Tag-Archiv: Flauschrausch

Dazu müssen wir ein bisschen weiter ausholen…

Die vergangenen Wochen schüttelten wir ehrlich gesagt sehr oft den Kopf, wenn wir den Nachrichten lauschten. Ich begann Ende Januar meinen Aufenthalt in den sozialen Medien drastisch einzuschränken, weil mich all die Nachrichten und Rufe nach Lockerungen (schon „damals“) total kirre machten. Mitunter fragen wir uns auch, ob in den Büros der Politker der Zugang zum RKI-Server gekappt ist und sie wirklich keine Möglichkeit haben, sich die Zahlen anzuschauen, die eben nicht nach unten gehen. Ebenfalls gekappt worden musste der Zugang zu Nachrichtenportalen sein, wo über Virusmutanten und deren Gefährlichkeit berichtet wurde. Anders ist für uns mitunter das Kommunikationsverhalten nicht zu verstehen… wobei, wir blenden natürlich auch immer aus, dass wir uns unglücklicherweise gerade in einem „Superwahljahr“ befinden. Kurz: Wir sind echt verwirrt, was den aktuellen Lockerungswahn und die Öffnungen ab 1. März angeht.

Nichts desto trotz dürfen wir ab kommender Woche unsere Flauschbox (unseren kleinen Hofladen) wieder öffnen.

[Es] dürfen Ladengeschäfte des Einzelhandels oder Ladenlokale, deren Betreten zur Entgegennahme einer Dienst- oder Werkleistung erforderlich ist, öffnen, wenn nach vorheriger Vereinbarung Einzeltermine vergeben werden, bei denen höchstens einer Kundin oder einem Kunden sowie einer weiteren Person aus deren oder dessen Hausstand zeitgleich Zutritt gewährt wird. Bei den Einzelterminen sind die notwendigen Hygiene- und Lüftungsmaßnahmen einzuhalten und Kundenbegegnungen zu vermeiden.

(Saarländische) Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 26.02.2021

Nun wohnen also zwei Seelen in unserer Brust… Denn wie geschrieben, wir verstehen es nicht wirklich. Blickt man zurück, mit welcher Beherztheit (nämlich keiner) im Oktober 2020 als die ersten kritischen Grenzen überschritten wurden, von Seiten der Politik Maßnahmen ergriffen wurden, dann graust es uns im Moment. Schaut man sich das Hickhack der Impfstrategie und Schnelltestankündigungen an, dann wird uns schon mehr als ein wenig mulmig.

Seit fast einem Jahr fallen wir, wie auch viele andere, durch sämtliche Förderraster, während woanders Milliarden an Euro versenkt werden. Seit vier Monaten dürfen wir keine Begegnungen anbieten, die bei uns schon vor Corona nur im kleinen Kreis statffanden und seit drei Monaten halten wir unsere Flauschbox geschlossen. All das nahmen und nehmen wir hin, wollen wir doch gemeinsam mit allen anderen (denen es ja ähnlich geht) durch die Pandemie kommen. Mit großer Dankbarkeit freu(t)en wir uns über jede Bestellung, die über unseren Onlineshop reinkam und uns so wenigsten halbwegs über Wasser hält und hielt. Kleine und große Futterspenden sorg(t)en für viele Tränen der Rührung. Liebe Worte spend(et)en unendlich viel Kraft.

Vieles davon entstand über unseren Alpaki-Espresso und so haben wir nach langem Abwägen beschlossen: Wenn uns der rechtliche Rahmen der Corona-Verordnung nun die Möglichkeit gibt, die Tore der Flauschies zu unserer Flauschbox für Einzeltermine zu öffnen, dann exklusiv als Dankeschön für ihr Beistehen in den vergangenen Wochen und Monaten für unsere Alpaki-Espresso-Leser:innen. Es kann also schon mal der Terminkalender für das kommende Wochenende (6. und 7. März) gewälzt werden…

Alle Infos gibt es am Sonntag (28. Februar) ab 7.30 Uhr im Alpaki-Espresso zum Nachlesen… Wer schon länger mit dem Gedanken spielt, ihn endlich mal zu abonnieren, der kann das natürlich gerne noch tun (nicht vergessen, den Bestätigungslink in der Bestätigungsmail zu klicken…).

Und dann schauen wir mal, was auf der nächsten Minsterpräsident:innen-Konferenz für die Zeit nach dem 7. März beschlossen wird…


Hier gibt’s noch ein paar unbedingte Anschautipps (sieht man direkt im Blogbeitrag – mal auf den Titel klicken):

Huch! Jetzt hab ich Schusselchen doch glatt mein einjähriges Jubiläum verpasst. Also ja nee, ich hab schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel. Für die, die es genau wissen wollen: 2034 werde ich 3 Mal so alt wie Lyri dann einen Tag nach mir. Bei guter Pflege können wir beide das durchaus schaffen…

Einjähriges deswegen, weil vor etwa einem Jahr mein erster Webertal-Alpaka-Gastblog erschienen ist. Damals hab ich über mein gehäkeltes Dreiecktuch aus Webertal-Alpaka-Wolle berichtet – erinnert ihr euch noch? Das war der Auftakt zu meinem bisher oberflauschigsten Jahr, da ist einfach mal ein kleiner persönlicher Jahresrückblick angebracht, zumal mein letzter Blog schon ewig her ist. Und Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1000 Worte, also:

Gut gekleidet von Hals bis Fuß: nach Dreiecktuch und Roy-Schal hab ich im Sommer die leichten und farbenfrohen Stolas aus Alpakawolle und Seide im Webertal-Shop für mich entdeckt. Neuestes Projekt sind Spiralsocken – notwendig, weil’s in meiner „Kleine“ keine Freizeitsocken mehr gibt und praktisch, weil ich mich ums Fersestricken drücken kann. Ob die fertig sind, bis diese neuen witzigen Socken von der INNATEX da sind? Den Lyri-Pullover fertigzustellen verschieb ich mal auf den Winter 2020/21. Ich will ja dann auch noch was zu berichten haben…

Ergänzend zum Stricken und Häkeln: Flauschen – nicht weil ich muss, sondern einfach, weil’s mir Spaß macht, die ganze Vielfalt an Vlies zu spüren. Das da oben ist Kalibra. Von wegen, je weicher das Vlies, umso mehr bleibt drin hängen, und umgekehrt. Ich kann jetzt jedenfalls nachvollziehen, dass sich in den fertigen Wollknäul noch Heureste oder Moos finden, denn aus manchem Vlies kann frau einfach nicht alles rausfischen. Und auf der anderen Seite zeigen ja grade diese „Fremdkörper“, dass die Tiere artgerecht gehalten werden.

Gelegenheiten finden sich immer: Backen von süß bis herzhaft mit den Ausstechförmchen – und manchmal werden die auch zweckentfremdet:

Klar: Das Allerschönste sind die Begegnungen mit den Flauschies! Die haben mir sogar zu einer neuen Arbeit verholfen: Ich bin mit dem Bild von 14 Daumen drückenden Alpakis im Kopf so innerlich entspannt und äußerlich strahlend in ein Vorstellungsgespräch gegangen, dass ich eine Stelle in Homburg bekommen habe. Jetzt bin ich also wieder Vollzeit-Saarländerin und nutze viele Gelegenheiten, bei meinen beiden Patenalpakas und all den anderen vorbeizuschauen. Mein erster Spaziergang mit Roy war trotz Regen sehr schön, und im Herbst hat er mir einen ganz lieben Patenbrief geschrieben und etwas aus dem Nähkästchen geplaudert. Aber vor allem die kleine Dreckschnute Amparo hat mein Herz erobert. Die ist schon ne ganz Süße, und ich freu mich immer, wenn sie kurz in meine Richtung kommt und ihr Blick mir sagt: „Schön, dass du mal wieder vorbeischaust. Siehst du, mir geht’s gut hier“. Ob von ihr auch bald Post kommt? Corina hilft ihr bestimmt ein bisschen beim Schreiben, weil sie ja noch so klein ist. Den kleinen Kämpfer Apollo hab ich an seinem letzten Lebenstag noch kennengelernt – ein bestimmter Baum auf dem Weg zum Gehege erinnert mich immer an ihn. Und die drei Neuen von Alpaka Glück haben mich auch schon begrüßt. Wie, von denen wisst ihr noch gar nix? Hättet ihr mal den Alpaki-Espresso abonniert. Ich bin seit der ersten Ausgabe mit dabei und freue mich schon die ganze Woche darauf. Sonntags lange schlafen ist nicht mehr, weil’s normalerweise um 8 Uhr Pling in meinem Postfach macht. Normalerweise…).

Eigentlich gäbs noch viel mehr und ausführlicher zu berichten. Selbst das könnte das direkte Erleben nicht ersetzen. Corina und Martin betonen zwar, dass sie keine tiertherapeutische Ausbildung haben. Ist auch nicht notwendig. Die Alpakis und ihre lieben Besitzer wirken sich auch so äußerst positiv auf die Stimmung aus, ganz nach dem Motto: Ein Alpaki am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen – geht aber auch den Rest vom Tag. Probiert’s mal aus!


Oh, liebe Sigi, als dieser Blogbeitrag heute ins Postfach flatterte, war das aber eine ganz schön große Überraschung. Vielen lieben Dank – fürs Teilen deines ersten Flauschejahres – dafür, dass es dich und deine Begeisterung für die Flauschies und alles was dazu gehört – dafür, dass du mit solch unglaublicher Geduld und Akribie die Vliese der Flauschies flauschst – dafür, dass du so kreativ bäckst (und uns an den Ergebnissen immer wieder teilhaben lässt) – dafür, dass Amparo (und Roy) so eine fantastische Patentante bist und für all die vielen Dinge, die wir jetzt hier nicht aufgezählt haben. Wir freuen uns, dich auch in deinem zweiten Flauschejahr begleiten zu dürfen! Fühl dich ganz arg gedrückt!

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