Logbuch 4.6
Wieder da also. Auch wenn der Anlass ein trauriger war, war’s dennoch schön, die Familie und Freunde wieder gesehen zu haben und noch einmal gemeinsame Erinnerungen an die Oma aufleben zu lassen. Schließlich ist sie auch eng mit den Flauschs verwoben, weil sie von Anfang an unsere Rika ins Herz geschlossen hat und „ihre“ Rika sowohl immer mit einer Patenschaft unterstützt und auch bei aller Besuchserschwernis besucht hat. Wie sie mit Rika unterwegs war und bei ihr kreuzworträtselnd im Stall saß, wird im Herzen bleiben.
Wenn Martin dann am Sonntag vom Seminar zurückkommt, kehrt dann vielleicht so langsam der von Haus aus auch nicht wenig belebte Alltag und die Jahresroutine wieder ein, wobei wir letztere auch gleich wieder durchbrechen. Denn seit Jahren werden wir dieses Jahr das erste Mal nicht nach Hofheim zur Innatex fahren. Irgendwie ist’s komisch, weil’s schon immer eine schöne Gelegenheit für flauschiges Entdecken und Begegnen war (und hoffentlich wieder sein wird!). Aber es war jetzt doch einfach zu viel los. So werden wir die diesjährige Herbstvorbestellung komplett am Monitor entscheiden und planen. D.h. übrigens auch wieder für euch, dass ihr ebenfalls vorbestellen könnt. Wer also für den Herbst irgendwelche flauschigen Sachen im Kopf und Herzen hat und ganz sicher gehen möchte, dass die dann auch wirklich da sind, kann gerne Bescheid geben und schon in Wunschgröße und -farbe bis zum 15. Februar vorbestellen.
Apu Kuntur, einer unserer Hauptlieferanten, hat da auch wieder einen Vorschaukatalog entwickelt mit vielen flauschigen Neuheiten, in dem man schon mal lunschen kann… und natürlich kann man sich auch noch mal durch den aktuellen Blätterkatalog blättern und inspirieren lassen.
Logbuch 4.5
Nun geht also die heiße Phase der Woche los. Während Martin die Flauschs versorgt und aufpasst, dass die Hundedamen nicht wieder Blödsinn anstellen und Don Silver weiterhin im Handling trainiert (die dicke Backe soll ja dünner werden!), tingel ich im Zug durch halb Deutschland und habe etwas Zeit… um mich um Medikamentennachschub zu kümmern oder uns unabhängiger von amerikanischen BigTechs zu machen. So ist unsere Alpakas gegen rechts – Playlist jetzt zur europäischen Streamingalternative Deezer gewandert und wird bei Spo*ify verschwinden! Man sitzt ja im Zug und sowohl die Netz- als auch die Steckdosenausstattung in den Zügen war gar nicht so verkehrt.
Benvindo scheint irgendwie schon mal für die Fasnet zu üben… und weil Nase rot anmalen nicht klappt, hat er sich füt matschbraun entschieden. Sieht ja schon witzig aus.

Logbuch 4.4
Ach, was für’ne Woche.
Die Sache mit Espresso geht uns seeehr nah. Der Reflex am Abend sein Futter zu mixen oder daran zu denken, ob man’s auch wirklich dabei hat, wird wohl noch sehr lange anhalten. Mal erinnerte Martin mich daran, dass wir das noch brauchen, mal fragte ich ihn, ob er’s dabei hat. Die Knuffelnase fehlt verdammt und es wird noch lange dauern, bis die Futterroutine aus uns raus sein wird. Aber die anderen Flauschs lenken uns ordentlich ab und das Wetter setzt auch alles daran, dass wir in ein nicht zu großes Loch fallen.
Badinas und Nishas Wunden heilen. Der Wintertaurausch von Donnerstag auf Freitag brachte einen umgestürtzen Baum in den Zaun und viel Wasser in die Abflussbäche, dass viel Blätter und Geröll mitriss. Da war also ein bisschen für spontane Zusatzarbeit gesorgt. Nicht, dass wir danach gefragt hätten…
Gestern beschloss dann auch noch Don Silver uns diesbezüglich noch gut unter die Arme zu greifen und begrüßte mich am Vormittag mit einer dicken Backe. Nachdem Mitte Dezember schon Herki damit beschäftigt war, dachte sich Don Silver wohl, die Menschen sind da jetzt eh im Training. Woran er nicht dachte war, dass er ja eigentlich gar nicht so das entspannte Alpaka ist. Nun denn… bekommt er jetzt also Handlingstraining.
Und sonst? Trotzen wir dem Wetter und haben unsere Winterroutine optimiert. Martins neu gebauten Thermoeimer funktionieren bei den tiefen Temperaturen prima. Die können wir ja jetzt noch ein bisschen länger gut gebrauchen. Also die Thermoeimer. Auf die tiefen Temperaturen könnten wir eigentlich ganz gut verzichten. Gut, dass wir an der Quelle der warmen Klamotten sitzen und immer ganz gut mit warmen Socken ausgestattet sind.

Die kommende Woche wird dann noch mal eine gehörige Herausforderung. Ab Mittwoch werde ich zur Beerdigung meiner Oma unterwegs sein. Am Freitag macht sich Martin auf den Weg zu einem Seminar. Wir geben uns noch nicht mal die Klinke in die Hand und werden uns dann erst am Sonntagabend – vermutlich völlig knülle – wieder in die Arme fallen dürfen.
Drücken wir mal die Daumen, dass das alles gut geht.
Lebe wohl, Knuffelnase!
Dass es nun so schnell gehen würde, hätten wir nicht gedacht.
Als ich am 2. Januar über unser Sorgenkind Espresso berichtete, war er natürlich nicht erst seit diesem Tag unser Sorgenkind. Wir beobachteten den alten „Mann“ schon seit Wochen voller Sorge und ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, als Martin und ich uns kurz vor Weihnachten anschauten und wir uns beide eingestanden, dass der Tag, an dem wir ihn gehen lassen scheinbar nicht mehr so weit sein wird und wir uns schon mal wappnen sollten. Die Hoffnung war aber schon, dass wir ihn noch über den Winter bekommen und er noch einmal auf der grünen Wiese in aller Gemütlichkeit schnurpseln könnte.
Aber dann baute er doch noch sehr viel schneller ab. Man konnte ihm förmlich beim Pfunde purzeln zusehen und mit jedem Tag fiel im das Aufstehen und Hinsetzen schwerer. Als wir am Sonntag wegen der zwei Sturköpfe Badina und Nisha den Tierarzt da hatten, haben wir auch mit ihm noch mal im Stall gestanden, ihn untersucht und ihn beobachtet und es war klar, wenn er nicht mehr Futter zu sich nehmen würde, dann würde er das nicht mehr lange mitmachen. Der Versuch ihm noch mehr Extrarationen an Futter zukommen zu lassen, scheiterte kläglich. Vielleicht war das auch für ihn der Moment, in dem er beschloss, es ist gut. Er stand kaum noch auf und futterte sein Heu zum Schluss nur noch im Sitzen. Während er letzte Woche noch mit der Herde rauskam, wenn wir mit dem Futter kamen, blieb er dann am Montag und Dienstag immer sitzen und wartete ab, was nun passieren würde. Und so kämpften auch wir unseren letzten Kampf und entschieden am Dienstag, dass es an der Zeit ist, ihn in Würde gehen zu lassen und ihn dabei zu begleiten.
Was uns extrem zu Herzen geht und uns bei aller Traurigkeit ein Lächeln ins Gesicht zaubert, war der Umgang der Herde mit ihm und umgekehrt. In den vergangenen Tagen waren alle immer irgendwie um ihn herum. Er saß nie allein, es leistete ihm immer mindestens einer der anderen Hengste Gesellschaft und auch die Hunde waren immer bei ihm. So gaben wohl alle noch mal zurück, was Espresso ihnen in den vergangenen Jahren gegeben hatte: Ruhe und Sicherheit. Er war unser Fels in der Brandung. Unser „aggressiver“ Ruhepol, der in den vergangen viereinhalb Jahren noch einmal richtig Alpaka sein durfte. Denn bevor wir ihn zu uns holten, stand er lange allein, weil er angeblich aggressiv wäre. Ja, er wusste, wer er war und hat sich die Butter nicht vom Brot holen lassen, aber er war so ein lieber und ausgeglichener Kerl. Er wusste die Gesellschaft der anderen zu schätzen, konnte sich aber auch mal zurückziehen und die Ruhe genießen. Die anderen Flauschs – und das gilt sowohl für die mit dem langen als auch mit dem kurzen Hals – wussten, bei ihm ist man gut aufgehoben. Wenn man ihn stänkert, gibt’s was auf den Deckel, wenn man ihn respektiert, bekommt man gute Gesellschaft.

Er wird so fehlen! Das Flausch mit den schnuffigen Löckchen und der süßen Knuffelnase, die er sich immer so herrlich mit seinem Heucobsstaub besuddelt hat, wenn er mit viel Freude und Enthusiasmus seine Extraportion Futter mümmelte, weil er die brauchte, weil er keine Schneidezähne mehr hatte und nicht so wie die anderen das Gras und Heu aufmehmen konnte.
Lebe wohl du Lieber!
Maus oder Hormone? Das ist die große Hundefrage.
Irgendwie hatten wir unseren Sonntag anders geplant. Eigentlich dachten wir, wir könnten uns am Nachmittag zwei Flauschs schnappen und gemütlich durch den weißen Winterwald stapfen. Wenn es denn schon mal so knackig kalt und schneeig ist. Aber es sollte ganz anders kommen und uns am Mittag zwei mit Blut besudelte Hundedamen humpelnd aber irgendwie doch freudig entgegenlaufen.
Ächz. Badina und Nisha hatten sich irgendwie in die Wolle bekommen und so richtig werden wir es wohl nie rekonstruiert bekommen, was da passiert ist. Das irgendwie freudige auf uns zukommen sprach so gar nicht fürs in die Wolle bekommen und wie beide gegenseitig miteinander umgingen auch nicht. Aber es muss wohl eins zum anderen geführt haben. Wir vermuten das Zusamenspielen mehrerer Faktoren.
Kurz vor Jahresende packten wir die beiden Damen fürs Silvester-Hunde-Tetris zusammen, damit sie gemeinsam gut durch die Nacht kommen können und vorab noch mal Zeit zum Zusammenwachsen hätten. Das funktionierte prima. Die zwei waren ein Herz und eine Seele und spielten in den vergangenen Tagen sooooo wundervoll harmonisch zusammen, dass uns dieser Crash so überhaupt gar nicht in den Sinn kam.
Also vermuten wir, dass da am Sonntag eine Maus in die Quere kam und die zwei zu einem Ressourcenkampf animierte… und da trafen dann zwei extrem dicke Sturköpfe aufeinander, wo der eine Sturkopf dem anderen keinen Millimeter Land überlassen wollte. Also klemmte es. (Dass es ordentlich klemmen kann, wenn der eine Hund dem anderen einen Nager präsentiert, konnte ich letztes Jahr zwischen den beiden überhaupt gar nicht sturköpfigen Ekko und Robbi live miterleben und entsprechend auch live unterbinden.)
Als das geklärt war, war man dann aber auch in der Lage, sich gegenseitig die Wunden zu lecken und eben freudig humpelnd den Menschen entgegen zu laufen… Yeah! Da Nishas Beinwunden echt nicht ohne waren, war dann doch mal noch der Tierarzt da und wir klammerten mal lieber vorsorglich. Eieiei. Bei Badina gab’s ein paar Spuren im Gesicht und Ratzer an der Pfote. Den restlichen Sonntag verbrachten die beiden Damen vorsichtig und bedächtig miteinander. Nur, um dann gestern doch noch mal aneinander zu geraten… und da vermuten wir nun die Hormone gepaart mit Wundheilungserscheinungen. Denn Nisha wird demnächst ganz imaginär ihre ersten Welpen nach ihrer ersten Scheinträchtigkeit „auf die Welt bringen“ und Badina könnte so kurz vor der nächsten Läufigkeit stehen. Beides keine einfachen Phasen. Große Freude also hier bei den Menschen. NICHT!
Nun kieken wir also, dass die zwei ihre Wundheilung gut durchbekommen und wir Nishas Scheinträchtigkeit gut beendet und Badinas vermutlich bald startende Läufigkeit gut gestartet bekommen. Es ist also mal wieder nicht langweilig bei uns.
Bloß gut geht Nisha gerade (noch?) nicht an ihre Klammern und ist friedlich mit Ekko unterwegs.

Logbuch 4.3
Na, das Jahr geht doch toll los. Alte weiße Männer haben nur drei Tage gebraucht, um die Welt ins Chaos zu stürzen… okay, das machen sie schon länger. Es wird halt von Tag zu Tag schlimmer. Leider haben wir da auch so ein Exemplar an der Spitze sitzen und mit dem müssen wir da nun also durch. Es wird also demnächst garantiert nichts wirklich flauschiger. Aber auch das wissen wir ja nicht erst seit gestern. Puh!
Erfreuen wir uns derweil ein klitzekleines bisschen an der gestrigen Schneeschnabberschnutenparade. Die Hengste haben sich mächtig ins Zeug gelegt und konnten sehr ausführlich ihrem Lieblingswinterhobby frönen: Schnee schnabbern.

Fosco, Edi, Ringo und Calypso haben sich vor die Kamera getraut und zeigen ihre Schneeschnabberschnute. Da drüben bei Instagram und auch bei Mastodon könnt ihr abstimmen und Diskutieren, welche Schneeschnabberschnute (was für ein tolles Wort) die schönste ist.
Und bei der Gelegenheit könnte ich ja gleich mal noch auf den heute erstmals stattfindenden Di.Day, den Digital Independence Day (oder auch den Digitalen Unabhängigkeitstag) hinweisen, den Marc Uwe Kling im Dezember beim 39. Chaos Communication Congress ausgerufen hatte und der jetzt in meinen Augen wichtiger denn je wird. Wir bemühen uns ja schon länger auf Alternativen zu den großen Big Techs unterwegs zu sein und fühlen uns z.B. bei Mastodon als Social Media Alternative sehr wohl und mit Signal als Messenger sehr viel flauschiger. Bei letzterem gibt’s ebenfalls schon länger unsere flauschige Signalgruppe. Aber wer uns schon länger folgt, weiß das ja schon längst.
Wer sich noch etwas schlauer über den Di.Day machen möchte, findet in Marc Uwe Klings Redemitschnitt vom Congress via YouTube einen humorvollen Grundriss der Idee und auf der Di.Day-Seite viele Hinweise und Anregungen.
Heute wäre ein sehr guter Tag zum Anfangen!
Logbuch 4.2
Die Monotonie der Bürokratie hat zumindest mich fest im Griff. Jahres- und Buchhaltungsendgedöns steht bei mir auf der ToDo-Liste und macht mitunter ganz schön matsche im Kopf. Vor allem, weil durch den echt zugepackten Dezember sehr viel liegen geblieben war. Parallel versuche ich nun im Alpakabüro den Totalumstieg auf Linux zu vollziehen, weil dieses Windows ja meint, dass unser Rechner für aktuelle Windowse zu alt sei und sowieso und überhaupt. Mitunter stoße ich an Grenzen und dann muss irgendwie eine Lösung gefunden werden. Langweilig ist also gerade mal wieder nicht. Außerdem stehen da natürlich noch die diversen Aktualisierungen für euch auf der großen Jahresanfangsliste. Schließlich will ja der ein oder die andere wissen, was wann wie wo bei uns passiert.
Martin ist derweil bei den Flauschs am Wuseln und schaut zu, dass die die nächsten Tage gut durch die dauerhaft tiefen Temperaturen kommen. Vor allem auch was die Verpflegung an Wasser betrifft. Da kommen wir dann eben auch immer wieder an die Grenzen, weil’s bei den Flauschs kein Wasser aus der Leitung oder den Strom für Dauerheizungseinrichtungen gibt. So bleiben wir kreativ. Mal kieken, ob Martin seine Wassereimerlösung heute fertig gestellt bekommt. Drum herum gibt’s ja auch sonst noch ein paar Termine.
Und die Flauschs? Die lassen sich von all unserem Wuselgedöns nicht beeindrucken. Das sitzt man quasi aus… oder man futtert’s aus… jedes Flausch so wie es mag:

Hier hat Rika beschlossen, sie sitzt da. Quer vorm Futtergang und sie lässt sich vom Futterwunsch der anderen einfach nicht beeindrucken. Die anderen kennen das aber schon und lassen sich dann auch nicht von Rikas Sitzwunsch beeindrucken… und so machen alle das, was sie wollen: Futtern und sitzen – oder wir nennen es einfach Flauschmonie.
Logbuch 4.1
Da sind wir also im neuen Jahr gelandet. Bis auf Ekko haben die Hunde den Jahreswechsel auch gut überstanden. Ekko ist mit der Welt fertig und ist dankbar für seine Hundebox-Zeiten, in denen er seinen Kopf abstellen kann und die Knallerei Knallerei sein lassen kann. Es ist echt eine Qual seine Sorgen mit ansehen zu müssen. Also hoffen wir, dass es ab heute endlich wieder ruhiger wird. Schlimmer noch als die heftigen 30 Minuten um Mitternacht sind die nicht einschätzbaren Böller, die über die Tage verteilt noch losgelassen werden.

Badina und Nisha hatten Ekko in der Silvesternacht Gesellschaft geleistet und das hat ihm, glauben wir, ganz gut getan. Dunja und Gladys haben Silvester abgeschottet bei den Stuten verbracht und Robbi mit Ronda bei den Junghengsten. Unser Menschen-Silvester sah dann so aus, dass wir uns kurz vor Mitternacht auf die zwei Außentrupps verteilten und Sorgen vereitelten. So saß Martin bei Dunja und Gladys und hat Dunjas aufkommenden Sorgenanfall vereitelt, während ich gemeinsam mit Robbi und Ronda im Heu saß und dort als Anlehnort und Sorgenstopp zur Verfügung stand und die beiden haben das Angebot auch sehr gerne in Anspruch genommen. So also haben wir denn den Wechsel ins neue Jahr mit nicht ganz so viel Panik und reingesteigertes Hundegebell verbracht.
Die Hengsties haben das neue Jahr mit symmetrischen Formationssitzen eingeleitet. Ikarus, Lucky und Roy gaben alles um meinen inneren Symmetriehorst glücklich zu machen. Hachz!
Und wenn ich mir das jetzt so überlege, wäre „symmetrisches Formationssitzen“ eigentlich fast eine eigene Kategorie wert. Sie (also die Alpakas im Allgemeinen) üben sich immer mal wieder darin… na mal kieken, ob’s da dieses Jahr mehr davon gibt.

Unser aktuelles Sorgenkind ist Espresso. Er baut gerade rapide ab und die niedrigen Temperaturen machen ihm ordentlich zu schaffen. Seine Extraportionen Futter nimmt er mal an und mal nicht. Die Knochen scheinen ihm mächtig zu schmerzen. Der alte Mann wird nun so richtig alt und wir geben unser bestes um ihn zu unterstützen, aber es hilft nicht immer. Die kommenden Tage bereiten uns echt große Sorgen. Die Dauertieftemperaturen auch über Tag werden kein Zuckerschlecken für Espresso werden und Martin grübelt schon fleißig, wie und wo wir ihn ggf. besser unterbringen können.

Und sonst? Ihr habt es schon gemerkt: Das Logbuch geht in die vierte Runde… und wir werden sehen, wie regelmäßig unregelmäßig ich dazu kommen werde, euch hier auf dem Laufenden zu halten. Nutzt noch die anderen Kanäle, um ggf. das ein oder andere zusätzlich mitzubekommen. Allen voran Mastodon oder unsere Signal-Gruppe.
2025 – Ein Rückblick
Nun haben wir’s geschafft. Uffz!
Bei allen tollen Momenten und mit all den wundervollen Menschen, die uns dieses Jahr begleitet haben, haben wir in diesem Jahr viel gekämpft. Mit außeren und inneren Umständen. Mit Maschinen und mit Menschen. Es war sehr viel und es gab kaum Ruhe. Es wird wohl genauso weitergehen im kommenden Jahr… jetzt schauen wir aber erst einmal auf 2025 zurück.
In 12 Fotos gibt’s einen kleinen (sehr unvollständigen) Rückblick!
Januar
Es ging tatsächlich ruhig und sehr sonnig los. Wir haben viel mit den Hunden unternommen und dann waren wir sehr spontan mit dabei in Ottweiler eine Gegendemo zum FCKAFD-Empfang zu oganisieren. Wir sollten in diesem Jahr noch auf sehr vielen Demos unterwegs sein und bleiben dabei klare Kante gegen Faschismus, Populismus und antidemokratische Kräfte zu zeigen! Leider wurden es ja nicht weniger im Verlauf des Jahres.

Auch an und in unserer Flauschbox zeigen wir Nazis und ihren Anhängern den Stinkefinger! Es bleibt dabei: Alle Gewinne aus den Verkäufen unserer Kategorie Alpakas gegen rechts spenden wir an Initiativen, die sich für mehr Demokratie und gegen Rechtsextremismus einsetzen!
Februar
Der Jahresanfang brachte ein paar Neuankömmlinge. Noch Ende Januar zog Gasthündin Nisha bei den Hengsten ein. (Man war die mittlerweile größte Hündin mal klein gewesen. Verrückt.) Anfang Februar fuhr Martin nach Österreich und holte dort Ikarus & Goldi zu uns.

Mit dieser Entscheidung taten wir uns nicht leicht und grübeln auch am Ende des Jahres noch kräftig, ob es die richtige war. Denn mitten im Entscheidungsprozess für die beiden, die unsere Zucht weiter voranbringen sollen, kam in Brandenburg die Maul- und Klauenseuche zum Ausbruch und sorgte für mächtig viel Wirbel und viel Wirbel sollte im Laufe des Jahres immer mal wieder aufkommen, wenn es ums Seuchengeschehen in der Tierwelt ging. Nicht immer waren die Wiederkäuer betroffen, aber immer wieder stellte sich die Frage, wie sich das Seuchengeschehen allgemein wohl so weiterentwickeln wird mit den immer wieder aufkommenden Wetterextremen… aber nicht nur dieser Aspekt spielt ins Grübeln rein… der gesellschaftlich-politische hat in der Tat gerade einen sehr viel größeren Grübelanteil.
Wie auch immer es so weitergehen wird: Ikarus & Goldi haben sich in ihren Herden jeweils super eingelebt und wenn alles gut geht, werden wir wohl im kommenden Jahr auch Ikarus ersten Nachwuchs bei uns begrüßen dürfen.
März

Eins der wenigen Fotos von Martin und mir… weil es uns irgendwie nicht so wirklich vor Kameras zieht… Es entstand für meine Oma, die im März ins Hospiz kam, weil sich nach einem Heimunfall herausstellte, dass sie Krebs in sehr fortgeschrittenen Stadium hatte und ihr Arzt sich dafür einsetzte, dass sie einen Platz bekam. Leider starb sie für unser „Gesundheitssystem“ zu langsam. Denn in ihrer neuen Umgebung begann sie erst einmal aufzublühen. So sollte ihr noch eine Umzugsodyssee in ein Pflegeheim bevorstehen und letztlich starb sie kurz vor Weihnachten im Krankenhaus, was sie eigentlich nie wollte. Es ist so krank unser System und könnte so gut funktionieren… aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Normal gibt’s im März viel Arbeit auf den Wiesen und im Gelände, damit’s viel Futter für die Flauschs geben kann. Der Mist wird ausgefahren, die Wiesen werden geschleppt und so manches mehr. Für die Alpakas ist’s eine ruhige Zeit. Für uns Menschen eine ganz schön aufregende… denn das Wetter muss natürlich mitspielen, um überhaupt auf die Wiesen fahren zu können.
Tja… es hatte mitgespielt, das Wetter. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß schon was kommt… Unser Miststreuer hat kurz vor Ende des Mistfahrens den Geist aufgegeben. Was für ein großer Mist! Für den Herbst konnten wir dann unsere Lieblingslohnunternehmer zum Mistfahren aktivieren, aber fürs nächste Jahr werden wir noch eine Lösung finden müssen.
April
Es ging mal wieder nach Finkenrech… und mal wieder mit Badina. Die hatten wir ja im Herbst 2024 verletztungsbedingt auf sämtlichen Herbstmärkten mit Alpakas mit dabei und haben festgestellt, den Flauschs tut’s gut, wenn sie einen Herdenschützer mit dabei haben. Außerdem tut’s unser recht scheuen Badina gut, wenn sie mal aus ihrer Komfortzone rauskommt. Dass sie in diesem Jahr schon wieder verletzt war, war eigentlich nicht eingeplant, aber kurz vor Finkenrech musste sie unbedingt mit ihrer Schwester Ronda aneinander geraten.

Eigentlich war ja der Plan für April, dass wir schon die ersten Alpakas geschoren hätten, aber da machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. In diesem Frühjahr wollten die Nächte noch sehr lange nicht wärmer werden.
Mai
Was waren wir aus dem Häuschen im Mai. Es sollten in diesem Jahr tatsächlich Schwalben bei uns einziehen. Es war ein ganz schönes Abenteuer.

Im Stutenstall hatten wir bereits im letzten Jahr Nisthilfen aufgehangen, aber schöner schien es für die Schwalben wohl im Sommerquartier der Hengste zu sein und so fingen sie dort an ein Nest zu bauen… bzw. sie versuchten dort ein Nest zu bauen. Wir haben ihnen später noch geholfen, dass das auch was wird und zu unser großen Freude, haben sie die Hilfe auch angenommen. Leider sollte das mit dem Nachwuchs im Sommer nicht klappen. Denn da war es dann leider viel zu warm, so dass es die armen keinen Würmchen vermutlich nicht geschafft haben.
Nun hoffen wir, dass es im kommenden Jahr vielleicht noch mal wird. Wir sind dann schon mal besser gerüstet und die Schwalben haben so vielleicht bessere Startchancen. Daumen dürfen gedrückt werden!
Juni
Nachdem wir im Mai dank vieler lieber Helferleins all unsere Flauschs von ihrem Winterfell erlösen durften, waren im Juni noch diverse Fremdflauschs dran. Auch hier hatten wir mächtig viele spontane und liebe Hilfe.
Und rund ums Scherterminejonglieren gab’s natürlich noch alle anderen ganz normalen Alpakatermine mit Spaziergängen, Hofzeiten uuuuuund in diesem Jahr das erste Mal Indian Balance. Die wunderbar-zauberhafte Eva Simon führte uns und unsere Gäste in die Welt des Indian Balance ein. Die Junghengste fanden’s auch ganz wunderbar.

Hier können wir schon verraten: Es wird im nächsten Jahr weitergehen. Mit viel mehr Terminen und auch schon ab April. Demnächst wird’s hier mehr Infos geben!
Juli
Der Juli wurde zur Achterbahn der Gefühle. Während Chari bereits Ende Juni ihren kleinen Gizmo auf die Welt brachte, verlor Anfang Juli unsere Clarissa ihr kleines Fohlen. Eine blöde Fehllage sorgte dafür, dass sie ihre kleine Tochter Gordy nicht auf die Welt bringen konnte. Mit ganz viel Glück konnten wir gemeinsam mit unserem Tierarzt noch Clarissa retten.
Gizmo, der bald nur noch Dr. Gizmo gerufen wird, wickelte derweil alle um den kleinen Finger und wir warteten mit ihm auf einen Spielkumpel, der schließlich Ende Juli mit Guapo kommen sollte.

August
Der August sollte leider nicht sehr viel besser weitergehen. Auch wenn er viele schöne Momente bereit hielt, so hat er doch tiefe Einkerbungen zurück gelassen. Wir kämpften, dass Judy ihr kleines Fohlen gut auf die Welt brachte und es ging bloß gut gut. Nur einen Tag später sollte das Schicksal aber noch mal volle Breitseite zuschlagen und wir haben es bis heute noch nicht so richtig aufgearbeitet, weil immer und immer wieder viel zu viel los war.
Als ich auf dem Weg zu einer Beerdigung der Tochter lieber Freunde war, sollte ein vermutlich unbedachter Schritt von Milano alles durcheinander wirbeln und holte mich wieder heim. Bis dahin gingen wir noch nicht vom Schlimmsten aus, aber Milano brach sich so ungeschickt das Bein, dass uns nichts anderes übrig blieb als ihn gehen zu lassen.

Da wirbelten mächtig viele Gefühle auf so vielen Ebenen durcheinander und der Alltag wollte und will uns keine Ruhe lassen.
September
Mit dem September geht’s mit schnellen Schritten los in Richtung Jahresende. Den Auftakt macht nun mittlerweile alljährlich unser Paten- und Helferfest. Es finden alljährlich die letzten „Vorbereitungen“ für die kommende Fohlensaison statt und die ersten Herbstmärkte stehen an.
Und unser Heudrama nahm noch ein gutes Ende. Denn nachdem unser Plan vom tollen zweiten Schnitt in diesem Jahr so gar nicht aufging, hatten wir tatsächlich noch Glück mit eine dritten Schnitt, der schließlich als Silage noch für ein tolles Winterfutter für die Flauschs sorgte, das sie gerade sehr genießen.

Oktober
Ab Oktober halten uns sechs ganz andere Miniflauschs auf Trab. Dunja bekommt ihren ersten Wurf Welpies und wir sind mittendrin im Minihundeabenteuer.

Drumherum haben wir den ganz normalen Alpakaalltag und zwei tolle Seminare mit Anna Stölzl bei uns auf dem Hof.
Mit den Miniwuffs funktionieren wir in vielen Dingen nur. Die Bedürfnisse der kleinen Fellknäul und der Fellknäul mit den langen Beinen und Hälsen wollen irgendwie unter einen Hut gebracht werden und die Vorbereitungen für die Winter- und Weihnachtsmärkte fangen an zu laufen.
November
Mit dem November kommen die letzten Weidetage für Flauschs und die ersten immer sehr harten Tage nur im Stall und in den Paddocks. Für unsere Nachwuchsflauschs Ghillie, Guapo & Dr. Gizmo war das erstmal eine gehörige Umstellung von den weiten Wiesen auf die beengte Paddockfläche. Aber sie nahmen es gelassen und man kann auch sehr viel Blödsinn auf kleiner Fläche anstellen. Die Hengste hinterm Zaun staunen nicht schlecht.

Dezember
Der Dezember verlangte extrem viel von uns ab. Das erste Mal waren wir auf dem St. Wendeler Weihnachtsmarkt mit dabei. Zehn Tage am Stück einen Markt zu bespielen ist für uns als Zweierteam eine Riesenherausforderung. Von daher war’s ein Riesenglück, dass sich ein Teil meiner Family auf den Weg zu uns ins Saarland machte und ordentlich mit anpackte. Ohne diese Hilfe wären wir nicht durch den Monat gekommen. Dann nach dem Markt war ja noch nicht Ende. Da ging’s dann ganz normal „weihnachtlich“ weiter. Vieles blieb über die Markttage liegen und Martin sollte noch in den Schwarzwald fahren dürfen, so dass es einfach nicht ruhiger wurde. Ganz schön am Ende mit allem Weihnachtstrubel und auch Gefühlschaos um meine Oma kamen wir tatsächlich erst mit fünf Tagen Verspätung dazu uns zu bescheren und mal durchzuschnaufen.

Und dann waren da noch die Welpies, die in den letzten Tagen vor Weihnachten noch mal einen ordentlichen Entwicklungsschub mitmachten. Von fünf von ihnen sollten wir uns noch verabschieden. Sie bereiten sich nun bei Andrea, der Herdenschutzhundeexpertin unseres Vertrauens, auf ihren weiteren Werdegang vor. Gladys da auf dem Foto wird sich nun als Herdenschützerin für Alpakas vorbereiten und lernt schon fleißig von Mama Dunja.
Das (und noch sehr viel mehr) war also 2025. Wir haben unfassbar liebe Menschen an unserer Seite gehabt und ohne die hätten wir das Jahr garantiert nicht geschafft. Also fühlt euch bitte einmal ganz doll geherzt und umarmt! Danke! Danke! Danke für alles!
Nun blicken wir gespannt auf 2026. Es wird garantiert nicht ruhiger. Es wird aber garantiert aufregend… schon allein deswegen, weil wir 2026 schon 10 Jahre Alpakaabenteuer feiern werden. Ideen haben wir viele. Schauen wir, welche wir umgesetzt bekommen und was uns unterwegs noch so alles einfallen wird. Drücken wir die Daumen, dass sich die Welt da draußen halbwegs entspannt weiterdreht und keine bösen Überraschungen bereit hält.
Wir wünschen euch alles, alles Liebe für 2026. Möge euch die Gesundheit und das Glück hold sein! Passt gut auf euch auf!
Flauschige Weihnachten

Ihr lieben Flauschmäuse!
Wir wünschen euch ein ganz wunderflauschiges Weihnachtsfest! Möge es so trubelig sein, wie ihr es euch wünscht und so entspannt, wie ihr es braucht!
Wir hoffen, ihr könnt die Tage etwas genießen und habt Zeit zum Innehalten, Durchatmen und Kraft tanken!
Passt gut auf euch auf!
Wir versuchen ein wenig die Füße hochzulegen (auch wenn das vermutlich zu kurz kommen wird) und freuen uns, dass wir bei so vielen einen kleinen (und auch großen) Teil zum Weihnachtsgrinsen beitragen dürfen. Ein dickes Danke an alle, die beim Bedenken ihrer Lieben auch an uns gedacht haben.
Für unsere Winterpunsch-Hofzeit am 28. Dezember gibt’s noch ein paar wenige Restplätze, die ihr euch in der Online-Flauschbox sichern könnt.
Alles Liebe & Flauschige wünschen euch

