Logbuch 4.4
Ach, was für’ne Woche.
Die Sache mit Espresso geht uns seeehr nah. Der Reflex am Abend sein Futter zu mixen oder daran zu denken, ob man’s auch wirklich dabei hat, wird wohl noch sehr lange anhalten. Mal erinnerte Martin mich daran, dass wir das noch brauchen, mal fragte ich ihn, ob er’s dabei hat. Die Knuffelnase fehlt verdammt und es wird noch lange dauern, bis die Futterroutine aus uns raus sein wird. Aber die anderen Flauschs lenken uns ordentlich ab und das Wetter setzt auch alles daran, dass wir in ein nicht zu großes Loch fallen.
Badinas und Nishas Wunden heilen. Der Wintertaurausch von Donnerstag auf Freitag brachte einen umgestürtzen Baum in den Zaun und viel Wasser in die Abflussbäche, dass viel Blätter und Geröll mitriss. Da war also ein bisschen für spontane Zusatzarbeit gesorgt. Nicht, dass wir danach gefragt hätten…
Gestern beschloss dann auch noch Don Silver uns diesbezüglich noch gut unter die Arme zu greifen und begrüßte mich am Vormittag mit einer dicken Backe. Nachdem Mitte Dezember schon Herki damit beschäftigt war, dachte sich Don Silver wohl, die Menschen sind da jetzt eh im Training. Woran er nicht dachte war, dass er ja eigentlich gar nicht so das entspannte Alpaka ist. Nun denn… bekommt er jetzt also Handlingstraining.
Und sonst? Trotzen wir dem Wetter und haben unsere Winterroutine optimiert. Martins neu gebauten Thermoeimer funktionieren bei den tiefen Temperaturen prima. Die können wir ja jetzt noch ein bisschen länger gut gebrauchen. Also die Thermoeimer. Auf die tiefen Temperaturen könnten wir eigentlich ganz gut verzichten. Gut, dass wir an der Quelle der warmen Klamotten sitzen und immer ganz gut mit warmen Socken ausgestattet sind.

Die kommende Woche wird dann noch mal eine gehörige Herausforderung. Ab Mittwoch werde ich zur Beerdigung meiner Oma unterwegs sein. Am Freitag macht sich Martin auf den Weg zu einem Seminar. Wir geben uns noch nicht mal die Klinke in die Hand und werden uns dann erst am Sonntagabend – vermutlich völlig knülle – wieder in die Arme fallen dürfen.
Drücken wir mal die Daumen, dass das alles gut geht.
