Archiv des Autors: Corina

Es wird grad viel geknipst in diesen Tagen… und deswegen gibt’s hier jetzt hier einfach mal eine kleine Bilderauswahl…

Dieses Wetter… orrr! Und dieser Wetterbericht, der gar nicht so viel Wasser angekündigt hat, wie zum Beispiel heute schon wieder runterkam. Noch mehr orrr… aber so ein bisschen schön ist’s schon auch. Da kann man mal ganz kurz all den Matsch und das Nass und dass Kalt vergessen. Die Flauschs hätten aber dann bald mal schon gern wieder trocken. (Wir Menschen natürlich auch!)

Tja und während draußen das Wetter komisch ist, wird drinne das ein oder andere Alpaka komisch. Man muss sich ja beschäftigen. So ein Tag muss ja vorübergehen. Guapo löst das Problem in dem er auf Dinge drauf klettert. Und Betonstein kann ja jeder (siehe hier Benvindo). Guapo kann das auch, aber er versucht auch Neuland bzw. Futterrinne zu erobern. Martin ist nicht so begeistert… hoffen wir, dass das nur eine vorübergehende Macke ist.

Bobbie Serrano (leider nur bei Instagram) & Marlo Grosshardt (leider nur bei Instagram) haben eine kleine digitale Demo mit Heißgetränk ins Leben gerufen. Und weil wir Bobbie Serrano & Marlo Grosshardt sehr gerne folgen und sie zwei Menschen sind, die uns in diesen merkwürdigen Zeiten gut Kraft geben, sind wir ihrem Aufruf gerne gefolgt, haben uns ein Heißgetränk geschnappt und sind mit #heissgetränkgegenrechts (alle Reels bei Instagram) zu den Flauschs gegangen und haben gemeinsam mit ihnen geschlürft – schauen wir mal, ob die digitale Demo noch weiter um sich greift… wir haben unseren Part auch bei YouTube hochgeladen.

Flupp. Da isse schon wieder rum die Woche. Herje. Martin ist wieder da und schon wieder weg. Aber nur kurz. Er ist heute unterwegs und sorgt dafür, dass wir wieder einen zuverlässigen fahrbaren Untersatz haben. Ab morgen stürzen wir uns dann wieder gemeinschaftlichen in den ganz „normalen“ Alpakaalltag… wobei wir da schon wieder viiiiiiele Termine im Kalender stehen haben. Naja. Ist ja nix neues. Ist euer Januar auch einfach so vorbeigerauscht?

Damit’s nicht ganz so viel wird, hilft uns Gladys ganz fleißig mit und versucht beim allmorgendlichen Stutenextrafütterungsritual die Stuten auseinander zu sortieren. Es klappt so semiprächtig, aber sie gibt sich wirklich Mühe.

Derweil lässt’s Gizmo ganz entspannt angehen. Die Flauschs sind grad ein bisschen gefrustet. Weil’s die Woche doch mehr geregnet hatte als angekündigt, war der Paddock der Mädels auch entsprechend vermatscht und so blieb der Stall länger zu als gedacht. Da bleibt nicht viel als zu chillen und quasi faul auf der Couch oder (wie im Fall von Gizmo) faul auf der Mama zu liegen.

Ach ja… Martin hatte ja Ekko mit auf Urlaubstour in den Schwarzwald genommen. Also Ekko hat Urlaub machen dürfen, Martin durfte ja arbeiten. Yeah. In unserer Signal-Gruppe zeigte Martin dann auch ein Urlaubsbild von Ekko und verriet eins von Ekkos Hobbies. Er findet Mäuse megaspannend und untersucht mit einer sehr ausführlichen Hingabe sämtliche Wiesen. So eben auch die verschneiten Wiesen im Schwarzwald.

Bei uns inspiziert er seit Wochen die Wiese und geht den Mäusen dann auch schon mal nach. Ob das an der Nase weht tut, wissen wir nicht, aber der Körpereinsatz von ihm ist auf jeden Fall da. Wir haben das mal in bewegten Bildern festgehalten und für euch bei YouTube hochgeladen.

Und yeah… neben dem ein oder anderen Termin ist’s in der Online-Flauschbox mal wieder etwas voller geworden. Hier gibt’s ein paar neue Artikel zu entdecken und sonst natürlich auch altbekannte. Stöbern lohnt sich sowohl in der Offline- als auch der Onlineflauschbox immer wieder mal.

Diese Welt da draußen lähmt grad sehr. Mich zumindest. Was dazu führt, dass ich hier nix tippe. Weil ich denke, den großen Wurf machen zu müssen. Muss ich natürlich nicht. Aber es macht mich unfassbar fertig, was da draußen gerade abgeht und wie wir sehenden Auges alles an die Wand fahren: kritische Infrastruktur an Trump-Kumpels verkaufen, das reichste Prozent der Weltbevölkerung braucht nur 10 Tage um ihr CO²-Budget aufzubrauchen – das machen die also ca. 36x im Jahr, von dem was in den USA, im Iran, im Gazastreifen, im Irak und in und mit Afghanistan passiert, fange ich lieber gar nicht erst an. Und das immer alles schön im Hinterkopf – wohlwissend, dass das nur die Spitze vom Eisberg ist – rattert tagtäglich das Gedankenkarussell und einzig die Flauschs halten mich davon ab, den Kopf vollkommen in den Sand zu stecken. Denn die beschäftigen uns natürlich nach wie vor fleißig.

Ringo hat z.B. nach fast 1,5 Jahren Kieferpause, nun wieder Kiefer. Arrrrrghs! Verflixt und zugenäht. Nun heißt’s wieder spülen und (Antibiotikum) spritzen und hoffen, dass es wieder besser wird. Immerhin ist Don Silvers dicke Backe wieder heil.

Mit den Hunden gibt’s fleißig Training. Gladys lernt aktuell die Hengste kennen und erweitert somit ihren Alpakahorizont. Für Badina bedeutet das, dass sie gerade mal wieder Teilzeit bei den Stuten unterwegs ist und erinnert sich daran, dass es da ja die ein oder andere Zicke gab (wobei es die auch bei den Hengsten gibt!).

Roy hat gemeinsam mit Orion und uns am Wochenende eine Erkundungstour unternommen. a) um zu schauen, ob das mit dem Laufen noch klappt (Das klappt, beide haben so was von Bock wieder in die Laufsaison zu starten!) und b) um zu schauen, ob der Weg auch in Ordnung ist, denn der Forst war fleißig unterwegs und es hätte sein können, dass wir noch Routen umplanen müssen. Müssen wir nicht. Der Forst war anderweitig unterwegs und wir können den vertrauten Pfaden folgen. Yeah!

Da trifft es sich gut, dass im Alpakabüro fleißig an den Veranstaltungen gearbeitet wird. So viel, dass ich mit dem Bekanntgeben gar nicht hinterher komme. Wer lunschen mag, findet auf der Terminseite hoffentlich immer aktuell alle Termine auf einen Blick. Wer ins Detail gehen mag: Es stehen jetzt die ersten Termine für unsere Alpaka-Zeit (wobei hier gerne individuelle Wünsche angefragt werden können und das aktuell auch sehr kurzfristig… der Winter ist nicht so die Jahreszeit wo es den heißen Run gibt) und für die ganz besondere Zeit zu zweit! Für die Hofzeit stehen zwei Termine zur Verfügung und ganz speziell noch zusätzlich am Valentinstag für Alpakaverliebte! Und dann habe ich die Termine mit Eva für unsere Indian Blance-Reihe in Angriff genommen. Also… es gibt viel zu entdecken und mit dem Kalender abzugleichen.

In der Küche steht aktuell ein Riesenpaket vollgepackt mit Alpakavlies, das darauf wartet, nachher abgeholt zu werden, dass im späteren Verlauf des Jahres daraus tolle Bettdecken, Wollknäul und Kissen werden. Das wird aber noch ein Weilchen brauchen, aber immerhin ist jetzt endlich der Schritt des Loschickens getan, wenn’s auch ganz schön kalt fürs Sortieren war. Brrrrr.

Derweil wird sich Martin heute wieder darauf vorbereiten in den Schwarzwald zu fahren.

Nun sind wir ja quasi wieder zurück aus unserer Jahreswechselpause… wer mitliest, weiß hinter den Kulissen gibt es keine Pause. Aber so eine Anfragenbearbeitungs- und Wanderpause für die Flauschs ist wichtig, um als Mensch mal das ein oder andere Liegengebliebene aufzuarbeiten. Wobei tatsächlich so viel anderes in den vergangenen Wochen los war, dass das Liegengebliebene mehr oder weniger liegen geblieben ist. Tralalala…

Dafür aber gibt’s jetzt endlich wieder ein paar frische Termine für unsere Hofzeit und unsere Alpaka-Zeit und eine noch frischer überarbeitete Terminliste. Damit könnt ihr euch schon mal einen kleinen Überblick über die ein oder andere Flauschgelegenheit verschaffen. Aber es ist noch nicht alles in der Liste. Es lohnt sich da die kommenden Tage und Wochen immer mal wieder reinzuschauen. Yeah! Für unsere Alpaka-Zeit können fürs erste Halbjahr auch eigene Wunschtermine angefragt werden.

Für die Flauschs gibt’s derweil das ein oder andere Training.

Gladys wird boxenfit gemacht, damit wir sie zum einen transportieren können und sie zum anderen entspannt eine Auszeit in der Box nehmen kann, wenn sie die mal braucht. Wir versuchen es aber auch einzurichten, sie jetzt endlich etwas ausführlicher mit den anderen Hunden vertraut zu machen und das ist nicht nur für Gladys eine spannende Sache.

Während Gladys mit Ekko, Nisha oder Badina schon mal kleinere Schnupperminütchen hatte und sie die drei schon kräftig durch den Zaun zu den Hengsten beobachten konnte, hat sie von Robbi bis zu ihrer ersten direkten Begegnung noch nix gewusst. Unser Stoffel Robbi hat uns in der Tat überrascht. Anders als erwartet, war er suuuuuper neugierig und sehr positiv ihr gegenüber eingestellt. Wenn er noch angefangen hätte mit ihr zu spielen, wären wir wohl vom Glauben abgefallen und hätten uns gefragt, ob ihn jemand ausgetauscht hat… Bei den beiden gibt es also schönes Zusammenkomm-Potential.

Auch die Langhalsflauschs trainieren. Zur Abwechslung mal die Stuten. Eritaya, Fayola, Felisa und Cara machen sich aktuell mit dem Halfter vertraut, damit sie dann in nicht all zu ferner Zeit mit dem Lauftraining beginnen können. Wenn man als Stute so herrlich unbeheligt aufwachsen kann und keine Trainingsherdenausflüge machen muss, dann ist das schon ein ganz schöner Einschnitt in den Alltag. Nicht nur für die trainierenden Flauschs… auf dem Foto schaut Mama Amparo ganz genau, was Eritaya da treibt… und wir schauten leicht geschockt, als wir mal wieder feststellen mussten, wie groß unsere kleine Eri mittlerweile ist, wenn die Mama daneben steht.

Wieder da also. Auch wenn der Anlass ein trauriger war, war’s dennoch schön, die Familie und Freunde wieder gesehen zu haben und noch einmal gemeinsame Erinnerungen an die Oma aufleben zu lassen. Schließlich ist sie auch eng mit den Flauschs verwoben, weil sie von Anfang an unsere Rika ins Herz geschlossen hat und „ihre“ Rika sowohl immer mit einer Patenschaft unterstützt und auch bei aller Besuchserschwernis besucht hat. Wie sie mit Rika unterwegs war und bei ihr kreuzworträtselnd im Stall saß, wird im Herzen bleiben.

Wenn Martin dann am Sonntag vom Seminar zurückkommt, kehrt dann vielleicht so langsam der von Haus aus auch nicht wenig belebte Alltag und die Jahresroutine wieder ein, wobei wir letztere auch gleich wieder durchbrechen. Denn seit Jahren werden wir dieses Jahr das erste Mal nicht nach Hofheim zur Innatex fahren. Irgendwie ist’s komisch, weil’s schon immer eine schöne Gelegenheit für flauschiges Entdecken und Begegnen war (und hoffentlich wieder sein wird!). Aber es war jetzt doch einfach zu viel los. So werden wir die diesjährige Herbstvorbestellung komplett am Monitor entscheiden und planen. D.h. übrigens auch wieder für euch, dass ihr ebenfalls vorbestellen könnt. Wer also für den Herbst irgendwelche flauschigen Sachen im Kopf und Herzen hat und ganz sicher gehen möchte, dass die dann auch wirklich da sind, kann gerne Bescheid geben und schon in Wunschgröße und -farbe bis zum 15. Februar vorbestellen.
Apu Kuntur, einer unserer Hauptlieferanten, hat da auch wieder einen Vorschaukatalog entwickelt mit vielen flauschigen Neuheiten, in dem man schon mal lunschen kann… und natürlich kann man sich auch noch mal durch den aktuellen Blätterkatalog blättern und inspirieren lassen.

Nun geht also die heiße Phase der Woche los. Während Martin die Flauschs versorgt und aufpasst, dass die Hundedamen nicht wieder Blödsinn anstellen und Don Silver weiterhin im Handling trainiert (die dicke Backe soll ja dünner werden!), tingel ich im Zug durch halb Deutschland und habe etwas Zeit… um mich um Medikamentennachschub zu kümmern oder uns unabhängiger von amerikanischen BigTechs zu machen. So ist unsere Alpakas gegen rechts – Playlist jetzt zur europäischen Streamingalternative Deezer gewandert und wird bei Spo*ify verschwinden! Man sitzt ja im Zug und sowohl die Netz- als auch die Steckdosenausstattung in den Zügen war gar nicht so verkehrt.

Benvindo scheint irgendwie schon mal für die Fasnet zu üben… und weil Nase rot anmalen nicht klappt, hat er sich füt matschbraun entschieden. Sieht ja schon witzig aus.

Ach, was für’ne Woche.

Die Sache mit Espresso geht uns seeehr nah. Der Reflex am Abend sein Futter zu mixen oder daran zu denken, ob man’s auch wirklich dabei hat, wird wohl noch sehr lange anhalten. Mal erinnerte Martin mich daran, dass wir das noch brauchen, mal fragte ich ihn, ob er’s dabei hat. Die Knuffelnase fehlt verdammt und es wird noch lange dauern, bis die Futterroutine aus uns raus sein wird. Aber die anderen Flauschs lenken uns ordentlich ab und das Wetter setzt auch alles daran, dass wir in ein nicht zu großes Loch fallen.

Badinas und Nishas Wunden heilen. Der Wintertaurausch von Donnerstag auf Freitag brachte einen umgestürtzen Baum in den Zaun und viel Wasser in die Abflussbäche, dass viel Blätter und Geröll mitriss. Da war also ein bisschen für spontane Zusatzarbeit gesorgt. Nicht, dass wir danach gefragt hätten…
Gestern beschloss dann auch noch Don Silver uns diesbezüglich noch gut unter die Arme zu greifen und begrüßte mich am Vormittag mit einer dicken Backe. Nachdem Mitte Dezember schon Herki damit beschäftigt war, dachte sich Don Silver wohl, die Menschen sind da jetzt eh im Training. Woran er nicht dachte war, dass er ja eigentlich gar nicht so das entspannte Alpaka ist. Nun denn… bekommt er jetzt also Handlingstraining.

Und sonst? Trotzen wir dem Wetter und haben unsere Winterroutine optimiert. Martins neu gebauten Thermoeimer funktionieren bei den tiefen Temperaturen prima. Die können wir ja jetzt noch ein bisschen länger gut gebrauchen. Also die Thermoeimer. Auf die tiefen Temperaturen könnten wir eigentlich ganz gut verzichten. Gut, dass wir an der Quelle der warmen Klamotten sitzen und immer ganz gut mit warmen Socken ausgestattet sind.

Die kommende Woche wird dann noch mal eine gehörige Herausforderung. Ab Mittwoch werde ich zur Beerdigung meiner Oma unterwegs sein. Am Freitag macht sich Martin auf den Weg zu einem Seminar. Wir geben uns noch nicht mal die Klinke in die Hand und werden uns dann erst am Sonntagabend – vermutlich völlig knülle – wieder in die Arme fallen dürfen.

Drücken wir mal die Daumen, dass das alles gut geht.

Dass es nun so schnell gehen würde, hätten wir nicht gedacht.

Als ich am 2. Januar über unser Sorgenkind Espresso berichtete, war er natürlich nicht erst seit diesem Tag unser Sorgenkind. Wir beobachteten den alten „Mann“ schon seit Wochen voller Sorge und ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, als Martin und ich uns kurz vor Weihnachten anschauten und wir uns beide eingestanden, dass der Tag, an dem wir ihn gehen lassen scheinbar nicht mehr so weit sein wird und wir uns schon mal wappnen sollten. Die Hoffnung war aber schon, dass wir ihn noch über den Winter bekommen und er noch einmal auf der grünen Wiese in aller Gemütlichkeit schnurpseln könnte.

Aber dann baute er doch noch sehr viel schneller ab. Man konnte ihm förmlich beim Pfunde purzeln zusehen und mit jedem Tag fiel im das Aufstehen und Hinsetzen schwerer. Als wir am Sonntag wegen der zwei Sturköpfe Badina und Nisha den Tierarzt da hatten, haben wir auch mit ihm noch mal im Stall gestanden, ihn untersucht und ihn beobachtet und es war klar, wenn er nicht mehr Futter zu sich nehmen würde, dann würde er das nicht mehr lange mitmachen. Der Versuch ihm noch mehr Extrarationen an Futter zukommen zu lassen, scheiterte kläglich. Vielleicht war das auch für ihn der Moment, in dem er beschloss, es ist gut. Er stand kaum noch auf und futterte sein Heu zum Schluss nur noch im Sitzen. Während er letzte Woche noch mit der Herde rauskam, wenn wir mit dem Futter kamen, blieb er dann am Montag und Dienstag immer sitzen und wartete ab, was nun passieren würde. Und so kämpften auch wir unseren letzten Kampf und entschieden am Dienstag, dass es an der Zeit ist, ihn in Würde gehen zu lassen und ihn dabei zu begleiten.

Was uns extrem zu Herzen geht und uns bei aller Traurigkeit ein Lächeln ins Gesicht zaubert, war der Umgang der Herde mit ihm und umgekehrt. In den vergangenen Tagen waren alle immer irgendwie um ihn herum. Er saß nie allein, es leistete ihm immer mindestens einer der anderen Hengste Gesellschaft und auch die Hunde waren immer bei ihm. So gaben wohl alle noch mal zurück, was Espresso ihnen in den vergangenen Jahren gegeben hatte: Ruhe und Sicherheit. Er war unser Fels in der Brandung. Unser „aggressiver“ Ruhepol, der in den vergangen viereinhalb Jahren noch einmal richtig Alpaka sein durfte. Denn bevor wir ihn zu uns holten, stand er lange allein, weil er angeblich aggressiv wäre. Ja, er wusste, wer er war und hat sich die Butter nicht vom Brot holen lassen, aber er war so ein lieber und ausgeglichener Kerl. Er wusste die Gesellschaft der anderen zu schätzen, konnte sich aber auch mal zurückziehen und die Ruhe genießen. Die anderen Flauschs – und das gilt sowohl für die mit dem langen als auch mit dem kurzen Hals – wussten, bei ihm ist man gut aufgehoben. Wenn man ihn stänkert, gibt’s was auf den Deckel, wenn man ihn respektiert, bekommt man gute Gesellschaft.

Er wird so fehlen! Das Flausch mit den schnuffigen Löckchen und der süßen Knuffelnase, die er sich immer so herrlich mit seinem Heucobsstaub besuddelt hat, wenn er mit viel Freude und Enthusiasmus seine Extraportion Futter mümmelte, weil er die brauchte, weil er keine Schneidezähne mehr hatte und nicht so wie die anderen das Gras und Heu aufmehmen konnte.

Lebe wohl du Lieber!

Irgendwie hatten wir unseren Sonntag anders geplant. Eigentlich dachten wir, wir könnten uns am Nachmittag zwei Flauschs schnappen und gemütlich durch den weißen Winterwald stapfen. Wenn es denn schon mal so knackig kalt und schneeig ist. Aber es sollte ganz anders kommen und uns am Mittag zwei mit Blut besudelte Hundedamen humpelnd aber irgendwie doch freudig entgegenlaufen.

Ächz. Badina und Nisha hatten sich irgendwie in die Wolle bekommen und so richtig werden wir es wohl nie rekonstruiert bekommen, was da passiert ist. Das irgendwie freudige auf uns zukommen sprach so gar nicht fürs in die Wolle bekommen und wie beide gegenseitig miteinander umgingen auch nicht. Aber es muss wohl eins zum anderen geführt haben. Wir vermuten das Zusamenspielen mehrerer Faktoren.

Kurz vor Jahresende packten wir die beiden Damen fürs Silvester-Hunde-Tetris zusammen, damit sie gemeinsam gut durch die Nacht kommen können und vorab noch mal Zeit zum Zusammenwachsen hätten. Das funktionierte prima. Die zwei waren ein Herz und eine Seele und spielten in den vergangenen Tagen sooooo wundervoll harmonisch zusammen, dass uns dieser Crash so überhaupt gar nicht in den Sinn kam.

Also vermuten wir, dass da am Sonntag eine Maus in die Quere kam und die zwei zu einem Ressourcenkampf animierte… und da trafen dann zwei extrem dicke Sturköpfe aufeinander, wo der eine Sturkopf dem anderen keinen Millimeter Land überlassen wollte. Also klemmte es. (Dass es ordentlich klemmen kann, wenn der eine Hund dem anderen einen Nager präsentiert, konnte ich letztes Jahr zwischen den beiden überhaupt gar nicht sturköpfigen Ekko und Robbi live miterleben und entsprechend auch live unterbinden.)

Als das geklärt war, war man dann aber auch in der Lage, sich gegenseitig die Wunden zu lecken und eben freudig humpelnd den Menschen entgegen zu laufen… Yeah! Da Nishas Beinwunden echt nicht ohne waren, war dann doch mal noch der Tierarzt da und wir klammerten mal lieber vorsorglich. Eieiei. Bei Badina gab’s ein paar Spuren im Gesicht und Ratzer an der Pfote. Den restlichen Sonntag verbrachten die beiden Damen vorsichtig und bedächtig miteinander. Nur, um dann gestern doch noch mal aneinander zu geraten… und da vermuten wir nun die Hormone gepaart mit Wundheilungserscheinungen. Denn Nisha wird demnächst ganz imaginär ihre ersten Welpen nach ihrer ersten Scheinträchtigkeit „auf die Welt bringen“ und Badina könnte so kurz vor der nächsten Läufigkeit stehen. Beides keine einfachen Phasen. Große Freude also hier bei den Menschen. NICHT!

Nun kieken wir also, dass die zwei ihre Wundheilung gut durchbekommen und wir Nishas Scheinträchtigkeit gut beendet und Badinas vermutlich bald startende Läufigkeit gut gestartet bekommen. Es ist also mal wieder nicht langweilig bei uns.

Bloß gut geht Nisha gerade (noch?) nicht an ihre Klammern und ist friedlich mit Ekko unterwegs.

Na, das Jahr geht doch toll los. Alte weiße Männer haben nur drei Tage gebraucht, um die Welt ins Chaos zu stürzen… okay, das machen sie schon länger. Es wird halt von Tag zu Tag schlimmer. Leider haben wir da auch so ein Exemplar an der Spitze sitzen und mit dem müssen wir da nun also durch. Es wird also demnächst garantiert nichts wirklich flauschiger. Aber auch das wissen wir ja nicht erst seit gestern. Puh!

Erfreuen wir uns derweil ein klitzekleines bisschen an der gestrigen Schneeschnabberschnutenparade. Die Hengste haben sich mächtig ins Zeug gelegt und konnten sehr ausführlich ihrem Lieblingswinterhobby frönen: Schnee schnabbern.

Fosco, Edi, Ringo und Calypso haben sich vor die Kamera getraut und zeigen ihre Schneeschnabberschnute. Da drüben bei Instagram und auch bei Mastodon könnt ihr abstimmen und Diskutieren, welche Schneeschnabberschnute (was für ein tolles Wort) die schönste ist.

Und bei der Gelegenheit könnte ich ja gleich mal noch auf den heute erstmals stattfindenden Di.Day, den Digital Independence Day (oder auch den Digitalen Unabhängigkeitstag) hinweisen, den Marc Uwe Kling im Dezember beim 39. Chaos Communication Congress ausgerufen hatte und der jetzt in meinen Augen wichtiger denn je wird. Wir bemühen uns ja schon länger auf Alternativen zu den großen Big Techs unterwegs zu sein und fühlen uns z.B. bei Mastodon als Social Media Alternative sehr wohl und mit Signal als Messenger sehr viel flauschiger. Bei letzterem gibt’s ebenfalls schon länger unsere flauschige Signalgruppe. Aber wer uns schon länger folgt, weiß das ja schon längst.

Wer sich noch etwas schlauer über den Di.Day machen möchte, findet in Marc Uwe Klings Redemitschnitt vom Congress via YouTube einen humorvollen Grundriss der Idee und auf der Di.Day-Seite viele Hinweise und Anregungen.

Heute wäre ein sehr guter Tag zum Anfangen!

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