Logbuch 2.52
Nun hat sich der Tierarzt also unsere Lyri doch noch anschauen müssen. Ihre komische Schwellung war leider doch kein Insektenstich. Wenn wir „Glück“ haben, dann ist es „nur“ eine Ohrenspeicheldrüsenentzündung. Wenn wir Pech haben, dann ist es eine Zyste und unserer Lyri steht eine OP bevor. Jetzt drücken wir also alle mal ganz doll die Daumen, dass wir Glück haben! Wir hoffen, dass das Antibiotika anschlägt und die Schwellung sich davon verabschiedet. Wird’s nicht weniger, dann…
Und schließlich war es wieder einmal an der Zeit, dass uns die Eric-Carle-Schule einen Besuch abstattete… Dieser Besuch ist quasi schon Tradition! Seit 2018 schauen die Kinder jedes Jahr bei uns vorbei und lernen die Flauschs kennen. Irgendwie scheint sich nach Corona aber auch so eine doofe Wettertradition eingeschlichen zu haben… es hat mal wieder geregnet. Davon haben wir uns natürlich nicht den Tag verderben lassen. Die Stuten und ihre Fohlis machten etwas Platz im Stall und dann fühlten wir uns durch unsere Fühlboxkisten und ertasteten das Futter der Alpakas. Ein besonderes Highlight ist natürlich auch immer die Kiste mit dem Vlies der Flauschs.

Jetzt wird’s aber echt mal wieder Zeit, dass die Kids ein tolles Wetter erwischen und wir auch mal wieder die Alpakas auf der Wiese beobachten können. Vielleicht klappt’s ja noch mal im Herbst. Auch hier dürfen fleißig Daumen gedrückt werden!
Logbuch 2.51
Was sind wir froh über unsere schattenspendenden Bäume! Und was sind wir froh, dass durch unser kleines Tal auch immer wieder ein angenehmer Wind durchstreift. Damit ist die Hitze zwar immer noch ganz schön nervig, aber doch auch ein Stück weit ertragbar und auch unsere Gäste können die Flauschs genießen ohne unmittelbar in der knalleprallen Sonne zu stehen… wobei es sich auch nicht immer ganz verhindern lässt.
Zu Gast hatten wir gestern das Saarländische Umweltministerium bei uns. Petra Berg kam mit einer kleiner Gruppe ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen ihrer Sommertour zu uns. Im lauschigen Schatten unsereres großen Apfelbaumes unterhielten wir uns mit Blick auf die Stuten mit Miniflauschs und ihrer Herdenschutzhündin Dunja über ganz schön vieles. Natürlich über Alpakas, aber auch über ihre Herdenschützer sowie den Wolf und allem, was da so dazu gehört. Mit dem Referat für Landwirtschaftliche Erzeugung tauschten wir uns über Kooperationsmöglichkeiten aus. Mal schauen… die erste Idee ist am Gären.
Die Zeit verging auf jeden Fall wie im Flug und schon musste Frau Berg zu ihrem nächsten Termin.

Während Martin und ich uns ins kühle Büro begaben, jagten die Flauschs dem Schatten hinterher und wir drückten die Daumen, dass alle gut durch den heißen Tag kommen. Besonders fies waren nämlich auch die doofen Pferdebremsen unterwegs und stänkerten, was das Zeug hielt.
Als wir am Abend schließlich zur Abendrunde alle Alpakas im Stall durchzählten, begrüßte uns Lyrata mit dicker Backe. Gnarf. Das sah echt ganz schön gruselig aus. Nun hoffen wir, dass das „nur“ ein Stich war und nicht eine Drüse, die ihr zu schaffen macht. Mit einem kalten Handtuch haben wir hoffentlich etwas Linderung bereiten können und nach kurzer Rücksprache mit dem Tierarzt haben wir die Entscheidung über einen Besuch von ihm auf heute vertagt. Da drücken wir mal die Daumen, dass es nix großes Doofes für Lyri wird!

Logbuch 2.50
Wir sind mitten im Ferienprogramm und bekommen ganz schön viel Besuch! Und zwar sehr lieben Besuch. Entsprechend voll sind aber auch die Tage.
Gestern wurde Martin schon wieder von einer sehr neugierigen Kinderschar ausgefragt. So macht Alpakaerklären für uns natürlich am meisten Spaß und es ist unendlich entspannend, wenn ganz schnell verstanden wird, wieso Alpakas keine Kuschel- und Streicheltiere sind.

Im Hintergrund machen wir uns grad ganz schön viele Sorgen. Da ist das Thema Wolf einhergehend, dass wir immer noch in der Luft hängen, was denn nun mit dieser Hundesteuer ist. Gilt, was auf dem Satzungspapier steht oder werden doch irgendwelche an den Haaren herbeigezogenen Urteile und undurchschaubaren Logiken herangezogen? Wir harren bei diesem Thema also weiter der Dinge und werden durch dieses in der Luft hängen beim Ausbau des Herdenschutzes wunderbar ausgebremst… Gnarf. Fakt ist aber, dass der Wolf nun munter durchs Saarland streift.
Und dann ist da noch diese blöde Blauzungenkrankheit, die sich mehr und mehr in Deutschland unter den wiederkäuenden Tieren ausbreitet und in dieser neuen Variante auch vor den Alpakas nicht halt macht. Es gibt Impfstoffe, die vorübergehend auch für Alpakas freigegeben wurden, aber keiner weiß so genau, in welcher Dosierung die Tiere den Stoff vertragen und ob überhaupt Antikörper gebildet werden. Es ist alles unendlich schwammig und die Verantwortung wird von den Behörden und Institutionen auf den behandelnden Tierarzt „übertragen“. So stehen wir gerade etwas hilflos da und hören die Berichte von befreundeten Schäfern und Schäferinnen, deren Tiere innerhalb von Stunden an der Erkrankung, die über eine Minignitze übertragen wird, eingehen. Uffz!
Wer mehr über die Blauzungenkrankheit wissen mag, kann sich gerne bei argrarheute einen ersten Überblick verschaffen. Ansonsten gibt’s in den Regionalzeitungen der Nachbarländern aktuell auch jede Menge Meldungen.
Logbuch 2.49
Hey! Ho! Nach nur sechs Jahren haben wir nun also Hinweisschilder. Vom in unserer Wegbeschreibung beschriebenen Feldweg an, gibt’s nun die Zeichen, wo’s lang geht.
Dabei ist es tatsächlich nicht so, dass wir das so lange vor uns hergeschoben hätten… naja, vielleicht ein klitzekleines bisschen schon… wir haben aber schon lange immer wieder abgewogen, ob wir dauerhafte Schilder aufhängen oder eben nicht und haben uns sehr lange immer wieder dagegen entschieden, weil die Flauschs eben nicht zu sehen sind, wenn wir nicht da sind und weil es – machen wir uns nix vor – eben auch mitunter komische Menschen gibt, die nicht immer das beste für alle im Sinn haben. Da stört dann bisweilen noch nicht mal die aufgehängte Wildkamera.
Nun war aber dann doch einfach der Zeitpunkt, dass wir es wag(t)en.
Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt, wo wir die Schilder anbringen dürfen, hängen sie nun, weisen den Weg und nehmen vielleicht der ein oder dem anderen die Unsicherheit, ob es jetzt wirklich da lang zu den Alpakas geht.


Logbuch 2.48
Heute war es endlich soweit! Unsere Fohlengang bekam endlich ihre Sommerfrisur verpasst. Was haben wir lange nach einem Termin dafür gesucht. Es war tatsächlich die vergangenen Wochen jeden Tag so viel los, dass wir es einfach nicht unterbekommen haben. Ganz schön verrückt gerade. Aber heute war’s soweit und Felisa, Flavia, Fidane, Fosco, Floris, Fausto & Fayola dürfen die kommenden heißen Tage mit ohne dicken Pelz verbringen. Denn die kleinen Flauschmäuse können noch nicht so richtig gut ihre Temperatur regulieren und haben mitunter ganz schön Streß, wenn’s mit den Temperaturen draußen nach oben geht. Einzig Judys Tochter hatte heute noch keinen Friseurtermin. Nach zwei Tagen auf dieser Welt muss das noch nicht sein!
Die sieben anderen Miniflausch haben derweil schon mal ordentlich ihre neue Frisur genossen und pesten nach dem überstandenen Friseurtermin über die Wiese, was das Zeug hält.

Logbuch 2.47
Und huch… da ist schon wieder Donnerstag… und schon wieder mehr passiert als gedacht. Dabei wollte ich doch in aller Ruhe am Montag von unserem kleinen Ausflug am Wochenende zu den Bühlertal-Alpakas berichten. Dahin sind wir nämlich zum „Skirting Kurs“ gefahren und nutzten natürlich auch die Gelegenheit nach den dort lebenden Flauschs zu schauen und dann schwups hatten wir uns tatsächlich verquatscht und waren ganz schön spät wieder daheim. Gut, dass wir die liebe Melli haben, die nach unseren Flauschs geschaut hat und sie dann auch am Abend noch versorgt hatte.

Die Woche startete dann etwas verpeilt… weil halt ganz schön spät daheim, aber doch voller Elan. Clarissa hatte Besuch von Espresso, unser Büro hatte Besuch von Badina. Letztere war zu Trainingszwecken mit daheim, damit ihre Füße mal etwas anderes als Naturboden zu spüren bekamen. Denn vermutlich werden wir nächste Woche mit ihr zum Tierarzt müssen, weil sich die arme Maus von einem (vermutlich) Bremsenstich eine Verkapselung am Fuß zugezogen hat und die sich einfach nicht wieder lösen möchte. Gnarf.

Dienstags waren wir hin und weg. Wir hatten Besuch von einem wirklich grandiosen Kinderbildungsprojekt und wir werden da bei Gelegenheit noch einmal ausführlicher von berichten, weil uns da schon wieder die ein oder andere Idee im Kopf rumgeistert. So viele Fragen haben wir schon lange nicht mehr gestellt bekommen und solch ein umsichtiges Umgehen der Betreuerinnen mit den Kindern war so herzerwärmend Zuversicht spendend. Von den besonderen Alpaka-Mensch-Momenten wollen wir gar nicht anfangen zu schwärmen. Es war einfach nur schön – und da hat der kurz aufkommende Regen überhaupt nichts dran schmälern können.
Joar… und dann kam der Mittwoch und die Hoffnung, dass man ja mal das ein oder andere in die Tasten hauen könnte, wurde von Judy mal eben begraben. Die kiekte am Morgen aber auch schon so… nämlich so, dass ich Martin noch sagte, er solle unbedingt Mittags mal noch nach ihr schauen, weil sie schaut so verstrahlt, wie sie immer schaut, wenn sie ganz stolz ihr Fohlen präsentiert. Nun ja… bis zum Mittag mussten wir nicht warten. Ich wollte mich gerade schon auf meinen mittwöchlichen Einsatz am Buch machen, dachte aber, ach schauste mal noch mal… und siehe da, ich erwischte Judy mitten im Gebären. Verdammt wird sie sich da gedacht haben. Hat sie’s doch nicht in aller Ruhe alleine hinbekommen.
Und dann ging erst einmal ein stummes Quietschen durch den Stall (man soll ja schön ruhig sein, wenn ein kleines Flauschekind auf die Welt kommt)! Denn Judy hat nun endlich, endlich eine kleine Stute auf die Welt gebracht und damit Benvindo, Caruso, Deanston und Esperado mal eben zu großen Brüdern gemacht. Doof sollte der kleinen Flauschemaus also keiner kommen. So viele große Beschützerbrüder hat sonst niemand bei uns. Gnihi.

Und so ist’s schon wieder Donnerstag und so viel passiert und noch gar nicht erwähnt. Wie’s eben immer so läuft.
Für heute Abend schauen wir gespannt unserer Herdenschützer-Veranstaltung entgegen… zumal gestern wohl in Heusweiler ein Wolf aufgetaucht sein soll. (In der Saarbrücker Zeitung wurde darüber berichtet.)
Logbuch 2.46
Es war ein wenig ruhiger und irgendwie dann auch schon wieder nicht. Irgendwas ist ja immer und die Tage huscheln immer im Schnelldurchlauf vorüber.
Die Flauschs genießen aber derweil mal ganz wunderflauschig ihren Sommer… auch wenn es da am Montag eine ordentliche Husche dazwischen gab, die ich dann einfach mal im Zelt der Herren gemeinsam mit Herdenschutzhündin Badina kuschelnd verbracht habe. Die Alternative wäre pitschepatschenass auf den ca. 20 Meter in unsere Halle geworden zu sein oder irgendwie so… na, auf jeden Fall bin ich nicht gerannt, sondern hab gewartet und Badinchen und ich hatten’s echt schön und gemütlich und die Herren schnurpselten um uns herum. Nur die Sache mit den Blitzen und dem Gedonner… die hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen.
Am Dienstag starteten wir in die Decksaison und Chari durfte sich auf ein Stelldichein mit unserem Espresso freuen. Schauen wir mal, ob’s geklappt hat. Am Nachmittag haben wir uns – wie im letzten Beitrag auch angekündigt – auf den Weg nach Saarbrücken gemacht und waren ein Teil der kleinen Kundgebung zum Wahldebakel um den Bezirksbürgermeister in Saarbrücken-West. Das wird noch ganz schön spannend, wie und was da so abgegangen ist und wie es ausgehen wird.

Der Mittwoch brachte die letzte Yogastunde für dieses Jahr… oh und Mineralfutter. Das war nämlich kurz vorm Ausgehen, weil der LKW letzte Woche nicht fahren konnte. Es ist schon echt ein gutes Gefühl, wenn der Futterspeicher wieder voll ist… und es ist schon echt ganz schön aufregend, wenn so ein Sattelzug hier eintrudelt.

Judy treibt die Spannung um ihre Schwangerschaft in ungeahnte Höhen… wobei es eher die Hitze ist, die das tut. Sie hatte heute echt ganz schön zu kämpfen und schnaufte was das Zeug hielt (wobei man dann aber auch bei 30°C auch noch mit den anderen Mädels auf die Wiese rennen kann). Zwischendurch zog sie sich immer mal wieder in den Stall zurück und weil wir ja nun wissen, dass sie nicht so auf Zuschauer steht, bin ich natürlich nicht gucken gegangen… und weiß bis jetzt nicht, ob es ein Gefühl des Bedauerns oder der Erleichterung war, wenn sie mit dickem Bauch und ohne Minialpaki an der Seite wieder aus dem Stall zurück auf die Wiese trottete.
Wie auch immer hat sie eigentlich noch Zeit, wäre jetzt aber auch in einem Zeitfenster, wo so eine Geburt durchaus unkompliziert ablaufen könnte. Schauen wir mal, wie sie’s so handhaben wird.

Logbuch 2.45
Was für zwei Wochen. Ächz. Naja… nicht nur… es ist unendlich viel schönes, aber auch einiges doofes passiert… wobei das doofe überwiegend da draußen in der Welt passiert und dann mit Auswirkungen ins Alpakaparadies nicht selten warten lässt.
Jetzt schauen wir mal, was ich ggf. die kommenden Tage noch etwas ausführlicher getippt bekomme. (Wir machen uns mal alle keine allzu große Hoffnung, weil wir wissen ja alle, wie es so läuft. Gnarf!) Hier ein kleiner Schnelldurchlauf:
Wir hatten einmal Yoga, dass wir mal wieder wetterbedingt absagen mussten und einmal Yoga, dass wir tatsächlich stattfinden lassen durften. Und es war sehr toll und auch sehr besonders. Danke an alle, die sich auf den Weg gemacht haben und uns und dem Wetter vertraut haben. Nächste Woche, am 17. Juli haben wir übrigens noch einen spontanen Zusatztermin. Wer mag, meldet sich gerne noch. Hier findet ihr alle Infos.
Wir hatten eine ganz wundervolle Begegnung und natürlich auch Lesung mit Nora Hespers. Der Weg dahin war recht holprig (doofe Entwicklungen in der Gesellschaft, unglückliches Zusammenspiel mit der Fußball-EM und natürlich die Wetterbibberei), aber das Ergebnis war ein sehr schönes. Vor allem auch die Zeit, in der wir Nora und Nora auch die Flauschs etwas näher kennenlernen durften. Es war in all der Hektik für alle Seiten doch auch eine kleine Alltagsauszeit mit viel Lachen, Freuen und Mutmachmomenten. Zur Lesung gab’s da bei Instagram auch schon einen ganz spontanen kleinen Post.
Kamilla beschloss dann am 9. Juli, dass der Bauch jetzt lange dick genug war und entließ eine kleine Stute in die Welt. Wie schon vergangenes Jahr mit Early M begrüßte sie auch dieses Jahr Martin am Morgen mit dem kleinen Fratz. Den Start hat sie ganz gut bewältigt… nur beim Milchtrinken mussten wir Mama und Tochter dann die ersten Tage etwas helfen. Soooo nervös hatten wir Kamilla bisher noch nicht erlebt. Eieiei. Einen Namen hat die kleine Maus sehr spontan aus den Namensvorschlägen der Gruppe, die uns an diesem Tag besuchte erhalten: Fayola.
Über die letzte Woche verteilt puzzelten wir übrigens auch wieder unsere Herden auseinander und neu zusammen. Early M und Eritaya wohnen jetzt wieder bei den Stuten. Dante und Duncton haben bei den Junghengsten fleißig rumgestänkert und sind zu den alten Hengsten umgezogen (und haben sich da eigentlich ganz gut eingefunden, auch wenn die Sehnsucht nach den alten Kumpels noch sehr groß ist). Esperado, Emerick und Elmo sind mit Edi zu den übrigen Junghengsten Dexter und Deanston sowie Ringo umgezogen. Und die Hengste sind alle zusammen jetzt wieder in ihrem Sommerquatier untergebracht, wo bis dahin ja die Miniminis mit Edi wohnten. Das bedeutete dann auch für Badina eine größere Umstellung. Die zog mit den alten Hengsten mit und versucht sich jetzt im neuen Paddock zurecht zu finden. Das macht sie aber auch ganz toll und ist am zweiten Tag schon sehr viel entspannter gewesen.
Dazwischen gab’s jede Menge schöne Alpakabegegnungen mit lieben Menschen und den leidigen Kampf mit der Umsatzsteuervoranmeldung und der Einkommenssteuererklärung. Yeah! Naja und immer wieder dieses leidige Thema mit diesem vermaledeiten Rechtsruck in unserem Land. Es ist wirklich nicht mehr schön. Schön war aber unser Ausflug auf das Kein Bock auf Nazis Festival in Kusel (nächstes Jahr dann wieder).
Und weil sich die Demokratie offensichtlich nicht von selbst erhält (siehe diese dämliche Bezirksbürgermeisterwahl in Saarbrücken), werden wir am Dienstag auf der Kundgebung Niemals mit der AfD – Gegen die bröckelnde Brandmauer der CDU (Instagram-Link) mit dabei sein. Sehen wir uns um 17 Uhr da?
Logbuch 2.44
Rums. Schon wieder so viel in so kurzer Zeit passiert und die vergangene Woche ist vorübergerast. Da schrieb ich am Montagmorgen noch vom sonntäglichen Beginn der Heuernte und dem nun folgenden Plan und bis zum Mittag war der schon wieder komplett über den Haufen geworfen und das Wetter war uns tatsächlich hold, dass wir nun das komplette Heu für dieses Jahr einfahren konnten. Wer uns auf unserem WhatsApp-Kanal sowie Instagram/Facebook folgt, konnte es ja gut mitverfolgen. Als der letzte Ballen am Donnerstagabend in der Halle war, war die Freude und Erleichterung groß – wohlwissend, dass viele nicht so viel Glück wie wir hatten.
Aber so richtig Zeit zum Luftholen blieb gar nicht: Unsere Grace bekam noch eine Euterentzündung. Vorbereitungen zum Tierschutz-Sommerfest in Saarbrücken, bei dem wir in diesem Jahr nicht nur in der Tombola vertreten waren, liefen. Letzte Anmeldungen für unsere nächste Yoga-Veranstaltungen trudelten ein und damit einhergehend begann dann auch wieder das Bibbern, ob das Wetter mitmachen wird. Und weil wir dann so am Wetterbibbern waren und sind, blicken wir natürlich auch auf unsere Lesung mit Nora am Freitag. Diese findet jetzt zeitgleich mit dem Deutschland-Viertelfinal-Spiel statt und hat es in der Gunst der Besucherinnen und Besucher gerade gar nicht einfach. Also… wer kein Bock auf Fußball und kein Bock auf Nazis hat… wir hätten da die perfekte Veranstaltungsalternative und noch ein paar Tickets zu vergeben. Und als ich mich dann am Samstagabend endlich zum Wochenrückblick an die Tastatur setzen wollte, ging das große Unwetter los. Es zogen Blitz und Donner über uns… und weil wir ja nun schon Blitzschlaggeschädigt waren und uns diverse bürokratische Abgabetermine im Nacken sitzen, die gerade null Ausfall an Technik verkraften, machten wir kurzerhand alle Elektrik aus und beschlossen offline und ohne Technik gibt’s immernoch genug ToDos auf der langen Liste, weswegen dann der sonntägliche Alpaki-Espresso etwas karg ausfiel.
Und wie die vergangene Woche endete, begann die neue Woche gleich. Gasthündin Badina begrüßte uns am Montag mit einem dicken Knubbel am Fuß. Der wollte natürlich untersucht werden. So richtig behandeln ließ sich da erst einmal nicht. Gut ist, dass der Knubbel an einer Stelle sitzt, wo er Badina nicht beim Laufen beeinträchtigt. Schauen wir mal, was heute der Tierarzt dazu sagt, der eh auch wegen Grace vorbeikommen muss. Hoffen wir mal, dass wir das ohne OP in den Griff bekommen können.
Zwischen all den geplanten und ungeplanten Alltagsdingen, gibt’s natürlich auch noch eure Anfragen. Die brauchen nach wie vor länger und wir tun unser bestes alles abzuarbeiten, was leider nicht immer zeitnah gelingt.
Logbuch 2.43
Der Heukrimi hat begonnen – naja… eigentlich läuft der schon seit Wochen! Wir schauten in die Wetterberichte und stöhnten immer mehr. Es wollte und wollte keine längere Trockenperiode geben. Irgendwann gab’s mal eine, wo man sich hinterher ärgern konnte, dass man nicht Heu gemacht hat, aber vorher war die einfach in keinem Wetterbericht abzusehen. Es war und es ist zum Mäusemelken.
Am Samstag philosophierten Martin und die „Heumacher“ unseres Vertrauens lange, was sie tun sollten. Denn bis zum Sonntagmittag war immer noch nicht so richtig klar, wird die Zeit reichen, dass das Gras ausreichend trocknet oder eben nicht. Der eine Wetterbericht sagte ab Mittwoch wieder schlechtes Wetter, der andere erst ab Donnerstag. Seit gestern Abend sind sich alle auf dem Papier einig, dass es erst zum Wochenende regnen soll… wenn man ins Regenradar geht, aber doch schon am Freitagvormittag.
Und so beschlossen wir: Wir machen die Hälfte der Fläche. Sollte es früher Regen geben, haben wir die Option auf Heulage, sollte es doch trocken bleiben, haben wir einen ersten Teil Heu. Toll wird es nicht, weil schon viel zu alt und die zweite Hälfte dann noch sehr viel älter werden wird, aber immerhin doch etwas zum Kauen für die Flauschs im Winter.
Futtermäßig ist es also gerade ein Wechselbad der Gefühle.
