Logbuch 4.16
Und dann war’s hier schon wieder ruhig. Dieses Jahr will aber auch wirklich noch mal so richtig zeigen, wie viel Drama in ein Jahr reinpassen kann. Ächz.
Wer uns in die Signal-Gruppe gefolgt ist, weiß es… Martin und der Stallpfosten haben ausknobeln wollen, wer der Stärkere ist. Martin hätte auch einfach mich vorher fragen können… aber nein, er wollte es selber wissen. Das Match hatte ganz klar der Stallpfosten gewonnen und Martins Hand hatte verloren. Das war das eine Mal, auf das wir hätten verzichten können. Gnarf. Ich stand gerade beim Frühlingserwachen bei Dörrenbächers als mich Martins Anruf ereilte, dass er sich an diesem Tag echt wüst die Hand eingeschlagen hatte. Ein paar Stunden später hat er sich dann doch auf den Weg ins Krankenhaus gemacht und das Röntgenbild zeigte: Hand kaputt.

Sechs Wochen mindestens außer Gefecht gesetzt… mit einem blöden Bruch über dem Gelenk des kleinen Fingers. Rechts natürlich. So war dann der Stand der Dinge am Freitagabend. Wobei wir da noch nicht wussten, wie sehr die Ärzte mit dem Bruch hadern würden und wie oft sie nachschauen werden würden, ob sie nun operieren müssen oder nicht.
Dank sehr lieber Hilfsunterstützung am Samstag im Stall und am Abend beim Abbauen bei Dörrenbächers haben wir das Wochenende dann irgendwie über die Runden gebracht und dann ging’s los in die erste Woche mit defekter Hand – und kaputter Seele. Mich hat der Unfall vermutlich sogar sehr viel mehr aus der Bahn geworfen als Martin. All die Erinnerungen an Bandscheibenvorfall sowie Corona inkl. aller Nachwirkungen und was es sonst noch so gab die vergangenen Jahre zogen mir mal so richtig schön den imaginären Teppich unter den Füßen weg. Martin nahms sportlich und trainiert nun fleißig die linke Hand.
Mittlerweile haben wir uns eingelebt in der Situation und haben den Kampf mit der Bürokratie aufgenommen. Denn eigentlich steht dem Nebenerwerbslandwirt in so einem Fall im Rahmen der Sozialversicherung eine Betriebshilfe zu – mit diversen Wenn’s und Dann’s und Aber’s in vielfältigen Richtungen… schon allein ganz spontan eine Hilfe zu finden. Denn stellen konnte man uns keine. Kein Personal in unserer Ecke des Bundeslandes. Wenn wir selber jemanden finden würden, „kein Problem“ – sofern man kein Problem mit Formularen, Paragraphen und Klauseln hat… Aber wir blieben tapfer. Wir fanden jemanden und nachdem wir uns durch diverse Anmeldemöglichkeiten gekämpft hatten, haben wir nun hoffentlich einen Weg gefunden, wie alles ganz hieb- und stichfest ist und nun warten wir noch auf die Genehmigung. Aber bis dahin haben wir jetzt einfach Hilfe und Unterstützung und können endlich auch mal wieder ein Stück weit aufatmen, liegen gebliebenes aufarbeiten, den Kopf wieder zurechtrücken und die Konsequenzen, die so ein kleiner Stoß gegen einen Pfosten mit sich bringen, absehen und organisieren. So Dinge wie, später als geplant in die Schersaison starten oder nicht mit den Flauschs auf Finkenrech dabei sein… Das ruckeln wir dann hoffentlich alles ab nächster Woche wieder in die richtigen Richtungen.
So und zwischendurch… zwischendurch hatte der Kater noch’ne dicke Backe. Herje, der hat uns vielleicht einen Schreck eingejagt. War aber alles halb so dramatisch. Es war ein Abszess, der noch nicht aufgegangen war und dank tierärztlichem und vermutlich rechtzeitigem Antibiotika hat sich’s dann auch ohne Aufplatzen wieder zurück gebildet. Jetzt läuft er halt nur mit rasierter Backe rum, weil das der Tierarzt gleich noch gemacht hatte…

Bei den anderen Tieren blieb’s dann bloß gut ganz normal und endlich mal etwas ruhig. Reicht ja nun eigentlich auch wirklich ausführlich.
Logbuch 3.49
Da ist er also der Regen, den wir im Frühjahr so dringend gebraucht hätten… die Böden brauchen ihn dringend, die Flauschs grad nicht so. Es heißt jetzt die kommenden Tage schon mal auf den saarländischen Winter einstimmen und die Tage im Stall zu verbringen, weil’s draußen viel zu matschig ist. Finden die Flauschs gaaaaar nicht so toll. Derweil hoffe ich, dass die Bäume das viele Wasser gut vertragen und die Äste da lassen, wo sie hingehören: An. Den. Bäumen.
Denn: Martin hat sich gestern für die kommenden zwei Wochen in den Schwarzwald verabschiedet. Was sonst so drei oder vier Tage wärt, wird jetzt also ein bisschen länger. Mein ganz persönlicher Troubleshooter, wenn’s um Unvorhergesehenes in und ums Gehege geht, fehlt also… abgesehen davon, dass er auch sonst ganz schön fehlt!
Ich hoffe, dass sich alle Flauschs – ob nun mit langem oder kurzem Hals anständig benehmen und auf keine blöden Ideen kommen. Zwei blöde Ideen gilt’s ja nach wie vor zu behandeln:
Da wäre nach wie vor Angels Kiefer, der zwar am Abheilen ist, aber eben noch nicht gut ist. Und dann hat Clarissa beschlossen, dass ein herber Schicksalsschlag im Jahr nicht ausreicht und hat sich noch einen fetten Abszess im Gesicht eingefangen. Das aber nicht erst gestern, sondern schon Mitte des Monats. Es war mal wieder ein Klassiker… Martin gunkst mich an und zeigt auf Clarissa: Guck mal der dicke Backen. Ich zögere und meine, ui… das war gestern auch schon. Dann schauen wir uns nur noch an, fangen sie ein und entdecken: der dicke Backen ist, nicht nur ein dicker Backen. Da hat sich was unter der Haut entwickelt. (Gelegentlich sammeln die Flauschs sich in der Wange etwas Heu für später mal am Tag und laufen eben mit’nem dicken Backen rum. In dem Fall nur leider nicht.) Und weil der Backen nun wirklich dick war, haben wir vorsorglich doch den Tierarzt angerufen und der hat’s dann auch gleich aufgeschnitten und viel Schmadder rausgeholt. Gnarf. Eine Woche später war er dann gleich noch mal da und hat nachgelegt, denn leider wollte sich trotz Spülen und Machen doch nicht alles loslösen. Noch mehr Gnarf! Jetzt sind wir aber auf dem Wege der Besserung und weil Angel am Mittwoch eh noch mal eine Spritze vom Tierarzt braucht, kiekt er dann auch gleich noch mal nach Clarissa. Somit sind die zwei dann hoffentlich gut versorgt.

Und sonst so? Ich hole noch die letzten Aufräumarbeiten nach dem Finkrenrech’schen Wochenende auf. Wobei wir hier, dank wirklich guter Voraussicht (am Sonntagnachmittag wurde dann kurz vor drei der Markt abgeblasen, weil der Parkplatz vor lauter Regenmatsch nicht mehr befahrbar war), schon vieles davon schon am Sonntag erledigen konnten.
Und ich ärgere mich mit den Nachwirkungen eines echt fiesen Telefonbetrugs rum. Mittlerweile ist das ganze beim Anwalt. Eine Strafanzeige haben wir zwar auch gestellt, aber so wie wir die Sache einschätzen, interessiert das nicht sonderlich. Weder die Betrüger, noch die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft… letztere scheinen wohl hoffnungslos überfordert… (siehe in der Saarbrücker Zeitung vom 4.9.). Von daher wird von der Seite her vermutlich nix zu erwarten sein. Das wirft natürlich viele, viele Fragen auf… Ist ja auch nicht so, dass wir noch an anderer Stelle offene Verfahren hätten… (Stichwort Hundesteuer).
Oh, wo wir grad beim Hund sind… Dunja wird immer runder. In drei Wochen werden da wohl ein paar kleine flauschige Welpen purzeln und ich weiß echt nicht, wie Dunja das noch drei Wochen durchhalten will. Sie schnauft jetzt schon gehörig durch die Gegend. Wuaaaah! Das wird echt megaspannend.

Logbuch 2.15
Langweilig wird’s gerade gar nicht. Wir hatten in dieser Woche…
- …Halftertraining für den D-Nachwuchs. Die Junghengste und auch Jungstuten durften sich an der Führleine versuchen. Aber auch Cleo und Cara waren noch mal dran. Nächste Woche ist schließlich Herdbuchprüfung.
Ein dickes Danke geht an Melli, die uns dabei unterstützt hat! - …den Tierarzt da, weil Amparo sich einen Abszess in Kiefernähe eingefangen hat. Der ist aber bloß gut abgekapselt und hat nix mit ihren Zähnen zu tun. Das war die große Befürchtung, weil er nicht kleiner werden wollte. Jetzt heißt es halt geduldig sein und schön weiterpflegen.
- …den Abschluss der „redaktionellen“ Arbeiten für unsere Patenpost. Das letzte Patenalpaki hat endlich seinen Text abgegeben. Gnihi. Es wird nun also tatsächlich langsam. Noch eins zwei Mal Korrekturlesen und dann halten endlich alle Patinnen und Paten ihre lang angekündigte „Weihnachtspost“ in den Händen. Vor Ostern schaffen wir das also tatsächlich noch.
Oh man, das war dieses Mal ein ordentlicher Kraftakt zwischen Technikausfall und Casitraurigkeit und dann natürlich all dem natürlichen Alltag. Daaaaaafür wird’s dieses Mal eine ganz besondere Patenpost. Ich bin hier schon ganz hibbelig, ob auch wirklich alles so klappt und aussieht, wie ich mir das ausmale. Ihr dürft gespannt sein. - …einen Durchbruch in der Terminfindung für unsere diesjährige Lesung. Wuaaaaaaah! Am 5. Juli wird es soweit sein und wir werden eine ganz liebe Autorin und beeindruckende Frau mit sehr besonderem Buch bei uns begrüßen. Der Termin darf gerne schon mal in den Kalender getragen werden und in den kommenden Tagen verraten wir natürlich mehr.
Die Freude, dass es dieses Jahr wieder eine Alpaka trifft Autorin-Veranstaltung geben wird, ist sehr groß!
Und jetzt geht’s in die letzten Vorbereitungen fürs Wochenende. Das wird sehr aufregend, denn unsere Herdenschutzhundeberaterin Andrea wird aus Brandenburg bei uns vorbeischauen. Mit im Gepäck wird sie Badina (ein Mix aus Alabai und Mastín Español) haben, eine Trainingshündin, die bei uns den Alltag mit Alpakas kennenlernen soll. Das wird spannend. Vor allem auch, was Andrea so zur Entwicklung unserer drei Kurzhalsflauschs sagen wird. Schließlich war sie das letzte Mal vor zwei Jahren hier.
Und weil Andrea das Wochenende hier verbringen wird und wir gar nicht so viel Zeit für all die vielen Dinge haben werden, wird’s morgen keine Öffnungszeiten bei den Flauschs geben!
