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Da sind wir wieder. Vielleicht. Uffz.

Die letzten Tage – äh Wochen sind’s ja mittlerweile – waren heftig. Heftig im Sinne von Ereignissen und auch heftig im Sinne der Gesundheit. Zwischendurch hat’s Martin und mich so richtig schön zerbröselt. Davor schon immer mal wieder in Ansätzen, aber das war scheinbar nur zum Warm machen. Martins Rücken meinte, er müsse sich bei jeder Kleinigkeit über Bewegung beschweren. Da reichte mitunter auch einfach nur ein Schritt gerade aus. Meine Nase war der Meinung jetzt wäre es mal an der Zeit sich so richtig eine Auszeit zu nehmen, nur, dass der Rest vom Körper sich keine Auszeit nehmen konnte, weil die Flauschebande eben versorgt werden wollte und es Dinge gab, die Martins Rücken nicht bewältigen konnte bzw. sollte. Ächz! So langsam, also so richtig langsam, kommen wir nun wieder in handlungsfähige Regionen. Nur schnell ist da eben nicht.

Und neben all dem körperlichen Gnarf war da dann noch der ganz normale Wahnsinn. Ich sollte nach knapp 10 Jahren Flauscherfahrung mich dann doch so langsam mal von dem Wunsch nach ruhiger Routine verabschieden und mich einfach damit abfinden, dass Drama und Action einfach normal sind und den Alltag ausmachen.

Und nun versuche ich mal im Schnellabriss noch die Flauscherlebnisse der letzten 14 Tage Revue passieren zu lassen. Wer uns im Fediverse folgt und sich in die Signalgruppe eingeklinkt hat, hat in den vergangenen Wochen doch noch das ein oder andere mitbekommen.

Nämlich zum Beispiel, dass am 15. Februar ganz schön spontan Pike bei uns eingezogen ist. Ein Surihengst, der aus einer Nothilfeaktion in eine neue Herde kam und sich dort mit den Lamas nicht verstand und einleben konnte. Eigentlich war dazu ein ganz eigener Beirag geplant und wir wollten ein bisschen mehr berichten, darüber, wo er herkam und dass wir einmal mehr gesehen haben, wie wichtig die richtige Sozialisation der Jungflauschs ist, damit sie später souverän durchs Leben gehen können. Denn ganz reibungslos verlief das Einleben bei uns auch nicht. Es hat ordentlich gerumst und das immer wieder an Stellen, wo schnell ersichtlich war, Pike wusste einfach nicht mit dem Verhalten seiner Gegenüber umzugehen, weil er es vermutlich nicht gelernt hatte. Jetzt mehr als 14 Tage später hat er sich aber schon ganz gut eingefunden – und das vermutlich auch Dank einer eingeschworenen Truppe, die sich nicht so leicht aus der Fassung bringen ließ. Es rumpelt manchmal schon noch… aber es rumpelt auch immer mal wieder in der eingeschworenen Truppe. Das Essen will schließlich verteidigt werden…
Vielleicht gibt’s an anderer Stelle noch mal Gelegenheit auf das ein oder andere von und über Pike einzugehen.

Neben Pike war dann da noch Nisha. Die hatte sich genau zur gleichen Zeit eine Mörderentzündung eingefangen, von der wir bis heute noch nicht wissen, wie sie sich die zugezogen hatte und was es genau war. Der Tierarzt unseres Vertrauens meinte nur, wenn er sie nicht gesehen hätte wie fit sie mit ihren Symptomen unterwegs war, er hätte nach Sichtung ihrer Blutwerte eine dahinsiechende Hündin erwartet. Mit einer Wurmkur, Antibiotika und einem kleinen Vitaminbooster haben wir sie dann erstaunlich schnell wieder auf den Weg der Besserung bekommen. Organisatorisch hatte es uns aber ganz schön vor eine Herausforderung gestellt, denn wir wussten die ersten Tage ja nicht, ob das, was sie da hatte, ggf. gefährlich für alle andere Hunde sein konnte und mussten sie erst mal von dem Rest der Hunde- (und Alpakabande) isolieren. Fand sie gar nicht lustig. Wir aber auch nicht.

Mächtig arg an unser aller Nerven nagte natürlich das Wetter. Wem ging der Regen nicht auf den Keks und mit jedem Tag, den er nicht aufhörte, wurde es schlimmer. Die Alpakas waren genervt, die Hunde waren genervt und wir Menschen sowieso. Die einzigen, die es nicht so mitnahm, waren wohl die Katzen. Die genossen ihre Zeit im Heu und freuten sich, wenn ihre Futterspender sich auch kurz Zeit für eine Streicheleinheit nahmen.

Genau eine Woche nach Pike kam Gladys‘ Schwester Glinda wieder zu uns zurück. Das schreibt sich so lapidar, aber dass sie zu uns kam, war eine ganz schöne Odyssee. Der Plan war ein ganz anderer gewesen. Mit Glindas Rückkehr ging Ronda wieder von uns (also nur räumlich!). Für den Samstag war die Jahreshauptversammlung vom Herdenschutzverein in Thüringen angesetzt. Da wollte Martin Ronda auf dem Hinweg und auf dem Rückweg Glinda mitnehmen. Soweit so entspannt. Leider sollte erst das Wetter in Brandenburg alles auf Messers Schneide bringen und schließlich Andreas Auto alles über den Haufen werfen. Und dann beratschlagten wir. Es war für die kommenden Wochenenden das einzige an dem dieser Austausch gut einzuplanen war und wir hatten schon für diesen Austausch einiges bei uns auf Eis gelegt, so dass es z.B. in Gladys Hundeerziehung nicht weiterging. Nun war also Martin schon in Thüringen, nun fuhr er denn am Samstagabend doch noch nach Brandenburg weiter und tauschte die zwei Hundedamen dann dort. Das bedeutete dann für den Sonntag allerdings auch einen Mörderritt wieder ins Saarland zurück. So kamen dann beide auch ganz schön platt am späten Abend an. Von wochenendlicher Erholung war da natürlich nix zu verspüren.

Am Montag war dann die spannende Wiedervereinigung von Glinda, Gladys und Mama Dunja. Es lief ganz anders ab als wir uns das vorher überlegten und es war auch ganz schön ruppig. Mama Dunja war kurz mal überfordert mit zwei quirlig-kleinen Hundemädels und Gladys fand’s nicht ganz so lustig die Mama plötzlich wieder zu teilen. Glinda nahm’s gelassen und fand sich vor allem sehr schnell und überraschend souverän bei den Alpakas wieder ein. Im Laufe der Woche und bis zum heutigen Tage sind die drei gut zusammengewachsen, so dass wir bald die ganze restliche Hundebande in das Leben der zwei Kleinen mit einbeziehen können.

Und dann wurde die Woche ganz schön hundisch und Martin war auch noch im Schwarzwald. Wuaaah.
Zunächst nahm ich ja an, dass Robbi seine gute Freundin Ronda vermissen würde. Er wurde immer lethargischer und zog sich immer mehr zurück. Als er dann aber anfing mächtig zu speicheln, war die nächste Vermutung, er hat eine fette Erkältung. Die bestätigte zunächst auch der Tierarzt unseres Vertrauens und wir gaben ihm entsprechend Medikamente. Nur leider wurde es dann nicht besser sondern kurz mal seeeeehr viel schlechter und am Samstag schockierte er uns mit einer megageschwollenen Zunge. Ein Ausflug zum Tierarzt und der Wechsel der Medikamente und Cortisonzugabe später ließ es langsam wieder aufwärts gehen. Mittlerweile ist er schon wieder fast der alte. Noch hopst er nicht ganz so enthusiastisch, wenn’s Futter gibt, aber er porpellert wieder ordentlich mit dem Schwanz, freut sich, wenn wir kommen und bekommt vor allem das Maul wieder ordentlich aufgesperrt. Bloß gut. Die Sorgen waren aber mächtig groß und ich sah mich schon ihn ziehen zu lassen.

Zwischen all dem war dann immer noch und nach wie vor Badina, deren Wunde am Fuß nur minimal verheilt und uns immer wieder Rückschläge bescherrt. Wenn es denn dann mal schon kurz vor gut war, passten wir kurz nicht auf und sie bearbeitete die Wunde wieder so, dass wir quasi wieder bei ein Stückchen über null mit dem Heilen begannen. Am Sonntag waren wir jetzt so guter Dinge, dass wir die Hundedame mit einer Begegnung mit Dunja überforderten und nun fangen wir wieder von vorne an. Gnarf. Badina wird also unseren Alltag noch ein langes Weilchen mit begleiten.

Eine extrem große Erleichterung brachte dann ja endlich das gute Wetter. Die Flauschs dürfen wieder ein wenig mehr Fläche bewohnen und genießen es in der Sonne zu sitzen. Ich möchte nicht wissen, wie es um unser aller Befinden stünde, wenn dieser Regen noch eine weitere Woche so weiter geregnet hätte. Vor allem weil unser Weiher langsam an seine Grenzen gestoßen war und es Wasser aus Ecken drückte, das uns arg ans Pfingsthochwasser 2024 erinnern ließ.

Und zwischen all dem Wetter, dem Einleben von Pike, dem Gehunde und Martins Ausflug in den Schwarzwald ärgerten wir uns noch mit unserer Bank rum. Die beschloss, dass wir ja auch mal eben das 4fache an Bankgebühren zahlen könnten… und so haben wir zwischen all dem normalen Büroalltag inkl. Nase & Rücken eben auch noch fix nach einer neuen Bank Ausschau gehalten und haben nach vielen Abwägungen uns nun auch für eine entschieden. Nun gilt’s da gar nicht so wenig umzuziehen und dann wird sich sicher die nächste Herausforderung in den Weg stellen. Yeah! Vom Weltgeschehen fangen wir jetzt mal gar nicht an.

So. nun seid ihr, glaube ich, erstmal wieder so halbwegs auf dem aktuellen Stand. Heute mal noch ganz ohne Bild, aber die kommenden Logbücher dann hoffentlich auch wieder mit Bild.

Und schwups sind die zwei Alpakahengste bei uns angekommen. Ganz so, wie wir das uns erhofft hatten.

Nachdem wir die Quarantäne quasi schon in Österreich haben durchführen lassen, konnten die Herren am Sonntag nach ihrer Ankunft gleich in ihre ihnen vorbestimmten Herden einziehen. So ging’s für den kleinen Royal Standard (Rufname Goldi) zu den Minihengsten und den Betreuern Ringo & Edi. Für unseren großen Ikarus zu den „alten Herren“.

Royal Standard bei den Minis. Leider mit Matsch.
Royal Standard bei den Minis… leider bei nicht so schönem Wetter mit Matsch.

Ikarus musste kurz mit Espresso klären, wer jetzt wie und wo steht. Mit Chefalpaka Roy war er sich gleich einig, dass man sich einig sein kann. Und dann war da aber auch schon Ruhe im Karton. Eben ganz wie geplant. Denn bei der Auswahl für die zwei Neuankömmlinge war uns neben einer tollen Genetik eben auch ein ruhiger und entspannter Charakter wichtig.

Ikarus im Kreise der alten Herren. Hier mit Benvindo und Orion.
Ikarus im Kreise der „alten Herren“… hier mit Benvindo und Orion.

Bei den Minis rumpelte es etwas arger. Das lag daran, dass unsere fast schon Großen (Dexter und Deanston) nun meinten, mal die dicken Macker markieren zu müssen. Naja… und da wir die zwei eh schon längst in die andere Hengstherde umziehen wollten, machten wir mit den zwei Möchtegernhalbstarken kurzen Prozess und zogen sie am gleichen Abend noch in die andere Herde. Da fanden sie sich dann plötzlich am anderen Ende der Hierarchie und merkten… war eigentlich’ne blöde Idee. Für uns war’s gut… hatten wir das Thema auch gleich vom Tisch und auch hier nach wenigen Minuten Ruhe im Paddock.

Und nun ist’s nach zwei Tagen fast so als wäre es schon immer so gewesen, dass da ein junger Royal Standard mit den E-Minis Emerick, Esperado und Elmo sowie Ringo und Edi zusammensteht und ein älterer Ikarus gemeinsam mit 11 anderen Webertal-Alpakas-Hengsten unterwegs ist. Muss ja auch mal laufen.

Heute Morgen ging es für die zwei Neuankömmlinge dann mal noch in den Stutenstall auf die Waage. Das fanden die Damen mehr als spannend und schauten extremst neugierig, wer da bei ihnen vorbeischaute…

Goldi und Ikarus werden beim Besuch auf der Waage von den Stuten beäugt.
Goldi und Ikarus werden beim Besuch auf der Waage von den Stuten beäugt.

Währenddessen machte uns unsere kleine Nisha die vergangenen Tage etwas Sorgen. Am Freitagmorgen begrüßte sie uns mit einer dicken Backe und wir befürchteten schon, dass sie von einem ihrer Hengste einen Tritt abbekommen hatte, weil sie einfach mal völlig unbedarft zwischen ihren Beinen rumtappste. Da sie unverändert weiterhin gut gelaunt unterwegs war und ohne Probleme ihr Futter futterte, warteten wir erst einmal das Wochenende ab, ob die dicke Backe wieder eine dünne wird. Wurde sie leider nicht und so machten wir uns am Montagmorgen gleich auf den Weg zum Tierarzt. Der stellte unumwunden fest: Der Zahnwechsel ist schuld und eine im wahrsten Sinne des Wortes fette Entzündung macht ihr zu schaffen. Mit Medikamenten ausgestattet ging’s also wieder heim. Und nun sprechen die Medis an und die dicke Backe ist gar keine so dicke Backe mehr und alles wird bloß gut wieder gut. Juhuuu!

Und weil wir im Rahmen der Hengsteingewöhnung für die ersten Tage erst einmal die Hunde aus den zwei Herden genommen hatten, bekam Klein-Nisha jetzt gleich noch eine Runde Haustraining und durfte zeigen, dass sie auch Bürohund kann.

Klein-Nisha lenkt im Büro von der Büroarbeit ab. Sie sitzt ganz zauberhaft-süß auf ihrem Handtuch.
Klein-Nisha lenkt im Büro von der Büroarbeit ab. Wie süß kann man bitte sein?

Ringo hat kein Bock mehr auf seine Behandlungen… und wir können das so gut verstehen. Denn es zieht sich nun schon ganz schön lange mit seinem Zahn. Seit fast vier Wochen wird er nun täglich von uns gepiekst und seine Wunde gespült und versorgt. Die Entzündung in seinen Wurzeln haben wir nun gut in den Griff bekommen, aber leider ist sie auf den Kiefer übergegangen. Deswegen haben wir nun das Antibiotika gewechselt, was den Vorteil hat, dass er nur noch einmal statt dreimal am Tag gepiekst werden muss, aber leider muss er davon jeden Tag eine Mörderspritze bekommen und die sorgt nun dafür, dass er arg humpelt und noch mit anderen Schmerzen zu kämpfen hat. Es tut uns in der Seele weh, ihn so zu sehen und leiden mächtig mit ihm mit. Was er, glaube ich, auch weiß. Denn auch wenn er mal bockelt, nimmt er alles hin und macht schon auch immer schön mit.

Im Moment warten wir noch auf eine Rückmeldung von der Uniklinik Gießen, ob da vielleicht noch eine Idee haben, wie wir ihm helfen können… denn wenn dieses neue Antibiotika weiterhin so bei ihm reindrischt und die Entzündung aber nicht mildert, dann müssen wir uns über kurz oder lang mit dem Gedanken befassen, ob wir ihn anderweitig „erlösen“ müssen. Noch futtert er und hält sein Gewicht. Noch macht er mit und ist in seiner Herde dabei. Der Eindruck, dass seine Kieferentzündung heute das erste Mal seit Tagen nicht heiß ist, lässt die Hoffnung am Leben erhalten, dass wir es packen… aber es kann halt leider auch kippen… und kippen haben wir ja schon das ein oder andere Mal miterleben müssen.

ABER: Noch sind wir nicht an diesem Punkt angelangt. Wir drücken unserem Ringo extremst die Daumen und warten gespannt auf seinen nächsten Röntgentermin nächste Woche, wo er dann in der Praxis wieder für ganz viel Grinsen sorgen wird, weil er sich einfach so unendlich lässig in den Praxisräumen bewegt (hier bei YouTube kann man’s anschauen) und mittlerweile auch ein Profi ist, wenn’s um Röntgenbilder geht…

Sehr komischer Tag heute! Während sich Martin heute seiner Zahnbehandlung hingab, die zuvor im August wegen seiner Corona-Erkrankung unterbrochen wurde, stellte ich fest, dass sich unser Lucky eine nicht so leckere Entzündung an der Nase zugezogen hat. Es war mal wieder so eine unangenehme aus-dem-Augenwinkel-da-stimmt-was-nicht-Geschichte. Und ich bin mir sicher, dass die Anzeichen dafür gestern noch nicht zu sehen waren! Schließlich stellt der Chaot ja jeden Tag irgendwas an (er bockelt gerne mal seine Mitbewohner an oder rennt den Futtersack über den Haufen – so was eben), was dazu führt, dass ich ihn eigentlich jeden Tag mindestens einmal ermahne, es nicht zu bunt zu treiben und ihn dabei ganz sicher auch ins Gesicht schaue. Vielleicht waren also wirklich heute erst die Anzeichen da und wir haben es rechtzeitig behandeln können. Heute Abend sah es schon sehr viel besser aus.

Wie auch immer wirbelte das natürlich einiges durcheinander und das ein oder andere plumpste dann doch hinten runter. Zum Beispiel der „Alpaki aktuell“ Newsletter, den ich heute schreiben wollte oder das Beantworten der ein oder anderen Mail. Nun, morgen ist offensichtlich auch noch ein Tag. Dafür gab ich mich der Telefonhotline des Finanzamts hin und war tatsächlich erfolgreich. Yeah!

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