Logbuch 4.18
Flupp. Woche rum. Die hatte es ganz schön in sich und war sehr schön.
Wir waren (noch letzte Woche) gemeinsam mit ca. 500 anderen lieben Menschen auf der Prüf-Demo in Saarbrücken prüfen und sind jetzt schon ganz traurig, dass wir vermutlich am 9. Mai nicht mit dabei sein können, weil da ein paar unserer Flauschs geschoren werden sollten – sofern Martins Hand da schon wieder voll einsatzfähig ist.
Den Sonntag verbrachten wir dann alpakatrainierend im Stall oder auf den Wanderwegen. Unsere vier Damen Cara, Eritaya, Fayola & Felisa machen mehr oder weniger Fortschritte… und später platzte bei Emerick der Laufknoten. Da freuen wir uns. Der kleine Charmeur kiekt sich ja schon seit Wochen in die Herzen unserer Spaziergäste. Jetzt gilt’s bei ihm mal noch Routine reinzubekommen.
Ab Montag starteten wir quasi ins Ferienprogramm. Wir hatten eine wunderflauschige Kooperation mit der Nachmittagsbetreuung einer Schule und hatten für unsere Verhältnisse ganz schön viele liebe kleine Flauschfreundinnen und -freunde auf dem Hof. Wir wurden mit Fragen gelöchert und die Flauschs eroberten kleine Kinderherzen und zauberten Freude in die Gesichter.
Und während wir Kinder bespaßten und dabei auch schauten, dass es allen Flauschs gut geht, gab’s auch noch zwei Termine der Zukunftswerkstatt vom VDM („Verein zur Förderung der Dorfentwicklung Mainzweiler“), zu denen es uns zog. Damit waren wir also auch gut bespaßt die Woche und freuen uns heute auf einen hoffentlich entspannten Abschluss beim Auftakt des erLESEN!-Festivals in Saarbrücken. (Alle Lese-Fans aus dem Saarland kieken da gerne mal ins Programm… da gibt’s noch bis Ende April echt viele tolle Veranstaltungen – organisiert vom lokalen Buchhandel im ganzen Bundesland.)
Für die Flauschs gab’s diese Woche aber auch einiges zu erleben… also so fern der kleinen Flauschfreundinnen und -freunde. Die Herren durften nämlich endlich alle raus auf die Wiese… Die großen ja schon mit Ostern. Die Teeniebande dann also auch mit Edi und die ganz ganz kleinen zusammen mit Ghillie schließlich auch. Wobei für letztere das raus auf die Wiese dürfen eine ganz schön große Herausforderung war.

Das skeptische Hinterherstapfen hinter Ekko ist übrigens schon die fortgeschrittene Variante… am ersten Tag war es fast unmöglich da zwischen diesen zwei Zelten durchzulaufen. Lag aber vielleicht auch daran, dass es bei den großen Hengsten über den Zaun viel zu viel zu bestaunen gab und das Heu in der Raufe auch ganz schmackhaft war. Mittlerweile haben sie aber, glaube ich, die Vorzüge des Grases zu schätzen gelernt und sind fleißig mit Ringo draußen unterwegs.
Logbuch #1.98
Und auch wenn wir Menschen gerade versuchen etwas Urlaub zu machen (die Betonung liegt hier auf „versuchen“), die Flauschs wollen natürlich trotzdem versorgt werden. Und so werden sie natürlich auch versorgt.
Und wenn komische Sachen passieren, dann werden die natürlich auch in Angriff genommen… So hatten wir denn am Montag auch gleich mal noch einen kleinen Ekko mit einer sehr großen (sprich: dicken) Zunge. Er hat da wohl einen Grashüpfer mit einer Wespe verwechselt. Eieieieiei. Ganz herzzerreißend schaute der da drein. Also kühlte Martin was das Zeug hielt. Als dann absehbar war, hier passiert nichts dramatischeres und das Abschwellen braucht einfach nur Zeit, bekam der kleine Schnuff eine Zwangs-Zuhause-Trainingseinheit und kam mit heim. Da konnten wir ihn dann im Auge behalten, während der erste Urlaubsalltag (nämlich blitzschlagbedingtes Internetausfall- sowie geburtenbedingtes Liegengebliebenes – siehe Logbuch #1.97 – noch aufzuholen) seinen Lauf nahm.
Am Dienstag gab’s eine weitere Deckrunde. Clarissa und Judy bekamen am Vormittag noch Herrenbesuch von Espresso sowie Orion. Leider mussten wir auch feststellen, dass es bei Lyrata immer noch nicht geklappt hat.
Für Dunja war diese Woche eine sehr arbeitsreiche. Sie darf nun wieder verstärkt bei den Stuten arbeiten und das bedeutet für sie Fingerspitzengefühl zu zeigen. Denn Franzi ist gar nicht amüsiert darüber, dass da eine Vierbeinerin mit kurzem Hals in der Nähe ihrer kleinen Maus (die übrigens den wundervollen Namen Esmeralda von ihren Paten bekommen hat) unterwegs ist. Esmeralda beeindruckt das nun wiederum nicht. Sie ist in der Tat von allen kleinen Alpakis die neugierigste und forscheste, wenn es um Begegnungen mit Dunja geht. Eine Spitzenkombination. Wuah. Neben viel Stuteneinsatz machten wir uns aber am Mittwoch auch mit Dunja auf den Weg in den Wassergarten in Landsweiler-Reden. Das war superfaszinierend, weil’s ganz viele verschiedene (und neue) Untergründe für Dunja zu entdecken gab. Aber auch die Gerüche waren ein dolles Ding. Das absolute Highlight für Dunja waren aber vermutlich die Enten und die Reiher. Denn Dunja findet Vögel toll. Also… außer Raben und Krähen. Die findet sie doof. Vor denen beschützt sie auch die Alpakas auch schon immer fleißig im Gehege. Am Ende des Ausflugs stand fest… auch Robbi und Ekko werden demnächste mal einen Trainingsausflug nach Reden machen.
Zur Mitte der Woche warf unser Tierarzt schließlich noch einen Blick auf unsere kleine Sorgenmaus Esmeralda, die ja bei ihrer Geburt Fruchtwasser eingeatmet hatte. Ihre Antibiotikakur wurde noch mal verlängert. Wir hatten zwar mit dem schnellen Eingreifen das schlimmste verhindert, aber gut war’s eben noch nicht. Aber das wird. Ganz andere Sorgen macht uns schon wieder ihre Mama Franzi. Sie will einfach nicht ausreichend Milch für ihre Kleine produzieren, die sie doch aber dringend braucht, um ein großes Alpaka zu werden. Gnarf. Nun helfen wir Franzi und Esmeralda mit und verabreichen der kleinen Maus täglich noch 1-2 Extraportionen Milch.
Elli (so heißt die kleine Stute von Ciara) hingegen regelt das mit dem schnell groß werden ganz alleine und schaut immer nach der Mamafutterrunde in der Futterrinne nach, ob für sie noch was Feines zum Schnabbern übrig geblieben ist. Das sieht sehr süß aus und kannst du dir auf YouTube gerne anschauen.
