Logbuch 3.25

Logbuch 3.25

Was war das für ein Tag, gestern?

Es kam mal wieder alles ganz anders als von mir so schön geplant. Gnarf!

Es fing schon mal damit an, dass mich meine Nase in den Wahnsinn trieb und es Martin überhaupt nicht gut ging. Als wir schließlich bei den Flauschs ankamen, bescherte uns Herki gehörige Kopfzerbrechen. Denn ihm ging’s auch überhaupt nicht gut. Er schien sich eine ausgewachsene Kolik eingefangen zu haben und hing da wie ein Schluck Wasser. Schnell war klar: Da muss der Tierarzt einen Blick drauf werfen. Bis der allerdings da war, sollte noch eine ganze Weile an Zeit vergehen und Martin versuchte dem armen Kerl etwas Linderung zu verschaffen. Es gab’ne Bauchmassage und schließlich einen sehr ausgedehnten Spaziergang. Der schien ihm wirklich gut zu tun – und ich glaube, Martin auch. Gemeinsam tapperten die zwei Jungs unseren Hallenweg auf und ab… bestimmt über eine Stunde… und sowohl Herkules als auch Martin wirkten irgendwann etwas munterer.

Gegen Mittag kam dann auch schließlich der Tierarzt bei uns an und versorgte den armen Kerl (also Herki) mit einem kampflösenden Schmerzmittel und verordnete ihm eine Kur mit Vitamin B.

Als am Abend die Futterrunde anstand, war er schon wieder mitten unter seinen Mitkumpels zu finden. Noch etwas zögerlich, aber auf jeden Fall mit dabei.

Bloß gut! Nachdem, wie er am Morgen dahing, hatten wir uns schon nach Gießen fahren sehen… und an Gießen, haben wir ja jetzt eher weniger gute Erinnerungen. (Hachz, Casi. Hachz, Emoro.)
Nun drücken wir mal die Daumen, dass es Herki weiterhin besser geht!

Kurz bevor es am Mittag in die Pause nach Hause ging, sorgte Chari noch für einen Schock! Während alle Stuten sich genüßlich ihr Heu einverleibten, saß sie ganz alleine sehr verträumt draußen im Paddock am Zaun. Eh schon in Anspannung wegen Herki, bimmelten alle Alarmglocken. Was macht sie, die ja zur Familie der Fressmaschinchen gehört, alleine da draußen??

Offensichtlich schwangen die Panikschwingungen sofort zu ihr rüber und sie erhob sich und machte sich auf den Weg in den Stall… tja… und da war er dann… der verräterische Grashalm, der sofort erklärte, warum, sie da am Zaun saß! – Einzig und allein um ihre Zugehörigkeit zur Familie der Fressmaschinchen zu unterstreichen… das Gras hinterm Zaun musste ja schließlich erreicht werden.

Jaja… die Flauschs… sie gieren so langsam nach der anderen Seite des Zauns. Auch bei den Herren wird’s immer schwieriger aus dem Paddock zu kommen, weil sie meinen, sie müssten mit. Aber noch ist das Gras nicht ausreichend losgewachsen, dass es dem Ansturm der Alpakas standhalten würde. Ein bisschen Geduld brauchen wir da alle noch. Und ein bisschen Zeit haben wir da bloß gut auch noch, um den Zaun noch mal zu checken und an der ein oder anderen Stelle zu reparieren. Vielleicht bietet der nächste Montags-Flausch-Treff dafür eine gute Gelegenheit. Wer Zeit und Lust hat… meldet sich gerne!

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