Ein Alpaki-Gehege entsteht… mal wieder…

Und während die Herren schon fleißig grün futtern durften und sich die Größe ihres Geheges seit ihrer Ankunft mehr als verdoppelt hatte, lebten sich die Damen fleißig ein und absolvierten ihre Quarantänezeit… und wir… wir sahen zu, dass auch die Damen bald raus konnten und bemühten uns den Zaun zu ziehen… was uns dann auch endlich gelang. Es war natürlich eher ein Zeit- denn ein Fähigkeitsproblem… Muss ich hier ja nun vielleicht nicht erwähnen?!

Während ich dann mal wieder die Aufgaben übernahm, von denen man hinterher nix sieht (Steine und Äste aus dem Gehege sammeln), sorgte Martin für Pfosten und schließlich für Zaun für die Damen. Unterstützt wurde er dabei tatkräftig von unserem Mitarbeiter auf vier Rädern (und auch mir, weil die faule Socke von Radlader wollte partout nicht alle Nase lang in die Halle laufen, um irgendwas zu holen, was draußen im Gelände noch fehlte…). So kamen wir also nach und nach dem ersten großen Etappenziel näher.

Das Grundgehege für die Mädels steht… nun fehlen nur noch die einzelnen Abtrennungen… weil a) müssen die vier nun erst einmal langsam ans satte Grün gewöhnt werden und b) sollten wir zumindest eine klitzekleine Chance haben, die vier auch wieder in den Stall zu locken, was definitiv nicht gegeben ist, wenn wir sie gleich auf die große Fläche lassen. Ich erinnere mich noch mit Grausen, wie hilflos ich mich anfangs bei den Jungs fühlte, wenn die einfach mal auf nichts reagierten… mitterweile sind wir ja so miteinander vertraut, dass ein „Alpakiiiiis!“-Ruf ins Gelände ausreicht, um sie in Richtung Stall zu bewegen… (vermutlich wird das nun nach diesen vollmundigen Worten selbstverständlich nicht klappen… 😉 )

Lassen wir nun alle erstmal in Ruhe futtern… bevor das erste Gras niedergemäht ist, gibt’s hier Nachschub an Informationen 🙂

Heute vor zwei Jahren…

startete unser Blog zu unserem großen Alpakaprojekt.

Meine Güte, wie die Zeit vergeht! Und: Meine Güte, was alles passiert ist in den zwei Jahren. WAHNSINN! Immer wieder denke ich, ist das echt erst zwei Jahre her – weil, dass was wir bisher erlebten, reicht eigentlich auch für mehr.

Nach wie vor bereitet uns unser Projekt, das natürlich auch von sehr viel Arbeit geprägt ist, so viel Freude… und nach wie vor, ist es immer wieder aufs neue schön, welch liebe und tolle Leute wir dadurch kennenlernen. Nach wie vor kann man hier im Blog nachlesen, was meistens so passiert… denn zu allem kommen wir natürlich nicht.

Wir danken… nach wie vor… allen, die uns und unser Projekt begleiten, ob lesend (oder auch zuhörend oder nachfragend) oder mit helfender Hand!

Auf ein weiteres aufregendes Jahr 🙂

Nachgereicht… Die Jungs treffen im neuen Zuhause ein

Hier kommt er… der versprochene ausführlichere Bericht zum Eintreffen unserer Jungs:

Lange hatten wir ja hin- und herüberlegt, wie es wohl cleverer wäre… erst die Mädels ins Saarland zu holen und dann die Jungs oder umgekehrt.

Von Mitte Januar bis Mitte März wohnten wir zweigeteilt. Ich war in der Regel in Oberndorf und versorgte Roy, Calypso, Casi und Edi. Martin bezog im Saarland schon mal Stellung und lebte sich in seinem neuen Job ein. Irgendwann war irgendwie von ganz alleine klar… sobald die vier Jungs umgezogen waren, konnte auch ich mitkommen und somit war die Entscheidung gefallen. Erst ziehen die Herren um, dann kommen die Damen ins Saarland.

Verschiedene Umstände verzögerten immer wieder unsere Ankunft in der neuen Heimat. Aber am 19. März war es schließlich soweit! Nach einer kleinen Verabschiedung am Sonntag zuvor, packten wir die vier Hengste in unseren Anhänger und begaben uns auf den Weg. Für Roy hieß es aber noch einen Zwischenstopp in der Pferdeklinik einzulegen. Denn seine Augen-OP vom Herbst verlief doch nicht so rund, wie wir das zunächst gedacht hatten. Es waren nicht alle Tränendrüsen entfernt worden und so füllte sich seit Herbst immer wieder die Augenhöhle mit Tränenflüssigkeit. Als Begleiter für Roy hatten wir Edi auserkoren… und so durfte auch er noch nicht gleich mit ins neue Gehege.

Calypso und Casi war es zunächst nicht ganz geheuer, als sie in Mainzweiler eintrafen: Alles war anders. Alles war neu. Und dann waren da noch die neuen Nachbarn… Zwei Ziegen begrüßten die beiden recht neugierig. Unsere zwei Alpakis waren sehr skeptisch – um es mal vorsichtig auszudrücken. So nutzten die beiden die kommende Woche a) Roy und Edi kräftig zu vermissen und b) das unvertraute Gelände nach und nach für sich zu entdecken. Und wir glauben, beides haben sie ausführlich getan…

Am Sonntag drauf konnten wir schließlich Roy und Edi zu uns holen, denen wir am Freitag auch noch einen kleinen Besuch in der Klinik abgestattet hatten. Die OP verlief gut und den zwei schien es in der Pferdeklinik Altforweiler an nichts zu fehlen – außer natürlich an Calypso und Casi. Die Wiedersehensfreude der vier Herren war groß und wir waren froh, diesen Schritt geschafft zu haben.

 

Der Webertal-Alpaka-Clan ist vollständig…

…zumindest vorerst. Denn zwei Stuten fehlen noch. Die werden im Sommer zu uns stoßen und unsere Herde komplett machen… naja… und dann sind ja noch die Fohlen, die dieses Jahr noch schlüpfen werden 😀

Aber so sind nun erst mal alle da… und noch mehr…. Robert überraschte uns gestern noch mit einer kleinen Osterüberraschung. Statt nur Grace und Clarissa in den Anhänger zu laden, stand da plötzlich noch die kleine Rika mit drin. Der kleine weiche Flauschewuschel ist mit einem Gendefekt auf die Welt gekommen und von Geburt an taub. Das hatte ein wenig zur Folge, dass sie in ihrer Kinderstubenherde nicht immer vorne mit dabei war, wenn es z.B. ums Futtern ging. Da bei uns nun anfangs alles klein und überschaubar sein wird, war die Idee, der Kleinen in einer überschaubaren Herde den Streß zu nehmen und quasi gemeinsam mit uns an den kommenden Herausforderungen zu wachsen. Wir hoffen, dass es ihr bei uns gut geht und sie mit den drei gestandenen „alten“ Damen in ein entspanntes Alpakileben trotz Handicap huscheln kann.

Damit das auch drei gestandenen Damen werden konnten, machten wir uns von Robert aus auf den Weg zu Ilona ins Taubertal. Dort wartete bereits Lyrata auf uns. Nach einer kleinen Pause, die offenbarte, dass unsere stolze Grace und der Anhänger irgendwie nicht so miteinander können und es ihr überhaupt nicht geheuer in dem Gefährt war, machten wir uns rasch wieder auf den Weg, damit alle vier ins neue Zuhause kommen konnten. Trotz des Osterverkehrs kamen wir überraschend gut voran und konnten am frühen Abend den Mädels ihr neues Daheim vorstellen. Ein wenig schüchtern… aber auch extrem neugierig zogen alle vier ein. Die Aufregung von Grace legte sich rasch und die unterwegs auftretende Befürchtung, dass unsere kleine Osterüberraschung von den großen zur Seite gedrängt wird, bestätigte sich bloß gut nicht. Ein bisschen komisch war’s für die großen zwar schon, dass ihnen da nun so ein kleiner Wurm nicht von der Seite weicht, aber verscheucht haben sie sie nicht. Puh!

Unsere Herren, die letzte Woche auch endlich wieder alle vier zusammengekommen sind, waren natürlich sehr aufgeregt als sie sahen, dass da ein paar hübsche Damen einzogen. Ich habe Edi noch nie so gerade dastehen sehen 😉 Selbst das Futter, dass wir ihnen nach unserer etwas längeren Abwesenheit, gleich gegeben hatten, wurde ersteinmal fleißig ignoriert… irgendwann aber siegte der Hunger, und es war nur noch Calypso, der aus dem Staunen gar nicht herauskam.

Tja und nun… nun schauen wir mal, dass sich die vier Mädels gut bei uns einleben und sich wohl fühlen. Als nächstes stehen Gehegebauarbeiten an, damit alle Alpakis sich am nun langsam frisch keimenden Grün laben können. Und wir müssen auch endlich mit unseren Laufherren wieder auf Tour gehen und unsere neue Umgebung erkunden. Wer weiß, ob die überhaupt noch wissen, wie das geht…

Neulich beim Alpakasitten…

Die letzten zwei Monate war – neben unserem großen Umzug – auch die Zeit der Alpakashows. Auf einer davon haben wir ja im Februar auch noch unsere Theorie im Alpakatransportkönnen absolviert. Zu den anderen haben wir es nicht zwingend aus zeitlichen Gründen nicht geschafft… Nein, wir… vielmehr ich (weil Martin u.a. krankheitsbedingt nicht so fit war bzw. am zweiten Wochenende als versierter Anhängerfahrer noch Roy und Edi aus der Tierklinik geholt hat) habe mich u.a. zum Alpakasitten zur Verfügung gestellt. Nämlich bei Robert im Schwarzwald. Damit er mit seinen Alpakis Preise einheimsen konnte, habe ich vor Ort geschaut, dass es den Daheimgebliebenen gut geht. Übrigens ein Primatraining für den Aufbau unseres Traumes von einer großen Alpakaherde… die Wochenenden haben definitiv gezeigt, dass das eine schöne Sache ist, viele Alpakis zu versorgen und gemeinsam mit ihnen in den Tag zu starten bzw. den Tag mit Ihnen abzuschließen. Außerdem hatte die Zeit bei Robert auf dem Hof auch den unglaublich charmanten Nebeneffekt, dass wir an diesen zwei Wochenenden unsere zwei Mädels Grace und Clarissa noch sehr viel mehr ins Herz schließen konnten. Hachz, das sind schon zwei Zuckerschnuten. Klar, dass ich die Zeit auch ein bissel genutzt habe, um fleißig Fotos zu knipsen:

Oh man, wir freuen uns schon mächtig, wenn Grace, Clarissa und Lyrata – letztere wohnt gerade noch bei den Taubertal-Alpakas – nun bald zu uns kommen und ihr neues Terrain erobern werden.

Ideen fürs Osternest…


Nicht mehr lang und Ostern steht vor der Tür… so langsam wird auch uns etwas osterlich zumute. Was vermutlich daran liegt, dass hier in Mainzweiler die ostereibehangenen Sträuche täglich mehr werden 🙂 Schön sieht das aus – auch wenn das Wetter nicht so schön aussieht.

Und da dieses Osterfest nun immer näher rückt, hätten wir noch ein paar kleine Ideen fürs Osternest. Ganz hervorragend lassen sich nämlich unsere Seifen (mit Edi drin und in vier verschiedenen Duftrichtungen), unsere kleinen Kuschelalpakis und natürlich unsere Socken verstecken. Letztere bieten sich bei den aktuellen Temperaturen wirklich herausragend gut an (übrigens auch die schon von vielen erprobten Einlegesohlen)… 😉


(Ein Klick aufs Bild führt direkt in den Shop)

Noch können wir alles pünktlich zum Osterfest auf den Weg bringen… denn unser Shop bleibt (entgegen der Befürchtung einiger) selbstverständlich eingerichtet. Wir zumindest können uns ein Leben ohne die flauscheweichen Alpakasachen nicht mehr vorstellen!

Angekommen!

Ein langer Tag neigt sich dem Ende… 4 Alpakis haben den Weg von Oberndorf ins Saarland bewältigt. Roy und Edi haben noch einen planmäßigen Zwischenstop in der Pferdeklinik eingelegt… Calypso und Casi durften schon mal die neuen Nachbarn beäugen…

Calypso und Casi beäugen die neuen Nachbarn (Ziegen im Hintergrund)

Einen ausführlichen Bericht gibt’s hoffentlich ganz bald!

Endspurt

So… der große Tag naht… nächste Woche werden – wenn denn nix mehr dramatisches dazwischenkommt *enthusiastischesaufsholzklopf* – sich die Alpakis (also unsere Jungs) auf den Weg ins Saarland machen! Yeah!

So ganz heimlich sind schon ganz viele Sachen vom einen Bundesland ins andere umgezogen. Z.B. unsere Ausweise und somit wir ganz offiziell 🙂 Das Kistenchaos in der neuen Wohnung ist perfekt und die Häufigkeit der Sätze „Weißt du wo xy ist“ und „Ja, irgendwo im Zimmer z steht die Kiste, da steht xy drauf“ steigt von Tag zu Tag.

Und im neuen Gelände laufen so langsam die letzten Vorbereitungen an. Letzten Freitag haben wir es endlich geschafft, die provisorische Unterkunft der Mädels aufzubauen. Halleluja! Zu allererst wird die aber mal von den Herren der Schöpfung probebewohnt (weil wir bei der Unterkunft unserer vier noch’n bissel was richten sollten…).

Und während wir gemütlich aufbauten… braute sich über uns eine kleine Unwetterwarnung zusammen und es musste natürlich auch noch ganz wunderbar zu regnen anfangen… So durfte die neue Unterkunft gleich mal zeigen, was sie alles abkann. Uns kann ja Wetter mittlerweile nicht mehr umhauen… Naja… und weil wir uns am Nachmittag noch mit dem Gehegenachbarn verquatschten, sind wir dann auch pünktlich nach dem Dunkelwerden fertig geworden. Wozu ist die Taschenlampenfunktion am Smartphone sonst auch da? 😉

Einer ist übrigens schon eingezogen… ebenfalls am Freitag durfte nämlich auch Martins Mulchraupe Mulchi das neue Terrain erobern. 😉 Nachdem er das Transportgefährt der Alpakis bewohnen durfte, ist er doch recht happy wieder aus ihm ausgestiegen und hat die Frischluft genossen (aber nur kurz… dann musste er nämlich in sein neues Heim… eine große Halle).

 

Es ist ja nicht so…

…dass noch kein Alpaki umgezogen ist…

Unsere ersten Alpakis im Saarland – sind ganz pflegeleicht und kommen auch gut ohne Aufmerksamkeit aus (aber schaut sie euch an… da kommt man ja nicht dran vorbei ohne sich zu freuen, dass sie da sind 🙂 )

Besuch auf der 8. Alpaka Schau Süd in Ilshofen mit einer zauberhaften Begegnung mit Roys Tochter Ella

Das vergangene Wochenende nutzten wir mal nicht fürs Hin- und Herziehen zwischen Baden-Württemberg und dem Saarland. Wir nutzten die Gunst der Stunde und machten uns auf den Weg nach Ilshofen. Dort findet bereits seit 8 Jahren die Alpaka Schau Süd statt. Die größte Alpakashow in Deutschland und die wohl größte Alpakashow Europas. Über 400 Alpakas wurden an zwei Tagen von Richterin Molly Gardner aus Neuseeland bewertet und mit Preisen ausgestattet. Ein Wahnsinnsereignis, das wir sehr gern miterlebten!

Am ersten Tag gab es neben vielen, vielen supertollen Alpakis auch diverse Kurse und Vorträge, denen man frönen konnte… und der Alpaka-Transportkurs von AELAS e.V. (Arbeitsgemeinschaft Europäische Lama und Alpaka Shows) kam genau zur rechten Zeit. Denn das war genau der Kurs, der uns am Ende eines theoriebeladenen Vormittags und mit praktischen Anschauungen versehenen Mittags in einer Prüfung die Bescheinigung brachte, um unsere Transportgenehmigung für unserer Alpakis beantragen zu können. Yeah! Und weil’s so spannend war, lauschten wir dann auch gleich noch einer kleinen Einführung in LAREu (Llama & Alpaca Registries Europe), dem Register, welches schon unsere Herren beherbergt und alle künftigen Alpakis von uns ebenso beherbergen wird. Im Anschluss daran erzählte Rüdiger Müller von Müller`s Schleif-Service und Agrar-Bedarf über die Technik der Schermaschinen… Bei unserem Nachnamen muss man sich ja zwangsläufig mit dem Thema auseinandersetzen 😉 Spaß beiseite… es war auf jeden Fall sehr interessant und führte uns vor Augen, dass an so einem Scherkurs über kurz oder lang kein Weg vorbeiführen wird…

Zwischendurch und nach den Vorträgen blieb Raum für viel Staunen und quatschen mit mittlerweile schon alten Bekannten. Und kurz vor Ende des Tages machte uns Robert noch darauf aufmerksam, dass unter den anwesenden mehr als 400 Alpakis tatsächlich eine Tochter unseres Roys zu finden ist. Da hatten wir offensichtlich den Schaukatalog noch nicht bis zu Ende durchstudiert gehabt… Die mussten wir natürlich finden und fanden sie auch… bei den Bergblick Alpakas: Eine ganz zauberhafte mediumfawnfarbene Stute namens BBA Ella 🙂 Da hatten wir einen schönen Abschluss für den Tag und ein noch schöneres Vorhaben für den kommenden Tag, an dem wir noch einmal bei Ella vorbeischauen wollten.

So kam es denn auch… Neben viel zuschauen, was im Alpakaring lief, fachsimpeln mit Ilona von den Taubertal-Alpakas (bei ihr warten schließlich auch noch drei unserer Stuten auf ihren Umzug) und wiedertreffen mit noch mehr vertrauten Gesichtern, lernten wir nun auch Familie Aicher von den Bergblick-Alpakas kennen und plauschten (natürlich) über Roy und seine Nachkommen im Speziellen und das Züchterleben im Allgemeinen. Eine sehr sympathische Begegnung, der hoffentlich weitere folgen werden 🙂

Natürlich wollen wir euch die hübsche Kleine von Roy nicht vorenthalten:

BBA Ella (stehend) mit BBA Davinci, welcher sich eine blaue Schleife (1. Platz) bei der Alpaka Schau Süd ergattern konnte