10 Jahre Webertal-Alpakas ~ 2018

Weiter geht’s mit dem von Zufällen gespickten Streifzug durch die letzten 10 Jahre.
Der Zufallsgenerator warf mir für jedes Jahr einen Monat & Tag raus und ich hab mal geschaut, was das Fotoarchiv da so hergab. Wenn wir in dem entsprechenden Jahr an dem Tag nix alpakiges geknipst haben (kommt tatsächlich mal vor), dann habe ich mir die Freiheit genommen, um den vorgeschlagenen Tag drumherum zu schauen.
Hier das Foto für 2018:

All unsere Flauschs im Frühjahr 2018 auf einem Foto vereint, genau am 22. April 2018.
Vorne unsere drei Zuchtstuten Clarissa, Lyrata & Grace mit Adoptivflausch Rika. In Lyrata und Clarissa wachsen derweil noch Maluni und Chari fertig. Sie werden im Juli 2018 tatsächlich an einem Freitag, den 13. das Licht der Welt erblicken.
Im Hintergrund sind unsere vier Herren zu sehen, die mit uns aus Baden-Würrtemberg ins Saarland umgezogen sind.
Heute bekämen wir alle 55 Flauschs gar nicht mehr auf ein Foto, weil sie viel zu weit verteilt im Gehege verteilt sind. Unsere vier Anfangsstuten könnten wir noch mal auf ein Foto bekommen. Bei den Herren wird’s leider nichts mehr. Von unserem Casi mussten wir uns Anfang 2024 verabschieden und Edi ist seit dem gut in seine Erzieherrolle bei den Junghengsten reingewachsen und wohnt nicht mehr mit Roy und Calypso in einer Gruppe.
Es hat sich eine ganze Menge getan. Wir haben viel an unserer Herde gearbeitet und noch viel mehr an unserem Gelände. Und unter dem kleinen Apfelbaum, den man da auf der Wiese zwischen Hengsten und Stuten sieht, passen mittlerweile locker 10 Kinder drunter, um ihnen bei unserer Ferienzeit Geschichten zu vorzulesen. Verrückt.
Logbuch 3.12
Und schwups sind die zwei Alpakahengste bei uns angekommen. Ganz so, wie wir das uns erhofft hatten.
Nachdem wir die Quarantäne quasi schon in Österreich haben durchführen lassen, konnten die Herren am Sonntag nach ihrer Ankunft gleich in ihre ihnen vorbestimmten Herden einziehen. So ging’s für den kleinen Royal Standard (Rufname Goldi) zu den Minihengsten und den Betreuern Ringo & Edi. Für unseren großen Ikarus zu den „alten Herren“.

Ikarus musste kurz mit Espresso klären, wer jetzt wie und wo steht. Mit Chefalpaka Roy war er sich gleich einig, dass man sich einig sein kann. Und dann war da aber auch schon Ruhe im Karton. Eben ganz wie geplant. Denn bei der Auswahl für die zwei Neuankömmlinge war uns neben einer tollen Genetik eben auch ein ruhiger und entspannter Charakter wichtig.

Bei den Minis rumpelte es etwas arger. Das lag daran, dass unsere fast schon Großen (Dexter und Deanston) nun meinten, mal die dicken Macker markieren zu müssen. Naja… und da wir die zwei eh schon längst in die andere Hengstherde umziehen wollten, machten wir mit den zwei Möchtegernhalbstarken kurzen Prozess und zogen sie am gleichen Abend noch in die andere Herde. Da fanden sie sich dann plötzlich am anderen Ende der Hierarchie und merkten… war eigentlich’ne blöde Idee. Für uns war’s gut… hatten wir das Thema auch gleich vom Tisch und auch hier nach wenigen Minuten Ruhe im Paddock.
Und nun ist’s nach zwei Tagen fast so als wäre es schon immer so gewesen, dass da ein junger Royal Standard mit den E-Minis Emerick, Esperado und Elmo sowie Ringo und Edi zusammensteht und ein älterer Ikarus gemeinsam mit 11 anderen Webertal-Alpakas-Hengsten unterwegs ist. Muss ja auch mal laufen.
Heute Morgen ging es für die zwei Neuankömmlinge dann mal noch in den Stutenstall auf die Waage. Das fanden die Damen mehr als spannend und schauten extremst neugierig, wer da bei ihnen vorbeischaute…

Währenddessen machte uns unsere kleine Nisha die vergangenen Tage etwas Sorgen. Am Freitagmorgen begrüßte sie uns mit einer dicken Backe und wir befürchteten schon, dass sie von einem ihrer Hengste einen Tritt abbekommen hatte, weil sie einfach mal völlig unbedarft zwischen ihren Beinen rumtappste. Da sie unverändert weiterhin gut gelaunt unterwegs war und ohne Probleme ihr Futter futterte, warteten wir erst einmal das Wochenende ab, ob die dicke Backe wieder eine dünne wird. Wurde sie leider nicht und so machten wir uns am Montagmorgen gleich auf den Weg zum Tierarzt. Der stellte unumwunden fest: Der Zahnwechsel ist schuld und eine im wahrsten Sinne des Wortes fette Entzündung macht ihr zu schaffen. Mit Medikamenten ausgestattet ging’s also wieder heim. Und nun sprechen die Medis an und die dicke Backe ist gar keine so dicke Backe mehr und alles wird bloß gut wieder gut. Juhuuu!
Und weil wir im Rahmen der Hengsteingewöhnung für die ersten Tage erst einmal die Hunde aus den zwei Herden genommen hatten, bekam Klein-Nisha jetzt gleich noch eine Runde Haustraining und durfte zeigen, dass sie auch Bürohund kann.

