Ein luftig-leichter Schal einer starken Frau

Jedes Jahr bringt KUNA (eine Marke aus Peru, die sich auf die Herstellung von Bekleidung aus Alpaka und Vikunja spezialisiert hat) eine Kollektion KUNA Expressions heraus. Mit dieser Kollektion gibt KUNA jungen bzw. unbekannten Künstlern aus Südamerika eine Plattform um ihre Kunst bekannt zu machen. Die Kunstwerke der Künstler*innen werden schließlich auf edlen Stolas verewigt – bestehend aus 70% Alpaka und 30% Seide ergeben das wunderleichte Besonderheiten. Wir waren sofort verliebt in die aktuelle Kollektion und wagten uns für euch an genau eine Stola… die es so schon gar nicht mehr zu kaufen gibt.

© KUNA Expression – Priscila Sosa Bouroncle
Unsere Stola ist von Priscila Sosa Bouroncle (bei Facebook kann man sich aktuelle Werke von ihr anschauen), einer jungen Künstlerin aus Peru, die schon früh mit dem Zeichnen, Gestalten, Lesen und Schreiben begann. Ihr Drang, sich mittels Kunst auszudrücken sorgte dafür, dass sie schon zu Schulzeiten unheimlich produktiv war. Neben dem Zeichnen und Gestalten, schrieb sie Gedichte und veröffentlichte diese 2002. Nach der Schule studierte sie ein Jahr lang Literatur, aber ihre Liebe zur Kunst und Mode blieb… und so schuf sie die Marke „Corazón de Aeropuerto“ (da kann man auch bei Facebook stöbern), die all ihre Leidenschaften miteinander verband. Ein Studium am Center for Advanced Fashion Studies in Lima sorgte dafür, dass sie ihre Fertigkeiten vertiefte und mitllerweile mit Einzelausstellungen, Workshops und Vorträgen zum Leseverständnis in Peru bekannter wird. Eine schöne Geschichte – passend zum heutigen Internationalen Frauentag!


In unserem Shop findet ihr ein paar schöne Fotos zu Priscilas Stola… hier gibt es noch ein Video zu bestaunen.

Ein wirklich sehr edles und wunderbares Stück! Etwas ganz besonderes für eine ganz besondere Frau!

KUNA Expressions 2018: SELVA IDEAL

Ein flauschiger Gastbeitrag: Reise mit Roy

Wie schrecklich, es gibt neue Webertal-Alpaka-Wolle. Kann da bitte mal jemand einen Warnhinweis anbringen: „Das Verarbeiten dieses Produktes kann süchtig machen.“ Die von Lyrata finde ich besonders schick. Kein Wunder, wir haben ja auch fast am gleichen Tag Geburtstag (okay, sie ist ein paar Jährchen jünger). Also sie erhält bestimmt eine Geburtstagskarte von mir. Ihr denkt ja noch an das Geburtstagsgewinnspiel? Aber eigentlich waren wir ja bei Wolle – ich glaube, ein irisches Muster käme gut. Ich bin schon auf der Suche…

Ach ja, ich bin’s wieder, Niggels Sigi, die mit dem Dreieicktuch. Da hatte ich ja schon angekündigt, dass Roy mit nach Köln darf, also die Wolle von ihm. Wegen dem Suchtpotential (s.o.) habe ich schon vor der Abreise mit dem Stricken angefangen, ein Schal mit schickem Rautenmuster, gestrickt mit 4er-Nadeln.

Was ich nicht so bedacht habe: ein Zählmuster mit dunkler Wolle an dunklen Tagen ist schon eine Herausforderung. Da war bestimmt auch der einzige Grund, weshalb ich von dem, was ich in der Hotelbar in Köln gestrickt habe, wieder etwas aufziehen musste (und keinesfalls die Cocktails… hicks).

Aber da kann Roy ja nix dafür. Die Wolle an sich hat sich sehr gut verarbeiten lassen, Ergebnis wieder anbei. Es dürfen also ruhig noch einige kühle Tage kommen.

In der Ausstellung zu den Schattenseiten der schnellen Mode war ich auch wie geplant. Schon erstaunlich bis erschreckend, welche Wege beispilelsweise eine Jeans vom Entwurf bis zum Ausmustern zurücklegt und wie viele Chemikalien zum Einsatz kommen. Oder wie viele Kleidungsstücke kaum bis gar nicht getragen in den Kleiderschränken hängen. Bei den „Positiv-Beispielen“ wurde auch über Alpaka-Wolle berichtet, allerdings in Peru gewonnene und verarbeitete, die dann bis zu uns ja auch einen recht langen Weg zurücklegen müsste. Bei Lebensmittel geht der Trend zu regional – warum nicht ein wenig auch bei Kleidern?

Die Kölner waren übrigens schon voll im Karnevalfieber. Ich hab mich auch mit einem Outfit eingedeckt – ratet mal als was (an der Flauschigkeit üb ich noch)!

Liebe Grüße,
Sigi


Liebe Sigi! Was für ein wunderflauschiger Gastbeitrag. Sooooo schön, von dir über deine Strickerlebnisse auf dem Laufenden gehalten zu werden. Da müssen wir jetzt aber auch langsam einen Warnhinweis an die Beiträge basteln „Das Lesen dieser Beiträge kann süchtig machen und Dauergrinsen verursachen!“ Vielen lieben Dank. Wir freuen uns schon auf deinen nächsten Besuch – vor allem unsere Lyri, die bei deinen Worten ein klein wenig rot geworden ist. Die steht nämlich eigentlich gar nich so gerne im Mittelpunkt.

Einen Alpaki-Espresso, bitte!

So… nachdem mir tagtäglich während des allmorgendlichen meditativen Kackeböbbelns (jahaaaa… eine meiner Lieblingsbeschäftigungen mittlerweile) immer wieder Ideen kommen, die a) so in den Kopf geschossen eigentlich keinen eigenen Blogbeitrag hermachen, ich b) gar nicht dazu kommen würde, die alle zu verbloggen und eventuell c) für den ein oder anderen vielleicht doch interessant sind zu lesen, schoss mir heute morgen der Alpaki-Espresso in den Kopf. Dieser soll nun ein bisschen den Druck aus „OMG, so viel im Kopf“ nehmen und euch ein wenig auf dem Laufenden halten, wenn’s hier mal wieder nix zu lesen gibt.

Der Alpaki-Espresso soll ab sofort jeden Sonntag per Mail einen kleinen Wochenrückblick und -ausblick aus dem Gehege und Büro der Webertal-Alpakas geben. Schön, in kleinen Häppchen, kann man sich auf den aktuellen Stand der Dinge bringen lassen und am Leben der Alpakis und seiner Zweibeiner teilhaben. Das sind kurze Gedanken, Erlebnisse, Eindrücke, Ideen, ToDoListen-Abhakdingse (man könnt‘ auch Fortschritte schreiben…). Aber auch kleine Ausblicke, auf das was kommen wird, Terminankündigungen, ggf. freie Wandertermine. Alles versehen mit Links zu ausführlicheren Infos… sollte es sie denn geben. Vielleicht wird’s auch Rubriken geben, wie ein Alpaki der Woche oder so. Mal schauen… an den genauen Details und Verfeinerungen arbeite ich noch. Ich freue mich natürlich auch über Vorschläge und Anregungen, was fehlt oder gar zu viel ist.

Und wie bekommt man nun so einen Alpaki-Espresso? Gaaaanz einfach. Kurz das Formular ausfüllen, eMail-Adresse bestätigen und auf Sonntag freuen.

Psst: Auch die fleißigen Blog-Abonnenten sollten das machen… denn im Alpaki-Espresso gibt’s definitiv Dinge zu lesen, die es hier im Blog noch nicht zu lesen gab bzw. erst irgendwann später vielleicht zu lesen geben wird.

Noch mehr pssst: Wir werden… unter allen Espresso-Bestellern, die sich diesen Sonntag den ersten Alpaki-Espresso gönnen werden, einen kleinen, aber feinen Alpaki-Seifen-Gutschein verlosen (der… wenn man mag… natürlich auch für alles andere eingelöst werden kann). Und wir machen das immer wieder… wenn die nächsten 50 Espresso-Besteller voll sind!

Ich will den Alpaki-Espresso!



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Herzen höher schlagen lassen

Man kann ja vom Valentinstag halten, was man mag… Martin und ich zelebrieren diesen Tag übrigens in keinerlei Weise. Aber wir sorgen unter dem Jahr für jede Menge Valentinstage, indem wir uns immer wieder besondere Momente bescheren.

Okay… das ist nun nicht schwer… schließlich haben wir die flauschigsten tollste-Momente-Tiere ja tagtäglich um uns herum und können uns spontan bei schönstem Wetter inmitten des traumhaften Alpakageheges die Decke oder den Grill rausholen und den sprichwörtlichen Urlaub vom Alltag machen. Aber auch ohne Alpakis sehen wir zu, dass wir uns unsere Auszeiten nehmen. Meist bekommt man uns mit Essen und Getränken (das Saarland hält da schier endlose Angebote bereit) oder tollen Wanderwegen (auch hier lässt sich das Saarland nicht lumpen) geködert.

Und dennoch… die Alpakis lassen doch immer wieder und ganz unumwunden unsere Herzen höher schlagen. Da reicht oftmals ein Blick von ihnen… Wie heißt es so schön? Schau einem Alpaka nie zu tief in die Augen, es könnte wird dein Leben verändern! Wir erleben es nicht nur bei uns, sondern auch bei den Besuchern der Alpakis immer wieder!

Und von daher ist es eine ganz wunderbare Idee zum Valentinstag eine Begegnung mit unseren Alpakas zu verschenken! Neben dem Genuss, die flauschigen Tiere live zu erleben, verbringt man gemeinsam Zeit miteinander und kann vom Alltag abschalten. Also… am besten gleich einen Termin ausmachen (noch sieht es ganz gut aus) oder einen Gutschein verschenken. Ebenfalls eine tolle Idee wäre ein Fotoshooting mit Annika & Gabriel. Infos dazu gibt’s hoffentlich bald hier im Blog (Chari hatte da ja schon mal drüber geplaudert) bzw. aktuell per Mail an foto@annika-gabriel.de.

Ein flauschiger Gastbeitrag: Unterwegs mit Edmundo, Calypso und Elly

Hallo, ich bin – äh, am besten nennt ihr mich „Niggels Sigi“, ein echtes Mainzweiler Gewächs, also wirklich hier geboren und aufgewachsen, wenn auch mittlerweile aus beruflichen Gründen nur noch Teilzeit-Einwohnerin. Ich bin naturverbunden und Spanienfan – letzteres habe ich dank der bestimmt nettesten kolumbianischen Spanisch-Dozentin (oder wie sollte man Maritza sonst beschreiben) auch auf Südamerika und alles damit Verbundene ausgedehnt. Da kann ich es doch nur toll finden, dass Corina und Martin mit ihren Alpakis hierhergezogen sind. Auch wenn letztere bei meinem ersten Besuch bei ihnen im Oktober nicht wirklich viel von mir wissen wollten; so ein einzelner Zweibeiner ist viel zu uninteressant. Da ich trotzdem was Flauschiges von dem Tag mitnehmen wollte, hab ich mir wenigstens echte Webertal-Alpaka-Wolle gekauft, 2 Knäul Edmundo und 1 Knäul Calypso, ohne da schon zu wissen, was ich wann damit machen will. Wer denkt bei 25 °C auch schon an Selbstgestricktes… Obwohl Alpaka-Wolle natürlich temperaturausgleichend ist, oder wie es hier heißt: „Was gudd is fir die Käld, is aach gudd fir die Wärm“ (für die Auswärtigen: „Was gegen Kälte nützt, hilft auch bei Hitze“).

Foto von Niggels Sigi

Naja, irgendwann war’s mit der Hitze vorbei, ich hatte Zeit, in ein Handarbeitsbuch zu schauen und entdeckte eine Anleitung für ein gehäkeltes Dreiecktuch. Das war’s! Nur war sogar mir klar, dass die 3 Knäuel nicht ganz reichen. Gut dass ich wegen eines Geschenkes für mein Patenkind sowieso noch mal hin musste (und dieses Mal haben mich die flauschigen Damen recht neugierig betrachtet). Ich hab dann meinen Bestand um ein weiteres Knäul Edmundo sowie je ein Knäul Elly und Roy ergänzt, wobei ich letzteres am Ende doch nicht mit verhäkelt habe. Kaum zu Hause konnte ich mich nicht mehr bremsen und habe losgelegt. Und da sich die Wolle super hat verarbeiten lassen, wenn ich auch hier und da mal etwas Heu oder Moos rauszupfen musste, war das Tuch in weniger als einer Woche fertig. Und das, obwohl ich zwischendurch auch noch ein wenig für meinen Chef arbeiten musste. Das Ergebnis kann sich doch wirklich sehen lassen, oder?

Foto von Niggels Sigi
Gehäkelt habe ich mit einer 5er Häkelnadel (eventuell wäre auch eine 4er ausreichend gewesen, aber erstens hatte ich die nicht daheim und zweitens fand ich, dass die Maschen ruhig locker sein dürfen.).

Falls es jemand nachhäkeln will:
3 + 4 Maschen zum Wenden anschlagen, in der ersten Reihe 2 Doppelstäbchen in die 5. Luftmasche von der Nadel aus, dann 5 Doppelstäbchen in die nächste Masche und 3 Doppelstäbchen in die letzte Masche, dann 2 Luftmaschen zum Wenden. In der 2. Reihe je 2 halbe Stäbchen in die beiden ersten Maschen, dann weiter mit halben Stäbchen bis zur mittleren der 5 Maschen. In die 5 halbe Stäbchen, dann wieder ein halbes Stäbchen pro Doppelstäbchen der 1. Reihe bis zur letzten Masche, in die 2 halbe Stäbchen und in die Wendeluftmasche 3 halbe Stäbchen und 4 Luftmaschen zum Wenden. Und so gehts dann immer weiter mit einer Reihe doppelte Stäbchen und einer Reihe halbe Stäbchen im Wechsel , wobei jeweils am Rand 5 entsprechende Stäbchen verteilt auf je 2 Maschen der Vorreihe und 5 entsprechende Stäbchen in das „mittelste“ Stäbchen der Vorreihe gehäkelt werden. Wann man zu welcher Farbe wechselt, kann jede/r selbst entscheiden und auch wie groß das Tuch letztendlich wird. Mein Tuch misst von der Basis zur Spitze ca. 78 cm (was bei meiner Gesamtlänge von 151 cm ausreichend ist) und vom rechten zum linken Zipfel etwa 150 cm, wobei durch die Maschenzunahme am Rand da eine leicht geschwungene Linie ist.

Ich jedenfalls bin megastolz mit meinen neuen Begleitern 😉 Vorletzten Samstag waren wir auf dem Neujahrsempfang der evangelischen Kirche. Leider waren nicht so viele Gäste dort wie erhofft, die das Teil bewundern konnten, aber egal. Da es eine „gesäßkalte“ (ich bin ja gut erzogen!) Nacht war. hat das Tuch einen hervorragenden Dienst geleistet. Am Wochenende ging’s zur Jahreshauptversammlung des Malteser Hilfsdienstes, und nächstes Wochenende fahren wir nach Köln und besuchen eine Ausstellung zum Thema „Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode“. Gut, dass ich da ein Gegenbeispiel zeigen kann, nämlich ein natürliches Produkt, das nicht billig, aber im besten Wortsinn seinen Preis wert ist.

Und Roy darf dann auch mit – für die schwarze Jacke brauche ich schließlich auch noch einen passenden Schal.


Hach, liebe Sigi! Vielen vielen Dank für diesen wunderflauschigen Gastbeitrag! Wir kommen aus dem Schmunzeln nicht mehr raus und hoffen ein klein wenig, dass wir vielleicht auch noch von Roys Vliesausflug nach Köln erfahren werden… zumal die Ausstellung extremst interessant klingt!