die Woche ist wuselig und grün.
Was ist das für ein schönes Sonnenwetter (auch wenn’s ganz schön kalt ist) und wie wird gerade alles herrlich grün. Die Flauschs freut’s extrem und seit Dienstag die Stuten noch sehr viel mehr. Denn die dürfen auch endlich raus und sich am Gras erfreuen. Und am Bach.
Da haben die doch tatsächlich gleich mal sofort die Badesaison eröffnet. Bei der Kälte. Verrückten Hühner. Hoffen wir mal, dass da jetzt nicht noch’ne Blasenentzündung mit rumkommt.
Für die Miniwuffs Gladys und Glinda war’s die Woche auch schon sehr aufregend. Sie durften Robbi besuchen und sich mit den Hengsten bekannt machen. Bei der Gelegenheit lernte man auch gleich noch die Nachbarn Ekko und Nisha kennen. Zumindest am Zaun war mal freudiges Beschnüffeln angesagt. Da die zwei kleinen Mäuse äh Herdenschutzhunde aber auch super mit den Stuten auf den Wiesen unterwegs waren, hieß es dann die kommenden Tage aber doch eher ab mit den Stuten auf die Wiese… bzw. schön faul im Stall abhängen. So hat dieser Meilenstein dann auch ganz wundervoll geklappt.

Gestern Abend ging’s wieder mit Eva und den Hengsten zum Indian Balance auf die Wiese raus. Auch wenn die Temperaturen noch ganz schön knackig waren, war die Abendsonne uns sehr hold und verbreitete wieder wunderflauschige Stimmung. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Termin in zwei Wochen und wer mag, kann sich gerne noch direkt über die Flauschbox mit anmelden.

Wuselig ging’s dann eher hinter den Kulissen zu. Wir brüten gerade viele Ideen aus und haben die Woche davon auch einiges schon angeschupst. Mal kieken was alles so wird. Wenn ich’s vor lauter Hibbeligkeit gar nicht aushalten kann, dann tröte ich da drüber im Fediverse immer mal wieder was raus.
Ein großes Projekt, was es in der kommenden Woche dann hoffentlich auch endlich in die Freiheit schaffen wird, ist die Überarbeitung unser Patenschaften. Wir werden da ein bisschen was verändern und es bleibt natürlich trotzdem alles flauschig. Wer aber noch unbedingt eine Wander- sprich Premiumpatenschaft haben mag, sollte sich ganz zeitnah entscheiden… denn die wird es dann nicht mehr geben. Hier wird noch ein bisschen gefeilt und dann verraten wir alles.
Und sonst sind wir mitten in den letzten Vorbereitungen für den Frühling auf Finkenrech. Die Kisten sind schon gepackt und morgen geht’s zum Aufbau. Auch wenn die Flauschs ja daheim bleiben, freuen wir uns dennoch auf die frühlingshafte Atmosphäre mit ganz vielen lieben Besuchern.
Logbuch 4.19
Der Abschluss der vergangenen sehr ereignisreichen Woche war übrigens sehr grandios! War das eine wundervolle Lesung mit Gaea Schoeters und ihrer Übersetzerin Lisa Mensing. Wer die Gelegenheit bekommt, diese zwei wunderbaren und sehr klugen Frauen mal live zu erleben… geht da hin. Und wer nicht… lest ihre Bücher! Und nun muss ich wohl Martin fast dankbar sein, dass er sich seine Hand gebrochen hat… denn eigentlich wollten wir ja an diesem Samstag den Auftakt in die diesjährige Schersaison abhalten. Wobei wir uns nicht ganz sicher sind, ob wir’s auch wirklich getan hätten, denn es soll die kommenden Nächte tatsächlich noch mal unter Null gehen. Wir werden es nie erfahren, wie es gewesen wäre. So war es aber auch sehr schön!
A propos Hand… der Gips ist runter. Seit Freitag geht Martin nun ganz vorsichtig mit seiner ungegipsten Hand um. Denn wirklich heil ist es da noch nicht und die Muskeln möchten gerne wieder aufgebaut werden. So kieken wir mal, wann wir wirklich in die Schersaison starten können. Damit die Hand sich auch wirklich weiter erholen kann, werden wir auf jeden Fall am kommenden Wochenende ganz sachte beim Frühling auf Finkenrech mit dabei sein. Nämlich ohne Alpakas, die sonst immer von Martin gebracht und betreut werden. Aber all der andere Flausch wird an der gewohnten Stelle mit dabei sein. Wer also noch ein paar Socken, Seifen, Tassen, Taschen, Sommertücher oder Dünger benötigt, wird fündig werden. Ich hoffe, wir sehen uns!

Und nun drücken wir mal die Daumen, dass das mit dem Heilen wird, denn Kamilla scheint schon recht sehnsüchtig auf ihren Friseurtermin zu warten…
Logbuch 4.18
Flupp. Woche rum. Die hatte es ganz schön in sich und war sehr schön.
Wir waren (noch letzte Woche) gemeinsam mit ca. 500 anderen lieben Menschen auf der Prüf-Demo in Saarbrücken prüfen und sind jetzt schon ganz traurig, dass wir vermutlich am 9. Mai nicht mit dabei sein können, weil da ein paar unserer Flauschs geschoren werden sollten – sofern Martins Hand da schon wieder voll einsatzfähig ist.
Den Sonntag verbrachten wir dann alpakatrainierend im Stall oder auf den Wanderwegen. Unsere vier Damen Cara, Eritaya, Fayola & Felisa machen mehr oder weniger Fortschritte… und später platzte bei Emerick der Laufknoten. Da freuen wir uns. Der kleine Charmeur kiekt sich ja schon seit Wochen in die Herzen unserer Spaziergäste. Jetzt gilt’s bei ihm mal noch Routine reinzubekommen.
Ab Montag starteten wir quasi ins Ferienprogramm. Wir hatten eine wunderflauschige Kooperation mit der Nachmittagsbetreuung einer Schule und hatten für unsere Verhältnisse ganz schön viele liebe kleine Flauschfreundinnen und -freunde auf dem Hof. Wir wurden mit Fragen gelöchert und die Flauschs eroberten kleine Kinderherzen und zauberten Freude in die Gesichter.
Und während wir Kinder bespaßten und dabei auch schauten, dass es allen Flauschs gut geht, gab’s auch noch zwei Termine der Zukunftswerkstatt vom VDM („Verein zur Förderung der Dorfentwicklung Mainzweiler“), zu denen es uns zog. Damit waren wir also auch gut bespaßt die Woche und freuen uns heute auf einen hoffentlich entspannten Abschluss beim Auftakt des erLESEN!-Festivals in Saarbrücken. (Alle Lese-Fans aus dem Saarland kieken da gerne mal ins Programm… da gibt’s noch bis Ende April echt viele tolle Veranstaltungen – organisiert vom lokalen Buchhandel im ganzen Bundesland.)
Für die Flauschs gab’s diese Woche aber auch einiges zu erleben… also so fern der kleinen Flauschfreundinnen und -freunde. Die Herren durften nämlich endlich alle raus auf die Wiese… Die großen ja schon mit Ostern. Die Teeniebande dann also auch mit Edi und die ganz ganz kleinen zusammen mit Ghillie schließlich auch. Wobei für letztere das raus auf die Wiese dürfen eine ganz schön große Herausforderung war.

Das skeptische Hinterherstapfen hinter Ekko ist übrigens schon die fortgeschrittene Variante… am ersten Tag war es fast unmöglich da zwischen diesen zwei Zelten durchzulaufen. Lag aber vielleicht auch daran, dass es bei den großen Hengsten über den Zaun viel zu viel zu bestaunen gab und das Heu in der Raufe auch ganz schmackhaft war. Mittlerweile haben sie aber, glaube ich, die Vorzüge des Grases zu schätzen gelernt und sind fleißig mit Ringo draußen unterwegs.
Logbuch 4.17
Da huschelt die Zeit wieder dahin. Wir hoffen, ihr habt alle erfolgreich Ostern verlebt – gemütlich oder aufregend. Das Wetter war ja durchwachsen. Die Flauschs hatten eine wunderflauschige Oster-Hofzeit und die Hengsties durften das erste Mal in diesem Jahr auf die grüne Wiese. Das haben sie aber auch anständig genossen, haben um sich herunm alles vergessen und viel gefressen.

Am Mittwoch stand schließlich bei allerherrlichstem Frühlingswetter der Auftakt zur diesjährigen Indian Balance Saison an. Das war gemütlich. Die Sonne strahlte, die Flauschs futterten fleißig und gemeinsam mit Eva machten wir unsere Übungen und entspannten in den Abend. Für die Premiere hatten wir tatsächlich auch noch zwei ganz besondere Gäste: Die zwei Herdenschützer Robbi und Badina begleiteten unsere Stunde. Das aber in der Tat auch nur, weil all unsere Gäste die zwei schon gut kannten und mit ihrer Kuschelmonströsität umzugehen wussten bzw. wussten, dass ihnen außer einem Kuschelanfall nichts passieren konnte. Die nächsten Stunden werden die zwei sich dann wieder ihrer Arbeit widmen und während der Indian Balance Zeit über Nachbarwiesen streifen.
Wer mag kann sich direkt über die Flauschbox zu unseren nächsten Terminen noch anmelden und sowohl Übungen als auch Natur genießen.

Dunja war die Woche noch der Meinung, dass man das ja auch mal mit dem Krankenschein ausprobieren könnte und zog sich eine Drüsenentzündung zu (mal so in Laienworten formuliert). Eine Talgdrüse auf ihrem Rücken war der Meinung sich öffnen zu müssen und dann schmadderte es, was das Zeug hielt. Nun spülen wir also und es wird schon wieder weniger. Dachte sie sich wohl, was Frodo kann, kann ich viel besser. Wir hätten’s nicht gebraucht, aber uns fragt ja niemand.
Nun heilt sie also vor sich hin, während unser Mini-Nachwuchs vom vergangenen Jahr den großen Auszug angegangen ist. Dazu mussten vorher aber noch die ganz normalen Minis umziehen. Die zog es nun wieder in ihr Sommerdomizil und die ganz kleinen kamen weit weg von den Mamas in deren Winterdomizil und leben sich dort jetzt ganz gut ein. Der kleine Haufen arangiert sich mit Ringo und Ringo gibt sich seiner Nachwuchserzieherrolle hin. Mal mehr und mal weniger enthusiastisch. Denn wenn da so ein paar kleine Würmer am Hintern kleben, dann kann das durchaus schon mal anstrengend sein. Im Großen und Ganzen nimmt er’s aber mit stoischer Gelassenheit hin. Schließlich lässt sich’s mit den ganz kleinen ja auch ganz puschelig schnurpseln.

Logbuch 4.16
Und dann war’s hier schon wieder ruhig. Dieses Jahr will aber auch wirklich noch mal so richtig zeigen, wie viel Drama in ein Jahr reinpassen kann. Ächz.
Wer uns in die Signal-Gruppe gefolgt ist, weiß es… Martin und der Stallpfosten haben ausknobeln wollen, wer der Stärkere ist. Martin hätte auch einfach mich vorher fragen können… aber nein, er wollte es selber wissen. Das Match hatte ganz klar der Stallpfosten gewonnen und Martins Hand hatte verloren. Das war das eine Mal, auf das wir hätten verzichten können. Gnarf. Ich stand gerade beim Frühlingserwachen bei Dörrenbächers als mich Martins Anruf ereilte, dass er sich an diesem Tag echt wüst die Hand eingeschlagen hatte. Ein paar Stunden später hat er sich dann doch auf den Weg ins Krankenhaus gemacht und das Röntgenbild zeigte: Hand kaputt.

Sechs Wochen mindestens außer Gefecht gesetzt… mit einem blöden Bruch über dem Gelenk des kleinen Fingers. Rechts natürlich. So war dann der Stand der Dinge am Freitagabend. Wobei wir da noch nicht wussten, wie sehr die Ärzte mit dem Bruch hadern würden und wie oft sie nachschauen werden würden, ob sie nun operieren müssen oder nicht.
Dank sehr lieber Hilfsunterstützung am Samstag im Stall und am Abend beim Abbauen bei Dörrenbächers haben wir das Wochenende dann irgendwie über die Runden gebracht und dann ging’s los in die erste Woche mit defekter Hand – und kaputter Seele. Mich hat der Unfall vermutlich sogar sehr viel mehr aus der Bahn geworfen als Martin. All die Erinnerungen an Bandscheibenvorfall sowie Corona inkl. aller Nachwirkungen und was es sonst noch so gab die vergangenen Jahre zogen mir mal so richtig schön den imaginären Teppich unter den Füßen weg. Martin nahms sportlich und trainiert nun fleißig die linke Hand.
Mittlerweile haben wir uns eingelebt in der Situation und haben den Kampf mit der Bürokratie aufgenommen. Denn eigentlich steht dem Nebenerwerbslandwirt in so einem Fall im Rahmen der Sozialversicherung eine Betriebshilfe zu – mit diversen Wenn’s und Dann’s und Aber’s in vielfältigen Richtungen… schon allein ganz spontan eine Hilfe zu finden. Denn stellen konnte man uns keine. Kein Personal in unserer Ecke des Bundeslandes. Wenn wir selber jemanden finden würden, „kein Problem“ – sofern man kein Problem mit Formularen, Paragraphen und Klauseln hat… Aber wir blieben tapfer. Wir fanden jemanden und nachdem wir uns durch diverse Anmeldemöglichkeiten gekämpft hatten, haben wir nun hoffentlich einen Weg gefunden, wie alles ganz hieb- und stichfest ist und nun warten wir noch auf die Genehmigung. Aber bis dahin haben wir jetzt einfach Hilfe und Unterstützung und können endlich auch mal wieder ein Stück weit aufatmen, liegen gebliebenes aufarbeiten, den Kopf wieder zurechtrücken und die Konsequenzen, die so ein kleiner Stoß gegen einen Pfosten mit sich bringen, absehen und organisieren. So Dinge wie, später als geplant in die Schersaison starten oder nicht mit den Flauschs auf Finkenrech dabei sein… Das ruckeln wir dann hoffentlich alles ab nächster Woche wieder in die richtigen Richtungen.
So und zwischendurch… zwischendurch hatte der Kater noch’ne dicke Backe. Herje, der hat uns vielleicht einen Schreck eingejagt. War aber alles halb so dramatisch. Es war ein Abszess, der noch nicht aufgegangen war und dank tierärztlichem und vermutlich rechtzeitigem Antibiotika hat sich’s dann auch ohne Aufplatzen wieder zurück gebildet. Jetzt läuft er halt nur mit rasierter Backe rum, weil das der Tierarzt gleich noch gemacht hatte…

Bei den anderen Tieren blieb’s dann bloß gut ganz normal und endlich mal etwas ruhig. Reicht ja nun eigentlich auch wirklich ausführlich.

